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Thema:   Ist sie wirklich ein N3?
Quelle:   Rudelstellungen.de
Datum:   14.02.2012


Eine Teilnehmerin eines Workshops kann die Einschätzung von Barbara an einem ihrer Hunde nicht nachvollziehen.

User 25 aus Rudelstellungen.de antwortet auf das Zitat von User 23:
"Ist N3Doppel evtl. ein NLH Schläfer,oder ein bekloppter VLH!", dass sie dies nicht sagen kann. Sie ist nicht glücklich mit der Einschätzung als N3, da sie das Verhalten von N3Doppel nicht aus der Beschreibung erkennen kann (lässt sich nicht nach hinten korrigieren). Die Einschätzung ihrer anderen beiden Hunde kann sie nach vollziehen.

User 20 aus Rudellstellungen.de
kann das verstehen. Das Gleiche kennt sie von ihrem N3. Dieser ist stellungsschwach und lässt sich von ihrem MBH nicht korrigieren. Nur beim Wächtern sieht sie in ihm den N3. User 20 stellt fest, das es schwer zu sehen ist, vor allen Dingen auch, weil kein komplettes Teilrudel vorhanden.

calua
Ist es nicht so, dass ein Hund, dessen Stellung schon besetzt ist, kaum mehr Abläufe aus seiner Stellung heraus zeigen KANN?
Ich denke, wenn zwei N3 bei dir leben, dann wird einer in dieser Stellung leben und der andere nicht. und daraus resultiert doch dann, dass dieser Hund untypische Dinge zeigt.
So hatte ich es verstanden.

kristinmitpodi
Ich hatte beim Workshop schon gesagt, dass der N3 genau wie meine Gwenda ist - der N3 ist einer der Hunde, die ich sofort als N3 erkannt habe, einfach deswegen, weil ich meine N3 in ihnen wieder erkannt habe.
Immer, wenn ich einen Hund als N3 erkannt habe, war es auch einer bzw. er wurde von Barbara auch so eingeschätzt.
(Bei den meisten Hunden sehe ich allerdings nix.)

User 7 aus Rudelstellungen.de
merkt an, dass Canelo sich nie irrt. Er hat N3Doppel als N3 erkannt.

Zerafina
Kristin,
kannst du das ein bisschen beschreiben? Mein Lieblingsthema! Was genau hast du als "Laie" gesehen, was deine Einschätzung ausmachte?

User 26 aus Rudelstellungen.de
interessiert das auch und fragt woran Kristin soforte einen N3 erkennt.

kage
@ User 25
Mir ist klar, dass Dir meine Einschätzung nicht einleuchtet, aber glaube mir, es ist ein N3.
Aber wo soll er denn hin?
Er hat keine Ambitionen in die freie N2 Stelle zu gehen, weil er dann von dem anderen N3 eines auf die Mütze bekommt.
Eckhundestellung, in die geht nie eine 3erStellung.

V3 ist die einzige Reparaturstellung bei Doppelbesatz in die N3 normal reingeht, ist aber bei Dir besetzt. Was bleibt ist die Flucht nach vorne und da isoliert er sich dermaßen, dass Du wenig Chancen hast hier den Hund noch anzusprechen. Da vorne ist er auffällig und hören wird er nie, wenn er von Dir in die Nähe der anderen Hunde gerufen wird. Er ist doch nicht lebensmüde, da vorne hat er Ruhe. Doppelbesatz wie bei Dir - ist und bleibt - negativ.

Aber von mir aus denke einfach, ich habe mich geirrt. Aber damit hast Du auch nichts verbessert.
Gerne kannst Du auch nochmals mit anderen Hundestellungen laufen, aber glaube mir, damit bekommst Du sein Verhalten nicht erklärt und abgestellt.
Und glaube mir, wenn Canelo nicht dermaßen stellungsstark wäre, sondern ein stellungsschwacher NLH, dann hätte sich Dein Hund nicht gleich selber korrigiert, sondern es wäre zu einer längeren Auseinandersetzung gekommen.

Für mich ist es das ganz normale Verhalten bei Deiner Konstellation. Und ich kann Dir nur raten, den Hund nicht nach hinten zu bringen, sonst hast Du im eigenen Bestand richtig Troubel.
Höre auf Deinen Doppelbesatz. Er macht es richtig, nicht auf Dich zu hören, wenn Du ihn nach hinten bringen willst.

Hoffe ich konnte Dich ausführlich aufklären, so dass es Dir klarer wird.

kristinmitpodi
Zitat von Zerafina:
"Kristin,
kannst du das ein bisschen beschreiben? Mein Lieblingsthema!
Was genau hast du als "Laie" gesehen, was deine Einschätzung ausmachte?"
Ich erkenne meine eigene N 3 in diesem Hund wieder. Die Art zu schauen, sich zu bewegen (in diesem Fall zu attackieren ). Sehr hilfreich, fürchte ich.

User 25 aus Rudelstellungen.de
erklärt, das N3Doppel von ihr korrigiert wird, nicht von ihren anderen Hunden, welche den N3Doppel respektieren. User 25 kann an der Reaktion auf ihre Korrekturen keinen N3Doppel erkennen und N3Doppel ist nicht dazu zu bringen, hinter ihr zu laufen, auch wenn sie allein unterwegs sind.
 
calua
Die Antwort in Bezug auf deine "Korrekturen" an ihr hat Kage ja schon geschrieben weiter oben.
Sie isoliert sich nach vorne und das ist der einzige Ausweg für sie, weil N3 besetzt ist und die "Beam"-Position, die nur in Frage käme für einen N3 - der V3 - ist schon besetzt.

Steinchen
Zitat User 25
"Sie ist nicht glücklich mit der Einschätzung als N3Doppel, da sie das Verhalten von N3Doppel nicht aus der Beschreibung erkennen kann (lässt sich nicht nach hinten korrigieren."
Hier sehe ich definitiv meinen N3 beschrieben.
Ich sage immer, er ist zu Hause ein N3 und draußen benimmt er sich wie ein N2.
Er ist blitzschnell immer vorne oder weit weg von mir. Läuft mal ein N2 mit ist sein Abstand zu uns deutlich geringer. Wenn ich denke er ist hier, ist er schon wieder dort. Korrektur resistent ohne Ende, so dass ich mich schon oft gefragt habe "will er nicht oder kann er nicht".
Das hinter mich bringen klappt manchmal ein bisschen aber nur für kurze Zeit. Dafür habe ich aber auch sehr lange gebraucht. Bin ich mal einen Moment nicht konzentriert, ist er wieder vor mir.

Er hat draußen nur die Nase am Boden und die Ohren auf Durchzug. Blickkontakt und soziale Gesten fast Null. Er hängt fast immer mit der Flexi bei mir am Bauch. Wenn die Leine schon
straff gespannt ist, springt er noch nach Mäusen, so das ich fast einen Salto mache. Durch die straffe Leine bin ich in meiner Bewegungsfreiheit in Bezug auf meinen uns noch begleitenden MBH sehr eingeschränkt.
Und ich habe keinen Doppelbesatz und keinen V3.
Zu Hause ist er dann wieder das totale Gegenteil. schüchtern, zurückhaltend, schreckhaft und anhänglich wie mein Schatten.

kage
Dann sehen wir doch mal das ganze von Deiner Seite.
Sage mir was Dein Hund für Dich für eine Stellung hat und erkläre mir seine Verhaltensweisen.
Da es immer möglich sein kann, dass ich mich vertue, da Fehlstellungen im Bestand Automatismen sich aneignen aus ihrem Reparaturbedürfnis. Ich bin kein Hellseher und habe auch kein Problem mich zu korrigieren.
Aber wichtig wäre, dass das Fremdhunde auch bestätigen können.
Das Du einen Status Quo hast unter Deinen Hunden und der, der am mutigsten ist aus der hinteren Stellung sich nach vorne beamt, hat für mich eine logische Konsequenz, dass dieser Hund auch damit sich dominanter verhält. 3er Stellungen gehen nicht gerne aus ihrer Stellung und müssen sie
es machen, dann ist es mehr als mutig für sie.

Aber das erklärt eben auch seine Auffälligkeit Fremdhunden gegenüber.
Stellungsfähige Hunde die in ihrer Stellung auch leben, sind souverän und abgeklärt. Ich sah einen Hund, der alles tut den bei Dir geschaffenen Status Quo von keinem fremden Hund durcheinander bringen zu lassen.
Und jede Stellung von außen, birgt bei Dir die Gefahr den geschaffenen Status in Frage zu stellen.
Aber da Du Deinen Hund täglich erlebst sage einfach Deine Meinung.

User 25 aus Rudelstellungen.de sieht
N3Doppel eher im V-Bereich. Lauter, schneller, weniger zu beeindrucken und stärker in allem was sie tun als Hunde aus dem N-Bereich. Merkt aber an, das sie keinen Hund in Stellungen einordnen könnte und auch nicht vor hat. Des weiteren macht sie die Auffälligkeiten an der Rasse fest. Ihre Rasse neigt dazu die Weltherrschaft über alle Hunde an sich zu reißen. Auch werden Defizite in der Erziehung und Sozialisation gesehen.

Steinchen
@User 25
hast du deinen N3? mal mit einem MBH laufen lassen?
Ich kann an den Korrekturen des MBH sehr gut ablesen, wenn ein N3 vor mir steht.

User 1 aus Rudelstellungen.de sieht
die Schwierigkeit in der Menge der möglichen Auffälligkeiten die sich entwickeln können, wenn in einem Verband Doppelbesatz vorhanden ist. Weiterhin merkt sie zu dem
Zitat User 25
"das N3Doppel von ihr korrigiert wird, nicht von ihren anderen Hunden, welche den N3Doppel respektieren".
an, das die Information, hilfreich wäre, wie das Respektieren der anderen Hunde aussieht, um die Zweifel nachvollziehen zu können..
User 1 kennt es von ihrem N3, das dieser hin und wieder Korrektur resistent ist. Die Erfahrungen zeigen ihr, das ihre Korrekturen oft nicht angebracht waren.

kage
Zitat von Steinchen:
"@User 25
hast du deinen N3? mal mit einem MBH laufen lassen?
Ich kann an den Korrekturen des MBH sehr gut ablesen, wenn ein N3 vor mir steht."
Ich denke ganz so einfach ist es bei diesem Hund nicht. Er spielt Vorrang und ich nehme an, sehr viel deutlicher als der reale N3.
Du bräuchtest unbedingt dazu einen NLH und einen N2 um ihm die Chance zu geben sich selber zu korrigieren. Ist er alleine wird er einfach voraus laufen und somit sich dem MBH entziehen. Er wird es mit Aggressivität sonst durchsetzen.
Habe ich mich nicht geirrt, hat er aber eine Möglichkeit sich in Sicherheit zu bringen durch Selbstkorrektur.
Habe ich mich geirrt, ist vorne alles frei für ihn und er kann mit dem MBH arbeiten.

User 25 aus Rudelstellungen.de erklärt
das ihr N3Doppel in allem, was die anderen vorhandenen Hunde angeht bestimmt (Liegeplatz, wer darf sich User 25 nähern -was unterbunden wird-, rempelt, was die anderen Hunde bei ihr nicht dürfen). Korrekturen von User 25 touchieren, ins Fell greifen, also alles was taktil ist) gibt es eher nur bei Fremdhundebegegnungen (pöbeln und wenn sie könnte wie sie wollte mit ernster Beschädigungsabsicht).

kage
Zitat von User 25
"sieht N3Doppel eher im V-Bereich. Lauter, schneller, weniger zu beeindrucken und stärker in allem was sie tun als Hunde aus dem N-Bereich. Merkt aber an, das sie keinen Hund in Stellungen einordnen könnte und auch nicht vor hat und macht die Auffälligkeiten an der Rasse fest. Eine bestimmende Rasse neigt dazu die Weltherrschaft über alle Hunde an sich zu reißen. Auch werden Defizite in der Erziehung und Sozialisation gesehen".
Ich finde es immer traurig, wenn man Auffälligkeiten bei Hunden auf die Rasse schiebt. Natürlich sind das taffe Hunde, aber niemals aus der Rasse auffällig und unsozial, wenn die Stellung im Besatz stimmt.

Das diese Rasse Fehlverhalten der Menschen aus Unwissenheit der Stellungen der Hunde deutlicher zeigen ist mir klar, aber glaube mir, dieses Verhalten lässt sich automatisch wieder abstellen, wenn der Hund in einem für ihn richtigen Verband leben könnte. Da muss auch der Mensch nichts
deckeln.
Taffe Rassen mit Bindehundstellung benötigen die Eckhunde noch nötiger und brauchen viel wichtiger noch die Disziplin nicht doppelt besetzt zu werden.
Dann sind das genauso ausgeglichene und souveräne Hunde wie die anderen Rassen auch.

User 25 aus Rudelstellungen.de überlegt
ob nicht evtl. der andere, vorhandene N3 ein N2 ist und N3Doppel dann kein Doppelbesatz sondern einfach nur verkorkst, und möchte auf jeden Fall noch an einem Workshop teilnehmen.

Sabuco
Du beschreibst hier genau meinen N3 wie er früher war.
Heute ist er um 180° anders. Das kam vor allem durch die Ruhe, die ich mir (über lange Zeit) angewöhnt habe. Auch dadurch, dass ich ihn draußen vor anderen Hunden schütze und mittlerweile merkt er, dass ich das mit den Stellungen immer besser drauf habe und vertraut mir nun 90% mehr als früher.
Leider wird sich das auf dich nicht 1 zu 1 übertragen lassen, weil Doppelbesatz eben eine Sondersituation ist.

User 25 aus Rudelstellungen.de erklärt auf das folgende
Zitat von kage:
Zitat von User 25
sieht N3Doppel eher im V-Bereich. Lauter, schneller, weniger zu beeindrucken und stärker in allem was sie tun als Hunde aus dem N-Bereich. Merkt aber an, das sie keinen Hund in Stellungen einordnen könnte und auch nicht vor hat.
aber glaube mir, dieses Verhalten lässt sich automatisch wieder abstellen, wenn der Hund in einem für ihn richtigen Verband leben könnte. Da muss auch der Mensch nichts deckeln.
das sie Verhaltensauffälligkeiten nicht nur in falscher Besetzung sieht und es ist ihr auch nicht möglich 7 Hunde zu halten.

Dreamcatcher
Was mir gerade einfällt zum Doppelbesatz: wäre es nicht möglich, mit den Hunden getrennt zu gehen und dann zu schauen, wie das ganze läuft? Also ein Hund Doppelbesatz bleibt zu Hause, während Frauchen mit den zwei anderen Hunden geht. Vielleicht könnte man so schon mal Ruhe
hinein bringen.
Und danach wird halt getauscht.

User 25 aus Rudelstellungen.de antwortet
das Einzelspaziergänge keine Veränderung bei N3Doppel zeigen.

kage
Zitat von Dreamcatcher:
Was mir gerade einfällt zum Doppelbesatz: Wäre es nicht möglich, mit den Hunden getrennt zu gehen und dann zu schauen, wie das ganze läuft? Also ein Hund Doppelbesatz bleibt zu Hause, während Frauchen mit den zwei anderen Hunden geht. Vielleicht könnte man so schon mal Ruhe hinein bringen.
Und danach wird halt getauscht.
So einfach ist es leider nicht. Automatismen stellen sich bei Hunden nicht ab. Sie wissen doch, dass zu Hause der Rest wartet und ein einmal geschaffener Zustand, der keine interaktiven praktischen Auseinandersetzungen im Bestand mehr hat, werden zwanghaft aufrecht erhalten.
Probiere es als N2 - mit den passenden Hunden vor und hinter ihm.

Sanne
Zitat  User 25
"das ihr N3Doppel in allem, was die anderen vorhandenen Hunde angeht bestimmt (Liegeplatz, wer darf sich User 25 nähern -was unterbunden wird-, rempelt, was die anderen Hunde bei ihr nicht dürfen)"
So ist meine Yeli V3 auch gerne gegenüber Goethe V2.

Ich glaube wenn die Hunde nur lose zusammen leben ohne Rudelverband, dann entsteht eben einfach Chaos und irgendeiner setzt sich irgendwie durch.

Ich denke da sollte man keine zu großen Rückschlüsse daraus ziehen wollen. Das mit dem einzeln spazieren gehen wird sicherlich nichts bringen. Meine Hündin V3 ist ja auch problematisch mit anderen Hunden. Sie ist so, seit V2 bei uns lebt (bzw. da hat es angefangen sich zu entwickeln). Egal ob er auf dem Spaziergang mit dabei ist oder nicht.

Sanne
Zitat User 25
"ob nicht evtl. der andere, vorhandene N3 ein N2 ist und N3Doppel dann kein Doppelbesatz sondern einfach nur verkorkst, und möchte auf jeden Fall noch an einem Workshop teilnehmen"

Ich verstehe den Wunsch total, keinen Doppelbesatz zu haben. Natürlich ist es sehr schwer, zu akzeptieren dass es nun mal so ist und dass es für die Hunde aus Sicht der Rudelstellungen nicht sinnvoll ist zusammen zu leben.
Ganz klar.
Aber ich denke, du siehst doch so oder so an dem Verhalten deiner Hündin, dass etwas nicht ok ist.
Normalerweise würde man das als "einfach verkorkst" bezeichnen, aber mit Barbara und den Rudelstellungen hast du die Chance, ihre Probleme wirklich zu VERSTEHEN. Ist doch eigentlich eine sehr gute Sache.
Auch wenn die Konsequenzen daraus (nicht nur bei Doppelbesatz) nicht die sind, die man sich erhofft hätte.
Geh doch ruhig nochmal zu einem Workshop. Vielleicht ergibt sich ja auch die Möglichkeit, sie mal passend mit komplettem Nachrang laufen zu lassen. (je nachdem wie heftig ihr Verhalten gegenüber anderen unpassenden Hunden ist...).

User 25 aus Rudelstellungen.de merkt an
das es nicht so einfach ist, da N3Doppel andere Hunde beschädigt. Des weiteren ist ihr der eigene Besatz egal, sie möchte sich nur zum Verständnis in die Thematik einarbeiten.

Terry
Ich verstehe die Thematik als hilfreich, weil ich einen auffälligen Hund habe. Und nun diesen Hund aus einem anderen Blickwinkel sehe. Dadurch händel ich ihn schon anders und ich gehe mit den Situationen, die ihm Probleme bereiten, anders um. Dies ist keine Entwicklung von heut auf
morgen. Und es hatte sich in den letzten 2 Wochen sogar wieder verschlechtert.
Dafür fängt es jetzt wieder an ruhiger zu werden, nachdem ich mich noch einmal intensiv mit Ashkii und seinen "Macken" beschäftigt habe.
Vor allen Dingen muss ich  Ashkii (bei ihm würde das mit den Topf vor die Füße schmeißen auch so enden) wirklich zeigen dass ich ihn ernst nehme, dass aber gewissen Dinge nun mal nicht gehen.
Korrektur resistent war er in der Zeit wo ich ihm mit Druck versucht habe klar zu machen "das will ich nicht, Punkt". Keine Chance.

Sanne
dann ist das natürlich schwierig
In welcher Reihenfolge kamen die Hunde eigentlich zu dir?

User 25 aus Rudelstellungen.de antwortet
N3 (Welpe) als Zweithund zum Rotti, nach dessen Tod der V3 (Welpe) und vor ca. 2 Jahren der N3Doppel (7,5 Jahre). Das Verhalten des N3Doppel hat sich bis heute schon verbessert.

Sanne
Super, dass es bei dir schon besser geworden ist mit ihr! Ist ja häufig nicht einfach, wenn man einen erwachsenen Hund bekommt der schon einiges an Problemen mitbringt...
Ich kann das alles auch gut verstehen, auch ich bin ja so intensiv an dem Thema Rudelstellungen dran, weil meine Hündin nicht einfach ist mit anderen Hunden und ich hier auch möchte, dass sich was ändert.

Dreamcatcher
Ich kann ja mal kurz ein werfen: bei uns hat sich etwas geändert, seitdem ich mit meinem Rüden anders umgehe.
Bei den Baustellen andere Hunde (zu denen er nie aggressiv war, das Problem lag eher im distanzlosen Verhalten) und die Leinenaggression, haben wir große Schritte in eine positive Richtung gemacht und alles ohne große Einwirkungen am Hund. Auf Einwirkungen von mir hatte mein Rüde zum Schluss gar nicht mehr reagiert und mich ausgeblendet. An der Leine war das jedes mal extremer Stress für uns beide, vor allem für mich.

Ich verstand auch nicht, warum er ständig zu anderen Hunden glotzen musste, es gab aus meiner Sicht nie einen Grund dazu und ich tat alles, um diese Hunde nicht unnötig interessant zu machen, setzte auf einen autoritären Führungsstil, dem sich mein Rüde auf Dauer widersetzt hat.

Rammar lief (angeleint) gegen Laternen, Zäune und prallte gegen Müllsäcke, da er die fremden Hunde nie aus den Augen lassen wollte und das war so ein Ding, was mich extrem nervte. Ich probierte ihn das zu verbieten, deckelte ihn von oben, nur mit mäßigem bis gar keinen Erfolg.

Das extreme Gucken hat er, seitdem ich anders vorgehe, abgelegt. Er beschränkt sich jetzt auf ruhiges schauen und wenn ich den Reiz zur Kenntnis nehme, dann ist alles in bester Ordnung und er kann sich gedanklich davon lösen.

Sein Fokus geht jetzt regelmäßiger in meine Richtung, egal wo wir sind, er wartet auf mich, wenn er meint, dass er zu weit weg ist und genauso kann ich ihn mit Körpersprache stoppen, wenn es sein muss. Diese Kommunikation gefällt mir sehr gut, Rammar ist kein unkontrollierbarer Hund geworden (die Gefahr sah ich am Anfang, als ich mich mit dem Thema Rudelstellungen befasste).

Er zeigt sich führiger, selbstbewusster und überlässt mir den Vortritt, wenn er meine Hilfe braucht.
Er hat auch nicht mehr den Drang zu fremden Hunden zu müssen. Er schaut, wie ich die Situation bewerte und reagiert entsprechend.

Gestern lief er Bilderbuch mäßig in geringer Distanz (circa 30 Meter?) an einem fremden Golden-Rüden vorbei, der sich aufbaute und zu uns schaute. Von Rammar kam keine! Reaktion in Richtung des fremden Rüden. Und das ist für meinen Hund eine Meisterleistung. Ich brauchte kein Kommando verwenden, sondern tat nur das, was er sonst tun würde: ich beobachtete den Reiz.

Da ich das jetzt zur Kenntnis nehme, braucht mein Rüde nicht zur Tat schreiten.
Ich wünsche Euch, dass sich bei Euch (egal welchen Weg man jetzt einschlägt) eine dauerhafte Besserung einstellt. Als Halter hat man ja eigentlich nur einen Wunsch: ein harmonisches Zusammenleben mit dem Hund/den Hunden.

User 25 aus Rudelstellungen.de
berichtet von ihrem N3Doppel, das dieser an der Leine sich verhaltener gibt als ohne Leine. Ohne Leine werden sofort eigene Entscheidungen getroffen. Kommunikation mit fremden Hunden ist nicht zu erkennen. Anfangs war N3Doppel nicht ansprechbar und ließ ihren Frust (Übersprungshandlung) an einem der vorhandenen Hunde aus. N3Doppel braucht viel Zeit um einen fremden Hund vielleicht zu tolerieren. Dieser Hund darf weder "widersprechen" noch zu devot sich verhalten. Nach Akzeptanz ist N3Doppel dann auch in der Lage angemessen zu korrigieren.

In der Vergangenheit fehlte dem N3Doppel das Setzen von vernünftigen Grenzen und der Schutz durch den Menschen. Dadurch hat sich ihr Verhalten gefestigt und User 25 kann nicht erkennen, wie das Beachten der Rudelstellungen dies ändern sollte.

karosa
Wenn N3Doppel ein NLH wäre, solltest Du neben Deinem Hund stehen und den N3 vorlassen, die Lage prüfen lassen.
Ich weiß, dass der N3 noch nicht so funktioniert, bei mir ist das auch eine Schwachstelle, aber seine Wächterfunktion gegenüber NLH nimmt er doch gerne wahr.
Meine NLH regelt auch gerne alles selbst, ist nicht gewohnt, dass jemand für sie da ist. Auch sie stellt sich kurz vorm Angriff auf die Hinterbeine.
Schicke ich aber den N3 vor und stelle mich ruhig neben sie und wir schauen beide zu, wie N3 agiert, ist sofort die Aufregung weg, sie steht ganz ruhig neben mir, bellt nicht und zappelt nicht, und ich halte sie am Geschirr. Dann können wir auch ruhig weitergehen.
An der Art, wie die Aufregung gegen Null geht, merke ich, dass alles so richtig ist.

kristinmitpodi
Zitat von User 25
berichtet von ihrem N3Doppel, das dieser an der Leine sich verhaltener gibt als ohne Leine. Ohne Leine werden sofort eigene Entscheidungen getroffen. Kommunikation mit fremden Hunden ist nicht zu erkennen. Anfangs war N3Doppel nicht ansprechbar und ließ ihren Frust
(Übersprungshandlung) an einem der vorhandenen Hunde aus. N3Doppel braucht viel Zeit um einen fremden Hund vielleicht zu tolerieren. Dieser Hund darf weder "widersprechen" noch zu devot sich verhalten. Nach Akzeptanz ist N3Doppel dann auch in der Lage angemessen zu korrigieren."
Gwenda!!
Nur dass sie als Podenco zum Glück anders zulangt. Und leichter fremde Hunde akzeptiert, z.B., wenn wir ein paar hundert Meter gemeinsam in dieselbe Richtung gehen ohne Kontakt.
"Herrschsucht" besitzt sie auch nicht. Bei ihr ist es pure Unsicherheit bis Panik beim Anblick fremder Hunde.
Ich habe es gestern geschafft, mit ihr ohne Leine an anderen Hunden vorbei zu gehen. Ich habe sie an meine linke Seite beordert, die Hunde waren rechts, ich wusste aber auch, dass diese Hunde nicht zu uns kommen.
Ich bestätige sie, wenn sie aufmerksam zu einem anderen Hund hinschaut, hole sie dann zu mir und erkläre ihr, dass alles in Ordnung ist. Anfangs ging das nicht, da habe ich mit Korrekturen (nach HTS) gearbeitet.

User 25 aus Rudelstgellungen.de
kann keine Veränderung feststellen, egal was User 25 macht (sich selbst entspannen, anderen vorhanden Hund vor schicken, Korrekturen). Weder Unsicherheit noch Ängstlichkeit ist vorhanden. Sobald N3Doppel einen anderen Hund sieht geht sie zum Angriff über.

Sanne
Wenn es stimmt dass du 2 x N3 hast, gibt es aus Sicht der Rudelstellungen leider eben nur die Möglichkeit, BEIDEN N3s das Leben in ihrer Stellung zu ermöglichen, indem die beiden getrennt werden.
Ich weiß, dass es nicht das ist was du hören willst (wer würde das schon?) und dass du wahrscheinlich auch nicht dazu bereit bist.
Oder als Alternative eben einfach nur Management der Situation, so wie du es momentan machst.

Hier ist ja auch eine Userin mit 2 x V3 die einfach über sehr gutes Management die beiden davon abhält, sich gegenseitig zu beschädigen.

Hier wäre vermutlich richtig, sie so viel möglich getrennt von dem anderen N3 zu halten.

Ich kann mir übrigens sehr gut vorstellen wie deine Hündin so geworden ist: bevor sie zu dir kam wurden ihr ja anscheinend wenig Grenzen gesetzt. Sie hat als N3 (vorausgesetzt es stimmt...) ja die Aufgabe, ihren NLH von vorne zu schützen. Sie nahm also den Menschen als NLH und fing an zu schützen.
Als Rasse.... tut sie das mit großer Gewissen- und Ernsthaftigkeit. Ein guter Arbeitshund eben.

Dadurch dass die Eingrenzung gefehlt hat, wusste sie nie in welchem Maße so was ok ist.
Zu dir kam sie mit einem eh schon sehr eingefahrenen Automatismus.
Nämlich: alle Fremdhunde platt machen.

Du gabst ihr endlich die Eingrenzung, die sie brauchte. Dafür aber hat sie bei dir jetzt das Problem, dass ihre Stellung schon besetzt ist. Sie ist diejenige, die sich raus nimmt.
Ihr eigentlich sehr großes Bedürfnis, in ihrer Stellung zu leben, wird nicht erfüllt. Dass sie dadurch ein Problem mit sich selbst und den ganzen Fremdhunden hat, ist verständlich. Dass bei Dreamcatcher sich die Sache so unglaublich gut entwickelt hat, liegt v.a. daran, dass mit Rammar jetzt so gearbeitet wird dass er seiner Stellung entsprechend agieren kann. Das ist super, tut dem Hund absolut gut und macht ihn auch für den Menschen lenkbar.

Bei dir wird das aber in der jetzigen Konstellation nicht möglich sein, wenn das mit dem Doppelbesatz stimmt. Denn mit Doppelbesatz im Haus kannst du niemals dafür sorgen, dass die Hunde in ihrer Stellung laufen. In der Stellung laufen und aus der Stellung heraus agieren würde bei deinen Hunden bedeuten, sich gegenseitig loswerden zu müssen.

Deine Hündin ist diejenige, die bewusst nicht nach ihrer Stellung lebt. Das macht ihr aber andere Probleme.
So eine dermaßen positive Entwicklung wie z.B. bei Rammar kannst du denke ich in der jetzigen Konstellation nicht erwarten.

Ich stelle es mir etwa so vor, dass bei deiner Hündin dieses "andere Hunde kaputt machen wollen" ganz einfach daher kommt, dass sie ein für sich selbst unlösbares Problem in ihrem Leben hat. Sowohl bei den Vorbesitzern als auch bei dir.

Das klingt jetzt vielleicht sehr krass, ist aber gar nicht so krass gemeint. Denn auch Probleme gehören im Leben dazu. In einem Rudel leben, wo alle Stellungen genau einmal besetzt sind, wäre für die Hunde perfekt. Aber perfekt ist eben nicht immer. Weder in unserem eigenen Leben, noch bei den Hunden.

Auch als Mensch erlebt man nicht unbedingt die perfekte Partnerschaft oder die perfekte Familie oder das perfekte Kollegenteam in der Arbeit. Eigentlich sogar sehr selten. Die Rudelstellungen geben uns die Möglichkeit, besser zu verstehen warum unsere Hunde wann wie agieren und - bei deutlichem Fehlverhalten wie bei deiner Hündin oder in geringerer Ausprägung auch bei meiner - zu verstehen welches Problem der Hund hat.

Ob man dieses Problem dann für den Hund lösen kann oder nicht ist die andere Frage.
Ich könnte das Problem für meine Hündin momentan auch nur wirklich lösen, indem ich sie abgebe in einen Hundebestand hinein, wo die passenden Stellungen vorhanden sind. Oder indem ich meinen anderen Hund abgebe und sie wieder als Einzelhund halte. Was aber auch nicht ideal ist.

Oder indem ich noch einen, besser noch zwei Hunde dazu nehme. Das klappt aber momentan nicht, vielleicht in zwei Jahren oder so. Momentan muss sie damit leben. Ich versuche, es ihr über das neue Wissen so leicht wie möglich zu machen.

User 25 aus Rudelstellungen.de
ist es nicht möglich Fehlverhalten von Hunden mit Fehlbesetzung zu erklären. Dies würde jegliche Erziehung überflüssig machen, da dann Management ausreichend wäre.
Da User 25 in N3Doppel eher keinen N3 sieht, fragt sie sich was sonst der Grund für ihr Verhalten nach Ruddelstellung wäre. Ohne ein strukturiertes Rudel je gesehen zu haben, wie es mit Außenreizen umgeht, fällt es ihr schwer sich ein Bild davon zu machen und fragt sich, welche Funktion sie dann noch hätte.

Sanne
Keine Sorge, ich versteh deine Zweifel nur zu gut!
Ich würde auch zu gerne mal ein komplettes Rudel erleben, ist leider noch in Mache...
Genauso möchte ich die Veränderung, die bei meinen Hunden eintreten könnte, auch gerne mal sehen.

Ich denke nicht, dass die Stellungen die alleine Erklärung sind. Meine Hündin hatte auch früher schon die leichte Tendenz, andere Hündinnen nicht zu mögen. Seit der Pudel da ist, ist es einfach nur viel schlimmer geworden.
Ich denke aber, ein Hund der offensiv aggressiv agiert, hat schon irgendein Problem im Leben. Und dieses Problem gilt es zu verstehen.

karosa
Zitat von User 25
"ist es nicht möglich Fehlverhalten von Hunden mit Fehlbesetzung zu erklären"
Versuche einmal, nicht zu theoretisieren, und probiere lieber aus, was Sanne geraten hat und auch der Rudeltheorie entspricht, versuche, die N3 räumlich zu trennen und nimm Dir N3Doppel öfters alleine vor. Dann schau und beschreibe hier, was passiert.
Das ist besser, als alles so zu zerreden.

User 25 aus Rudelstellungen.de
ist nicht bereit die Hunde daheim zu trennen.

kristinmitpodi
N3 ohne NLH hinter sich und auch ohne N2 vor sich und Hundebegegnungen scheint sich nicht selten zu einem Problem aus zu wachsen.
Daher weiß ich gar nicht, warum N3 nicht zu deinem Hund passen soll. Gerade die hohe Aggressionsbereitschaft passt doch.

Und deine Hündin hatte über 7 Jahre Zeit, dieses Verhalten zu perfektionieren. Daher glaube ich nicht, dass sie ihr Verhalten ändert, wenn man allein mit ihr spazieren geht. Klappt bei meiner N3 auch nicht, ich habe auch keinen Doppelbesatz, trotzdem kann ich Fremdhund Begegnungen ihr nicht einfach so überlassen.

Ihre Korrekturresistenz, die für einen N3 ja schon untypisch zu sein scheint, kann sie sich auch über die Jahre hart erarbeitet haben.
Diese "Ich bin allein auf der Welt und knallhart und regele grundsätzlich alles selbst und wehe, mir kommt etwas in die Quere, dann gebe ich sofort alles"- Einstellung hatte Gwenda auch, als sie zu uns kam, allerdings war sie erst gut 2 Jahre alt.

kage
Ihr müsst Euch mit den N3 das genau vor Augen halten.
Von Klein auf ohne seinen NLH, ist er der ausgesuchte Abarbeitungspartner für alle Hunde die ihm begegnen.
Da seine Veranlagung die Verteidigung ist, lernt er sehr früh ohne jede Freigabe das auch einzusetzen.
Hat er diese Hürde überwunden und gibt sich also jedes mal selber frei, verlernt er auf Befehle zu hören.

Hier wieder sich mühsam ran zuarbeiten als Mensch, bedeutet erst einmal trotz keinerlei Erfolg am Anfang, dem Hund durch reine körperliche Präsenz ,immer zur richtigen Zeit, sie sicher zu schützen. Es ist ja die reine Anwesenheit des Eckhundes NLH, der sie für andere nicht angreifbar macht.

kristinmitpodi
"aufgrund des Hinweises von User 25, das N3Doppel extrem schwer zu korrigieren ist"
Bei Canelo ging es doch ganz schnell mit der Korrektur. Das fiel mir gerade wieder ein... Und sie sah danach eingeschüchtert und ziemlich fertig mit der Welt aus.
Weltbild auf den Kopf gestellt oder so.

karosa
Vielleicht solltest Du versuchen, ein "besserer" NLH zu sein als bisher?

Sanne
Zitat von karosa:
Vielleicht solltest Du versuchen, ein "besserer" NLH zu sein als bisher?
Meinst du damit jetzt Silvi oder User 25?

kristinmitpodi
Silvi ist doch N2 ...

Sanne
Oh sorry meinte User 25.

karosa
Ich meinte User 25.

User 25 aus Rudelstellungen.de
wundert sich, das der N3 völlig unauffällig ist, obwohl sie nicht der N2 und der NLH gleichzeitig sein kann, sowie auch nicht der V2 und MBH für den V3, der sich auch nahezu unauffällig verhält. Das Verhalten des N3Doppel verändert sich auch nicht an den Tagen, wenn die anderen Hunde nicht da sind (z.B. Training).

anni_81
Aber du hast sie doch erst bekommen da war sie schon 7 Jahre oder?
Das ist doch eine verdammt lange Zeit...
Ich muss da irgendwie dran denken, dass man ja auch bei Kindern sagt, dass sie im frühen Alter eine Strategie entwickeln, wie sie in ihrer Familie und Welt "überleben" (überspitzt gesagt). Wenn das also N3Doppel-Strategie war und sie das bis jetzt sicher durch ihr Leben gebracht hat, kann sie doch gar nicht verstehen wieso es jetzt anders sein sollte.

SO ein NLH kann doch kein Mensch sein, genauso wenig wie ich der MBH für meine Hündin sein kann, der ihre Baustellen vielleicht auf hündische Art lösen würde.
Wie auch immer scheint sie ja in der Vergangenheit nicht das allerbeste Leben gehabt zu haben und umso schöner finde ich es, dass sie so ein Zuhause hat. Schließlich gibst du ihr auch Sicherheit, indem du sie vor diesen Gewaltdelikten vor ihr selbst bewahrst. Ich hab da ziemlich Respekt vor!

mialour
Hm.. also als die Schäferin (möglicher MBH) zu uns kam, war sie genauso. Egal ob Leine oder nicht- egal ob Hündin, Rüde, groß, klein, einäugig oder gelb gepunktet: es muss da weg!
Es ist etwas besser geworden und auch sie kann Hunde, die sie besser kennt oder welche, die so total rüpelig daher kommen, angemessen korrigieren.

Aber es ist auch so, dass sie etwas entspannter ist, wenn unser Rüde nicht dabei ist.
Barbara sagte, es liegt daran, dass wir vermutlich zwei Eckhunde führen und ihr schlicht die Bindehunde fehlen, um bei Außenreizen adäquat reagieren zu können. Das macht Sinn, wie ich finde.

Ich würde an deiner Stelle schon auch mal öfter mit ihr allein gehen und auch wenn dann logischerweise ihr über Jahre festgefahrenes Verhalten sich nicht plötzlich in Luft auflösen wird, kann sie (und du auch) ganz anders agieren, wenn nicht die schon besetzten Positionen drumherum laufen.

Tausche dich dafür doch mal mit anderen N3 Halter aus, wie die das so machen,wenn sie allein mit ihnen laufen; was ein N3 braucht usw. Vielleicht findest du ja auch in deiner Umgebung passende Hunde zum laufen?

User 25 aus Rudelstellungen.de antwortet auf das
Zitat von kristinmitpodi:
"aufgrund des Hinweises von User 25, das N3Doppel extrem schwer zu korrigieren ist"
Bei Canelo ging es doch ganz schnell mit der Korrektur. Das fiel mir gerade wieder ein... Und sie sah danach eingeschüchtert und ziemlich fertig mit der Welt aus.
Weltbild auf den Kopf gestellt oder so.
Diesem stimmt User 25 zu. N3Doppel reagiert immer so bei Hunden, welche sich wie Canelo verhalten (cool, keine Unsicherheit usw.). Im Alltag sind solche Begegnungen leider nicht möglich.

User 25 aus Rudelstellungen.de antwortet auf
Zitat von mialour:
Vielleicht findest du ja auch in deiner Umgebung passende Hunde zum laufen?
N3Doppel beschädigt sofort. Darum wäre zusammen laufen nur mit Hunden wie Canelo möglich.

mialour
Und wenn du sie mit einem Maulkorb sicherst und mit fitten, großen und vor allem passenden Hunden läufst?
(Läuft sie denn normalerweise auch mit MK?)

User 25 aus Rudelstellungen.de antwortet auf
Zitat von anni_81:
Aber du hast sie doch erst bekommen da war sie schon 7 Jahre oder? Das ist doch eine verdammt lange Zeit...
Ich muss da irgendwie dran denken, dass man ja auch bei Kindern sagt, dass sie im frühen Alter eine Strategie entwickeln, wie sie in ihrer Familie und
Welt "überleben" (überspitzt gesagt). Wenn das also Blues Srategie war und sie das bis jetzt sicher durch ihr Leben gebracht hat, kann sie doch gar nicht verstehen wieso es jetzt anders sein sollte.
SO ein NVH kann doch kein Mensch sein, genauso wenig wie ich der MBH für meine Hündin sein kann, der ihre Baustellen vielleicht auf hündische Art lösen würde.
Wie auch immer scheint sie ja in der Vergangenheit nicht das allerbeste Leben gehabt zu haben und umso schöner finde ich es, dass sie so ein Zuhause hat. Schließlich gibts du ihr auch Sicherheit, indem du sie vor diesen Gewaltdelikten vor ihr selbst bewahrst. Ich hab da ziemlich Respekt vor!

N3Doppel ist jetzt 10 und kam aus einer Zwingerhaltung. Durch negative Erfahrungen mit den Hunden und dem Vorbesitzer (schlagen), wurde sie auf Bitten der Züchterin für die Weitervermittlung übernommen. Nach vielen Rücksprachen mit Experten ist User 25 zu dem Entschluss gekommen, dass N3Doppel nur mit Management und so vielen Korrekturen wie

notwendig, zu händeln ist. Ob die Verbesserungen auf das Vertrauen in User 25 oder weil ihr klar gemacht wird, das sie sich zu benehmen hat, zurück zu führen ist, ist nicht ersichtlich. Gegenüber Menschen, vor allem Kindern, ist N3Doppel ein herzensguter Hund.

Zitat von mialour:
Und wenn du sie mit einem Maulkorb sicherst und mit fitten, großen und vor allem passenden Hunden läufst?
(Läuft sie denn normalerweise auch mit MK?)
Die Möglichkeit wurde noch nicht ausprobiert, da User 25 den Maulkorb ersetzt.

mialour
Wie hat das denn dann mit deinen zwei Hunden geklappt als sie zu euch kam?
Sie scheint ihr Verhalten ja wirklich richtig generalisiert zu haben.. kein Wunder nach so langer Zeit.

anni_81
Also ich habe sie ja auch gesehen, nachdem Canelo ihr die Ansage gemacht hat und mit meinem menschlichen Auge tat sie mir danach wirklich etwas Leid, sie sah aus als wäre die Luft raus... Aber sie ist nun mal ein Hund und kann nicht wie wir Menschen sagen "jetzt fang ich nochmal neu an im
Leben".
Aber vielleicht kreuzt ihr doch noch ein Canelo den Weg und es ändert sich was. Ansonsten hat sie doch auch noch ein wertvolles und schönes Leben - wenn man bedenkt wo sie her kommt!!!

User 25 aus Rudelstellungen.de antwortet auf
Zitat von mialour:
Wie hat das denn dann mit deinen zwei Hunden geklappt als sie zu euch kam?
Sie scheint ihr Verhalten ja wirklich richtig generalisiert zu haben.. kein Wunder nach so langer Zeit.
N3 war Anfangs verunsichert und zeigte erst nach einer Woche ihr beschädigendes Verhalten gegenüber anderen Hunden. Hunde, welche sie in der 1 Wochen kennen lernte, werden nicht einbezogen. Außer fremde Hunde ist auch die Jagd ein Problem (verfolgen, töten, fressen). Bis auf die Jagd auf Kleintiere (Mäuse etc.) hat User 25 N3Doppel gut in den Griff bekommen.

anni_81
Ich habe gesehen, dass du auch Hunde in Betreuung nimmst.
Wie machst du das dann mit ihr? Trennst du sie dann oder hast du sie einfach unter Kontrolle?

User 25 aus Rudelstellungen.de antwortet auf
Zitat von anni_81:
Ich habe gesehen, dass du auch Hunde in Betreuung nimmst. Wie machst du das dann mit ihr? Trennst du sie dann oder hast du sie einfach unter Kontrolle?
Die Hunde werden am Anfang getrennt. Mit wenigen Hunden kann V3Doppel nach ein paar Tagen zusammen gelassen werden. Zum Gassi werden auch nur max. 3 Hunde mit genommen.

anni_81
Schade, dass du einen V3 hast. Sonst wärst du meine 1. Wahl falls mal Not am Mann bist. Du kennst dich ja mit jagenden Hunden aus.

User 25 aus Rudelstellungen.de antwortet auf
Zitat von anni_81:
Schade, dass du einen V3 hast. Sonst wärst du meine 1. Wahl falls mal Not am Mann bist. Du kennst dich ja mit jagenden Hunden aus.
V3 mag alle Hündinnen, egal welche Stellung.

anni_81
Belga mag unkastrierte Machos... Sonst will sie meistens nix mit denen zu tun haben.

User 25 aus Rudelstellungen.de antwortet
Vielleicht ist V3 auch ein V2. Er wurde von Barbara beim Spaziergang korrigiert.

anni_81
Aber Belga sollte doch beim Laufen kurz zu V3 ins Rudel, um doch zu checken ob er einer ist oder nicht? So hatte ich es verstanden, weil Barbara rief "der schwarze wird raus gemobbt" (das war meine), also doch ein V3. Ist meine wage Erinnerung...

User 25 aus Rudelstellungen.de antwortet
V3 hatte sich für fast nichts interessiert und auch nicht gemobbt.

anni_81
Nee sie wurde wohl von allen raus gemobbt? Weiß ich nicht, es ging alles so schnell.

Sanne
Zitat von karosa:
Vielleicht solltest Du versuchen, ein "besserer" NLH zu sein als bisher?
Da du User 25 meinst, würde ich komplett davon abraten!

Da es ein Doppelbesatz ist, macht es absolut keinen Sinn etwas zu tun, was die Hunde mehr daran erinnert was ihre Stellung ist. Das kann nur schief gehen.
Bei Doppelbesatz ist doch normalerweise die einzige Chance, die Hunde sozusagen bewusst nicht ihre Stellung einnehmen zu lassen.
So wie ich es verstehe möchte User 25 alle ihre Hunde behalten. Unter dieser Voraussetzung sollte man meiner Meinung nach alles vermeiden, was die Hunde mehr in ihre Stellung bringt, auch wenn man ab und zu mal einzeln geht. Also auch keine bewussten Läufe mit anderen Hunden. Zudem kann sie sowieso unmöglich für alle ihre Hunde gleichzeitig in der richtigen Stellung laufen.

Sprich, wenn der Hundebestand so bleiben soll, keine Experimente, keine Veränderungen in Richtung Rudelstellungen sondern weitermachen wie bisher wenn es einigermaßen läuft (also in dem Fall wenn das Management des beschädigenden Hundes funktioniert!).
Insofern überlege ich gerade, ob zeitweises trennen im Haushalt überhaupt so sinnvoll wäre.

User 25, du meintest ja, warum ist der andere N3 nicht so?
Ich würde mal schätzen weil er vorher bei dir im Bestand war, einigermaßen seine Stellung einnehmen konnte und auch jetzt viel mehr in der Stellung läuft als N3Doppel. Aber vielleicht sagt Barbara ja was dazu...

Und das andere was ich aus einem Post von dir noch in Erinnerung habe: du hast geschrieben, wenn du im Training mit den Jungs bist, ist N3Doppel allein daheim. Und auch da ändert sich nichts.
Ich denke nicht dass man mit so kleinen Dingen (stundenweise Trennung, gelegentlich Einzelspaziergänge) irgendwas erreichen kann.
Alles in Allem dürfen die Hunde trotzdem nicht in ihre Stellungen gehen (besonders N3Doppel) weil es sonst krachen würde.

Sanne
Belga ist ja V3 und Barbara hätte bestimmt nicht V3 mit N3 zusammen getan wenn nicht die Stellungen dazwischen auch da waren. Das macht ja überhaupt keinen Sinn...

anni_81
Also wenn ich rekonstruiere... kann es sein, dass Barb sich da nicht sicher war ob  ......V2 oder V3 ist und deshalb Belga dazu kam? Und da sie gemobbt wurde, bestätigte es sich, dass der V3 schon im Rudel war.
Übrigens vertraue ich da Barbara auch echt voll, sie hat sofort gehandelt und das Mobben gesehen, was ich selbst erst gar nicht erkannt habe!
Ich glaube - weiß es echt nicht mehr 100%ig, weil alles immer wieder etwas aufregend ist, dass der Hund von User 6 , die V2,  nämlich erst danach dazu genommen wurde. Oder weißt du ob die V2 schon bei ...... mit lief?

Sanne
Ja, so würde das Sinn ergeben
Ich denk mal das mit dem "Mobben" darf man hier nicht zu ernst nehmen, denke Barbara versteht etwas anderes unter Mobben als andere Hundehalter

anni_81
Nee da gabs auch keine Kabbelei oder so ...

Steinchen
Mir fällt da noch was anderes zu ein.
User 25 hast du mal daran gedacht die Schilddrüse kontrollieren zu lassen?

User 25 aus Rudelstellungen.de
stellt fest, das sich nichts ändern wird, wenn die Hunde zusammen bleiben. Und das werden sie. Hunde dazu nehmen wird auch nicht als Option gesehen. Gesundheitlich wurde sie gescheckt, da ist alles in Ordnung.

Sanne
Zitat von User 25
stellt fest, das sich nichts ändern wird, wenn die Hunde zusammen bleiben. Und das werden sie. Hunde dazu nehmen wird auch nicht als Option gesehen.
Würde in deinem Fall auch nichts bringen. Welchen Nutzen hätte ein weiterer Hund wenn deine bisherigen Hunde eh nicht in ihrer Stellung leben können?
Wie gesagt, entweder einen Hund abgeben oder so wenig wie möglich verändern. Da die beiden doppelt besetzten ja offenbar miteinander klar kommen und du N3 ja scheinbar im Griff hast.

calua
Nur mal eine Frage wegen Gasthunden generell, nicht direkt zu dem Thema hier: ist es für fremde Hunde dann nicht sehr stressig, wenn sie zu einem Bestand dazu kommen - wenn auch nur über einen bestimmten Zeitraum als Gast - und diesen Doppelbesatz vor finden?

Das ist ja eine immer angespannte Situation, für Hunde durchaus bemerkbar, wenn auch der Mensch nichts bemerkt.

Vielleicht kann auch User 4 das kurz sagen? oder ist es dann einfach damit getan, die Hunde in passender Formation getrennt voneinander zu halten?
(Aber zumindest bei User 4 kommen sie ja dann irgendwann zusammen, oder irre ich mich?)

User 25 aus Rudelstellungen.de antwortet
das in ihrem Haus nur ihre Regeln gelten. Anders werden es andere Pensionen auch nicht machen, die Hundes scheinen nicht gestresst zu sein, kommen gern usw.. Betreibung einer Pension und Rudelstellungen sind in ihren Augen nicht zusammen möglich.

karosa
User 4 nicht. Es ist wohl eben eine Frage der Einstellung.

User 25 aus Rudelstellungen.de
versteht den Beitrag von karosa nicht.

karosa
Zitat von User 25:
Betreibung einer Pension und Rudelstellungen sind in ihren Augen nicht zusammen möglich.
Meine Antwort bezog sich darauf. User 4 kann das zum Wohle der Hunde sehr gut umsetzen. Das meinte ich mit einer Frage der Einstellung.

Sanne
Für Gasthunde ist es sicher nicht so stressig wie für die Hunde, die dauerhaft im Doppelbesatz leben. So wie N3Doppel.
Ich denke die Gasthunde finden sowieso eine unstrukturierte Hundegruppe vor. Vermute mal der eigene Doppelbesatz oder das Fehlen bestimmter Stellungen sind für die Hunde sehr viel stressiger.

User 25 aus Rudelstellungen.de antwortet auf
Zitat von karosa:
Zitat von User 25
Betreibung einer Pension und Rudelstellungen sind in ihren Augen nicht zusammen möglich.
Meine Antwort bezog sich darauf. User 4 kann das zum Wohle der Hunde sehr gut umsetzen. Das meinte ich mit einer Frage der Einstellung.
Die Pension von User 4 ist mit ihrer Pension nicht vergleichbar und sie möchte auch nichts umsetzen, was mit Rudelstellungen zu tun hat. Das Wohl der Hund wird beachtet und hat nichts mit Verbandspositionen zu tun.

Sanne
Zitat von User 25:
Das Wohl der Hund wird beachtet und hat nichts mit Verbandspositionen zu tun.
Ich glaube das hat sogar in sehr hohem Maße mit den Stellungen zu tun. Man sieht es halt nicht wenn man nichts drüber weiß.
Beispielsweise hat ja User .... mit MBH geschildert, dass sie eigentlich mit jedem Hund klar kam. Nur sehr selten ist sie auf einen Hund getroffen, mit dem es dann absolut überhaupt nicht ging (anderer MBH).

User 25 aus Rudelstellungen.de merkt an
dass darauf geachtet wird, das nur Hunde zusammen kommen, die sich verstehen. Alle anderen werden getrennt bzw. wird vermieden, dass sie Stress haben.
Dies habe mit Positionen nichts zu tun. Sie kann die Positionen nicht bestimmen und versucht es auch nicht (Fehlinterpretationen).

User 4 aus Rudelstellungen.de an merkt an
Zitat von User 25:
dass darauf geachtet wird, das nur Hunde zusammen kommen, die sich verstehen. Alle anderen werden getrennt bzw. wird vermieden, dass sie Stress haben.
Dies habe mit Positionen nichts zu tun.
das sie auch der Meinungen ist, das die Kenntnis über die Positionen am Ergebnis nichts ändert. Solange die Hunde sich verstehen sieht sie keine Probleme.

Zerafina
Das ist sicherlich richtig.
Dennoch finde ich es ein bisschen schade, wenn man den Nutzen dieses Wissens nur sieht, wenn man es mit einem kompletten Rudel zu tun hätte.
Genau genommen ist das meiste, was ich an meiner NLH beobachte, eng mit ihrer angeborenen Stellung verknüpft, obwohl sie Einzelhund ist.
Mein Hund ist unwahrscheinlich defensiv. Man könnte sie überall rein stecken, sie würde nirgends anecken. Niemals aber würde ich das heute noch mit gutem Gewissen tun.

Terry
Barry hatte auch in Berlin gelebt unter meinem Motto: "ich Herr im Hause, ich bestimme" und habe geschaut mit "wem er sich versteht". Aber da hatte mein Bauch mir schon deutlich gezeigt, dass er sich damit nur arrangiert. Nicht mehr und nicht weniger. Was blieb ihm übrig.
Und Ashkii, aus dem Blickwinkel betrachtet, hat auch keine Probleme. Er arrangiert sich mit jedem Hund. Aber auch hier sagt mir mein Bauch dass er sich eben nicht wohl fühlt. Das sein Verhalten darauf zu beziehen ist, das in seinem Leben etwas nicht stimmt. Ob das wirklich die Stellung ist, werde ich bei einem Workshop erkennen können, aber sicher ist das er mit Carlos ein Problem hat, was Außensehende nicht erkennen.

Ich bin mir jedenfalls sicher, dass Barry sicherlich noch ein Jahr länger bei mir gewesen wäre, wenn ich ihm nicht einfach mal noch 2 Hunde vor die Nase gepackt hätte. Damit drücke ich jetzt nicht aus das dies auf andere Hunde einfach um zu wälzen ist. Bei Barry hatte ich schon immer das Gefühl und bin immer meinem Egoismus nach gegangen, weil ich nicht wusste wo es hapert.

Für die Zukunft weiß ich das ich jetzt mehr auf die Belange der Hunde Rücksicht nehmen kann, was ich auch vorher glaubte zu machen.

 

Der 3. nachrangige Bindehund (3NBH oder N3)

Seine Aufgabe im Verband:
Er ist zu nichts anderem da als den nachrangigen Leithund NLH bei dem Verband zu halten.
Pflegt auch als einziger Hund mit dem nachrangigen Leithund Sozialgesten. Aktiv unterstützt er alle Aktionen nach außen. Er braucht den nachrangigen Leithund für seine Aufgabe, weil er nicht die hohe Sensibilität des NLH für Gefahren von hinten besitzt. Deswegen zeigt er überreizte Aktionen wenn hinter ihm niemand ist.
Wenn er vorne und hinten offen ist:
Er kann wie eine Klette am Menschen hängen, kläfft aber wenn was von vorne oder hinten kommt und kann dann auch schnappen.
Wenn der NLH fehlt:
Einen N3 bekommt man nur stellungsstark wenn der Mensch ihn als NLH sicher führt.
Aber dauerhaft kann der Mensch das nicht. Hat der 3. nachrangige Bindehund keinen nachrangigen Leithund hinter sich, dann ist er dauerhaft in geschwächter Position. Er ist ein niemand ohne den nachrangigen Leithund, denn dann ist er allem direkt ausgeliefert.
Ihm ist es einfach viel unangenehmer und daher zwanghafter, ohne NLH zu laufen, als einen fehlenden N2  zu kompensieren.
Der N3  mit "seinem" NLH:
Wird er vom nachrangigen Leithund für gut befunden, gehen sie eine lebenslange Tiefenverknüpfung miteinander ein und der nachrangige Leithund öffnet ihm die Tür.
Er bekommt von seinem NLH  seinen Platz gezeigt und da bleibt er, wenn man ihn nicht nach vorne raus rennen lässt. Denn darum wird sich der nachrangige Leithund nicht kümmern, ist nicht sein Bereich. Er sorgt nur dafür, dass der Nachrang zusammenbleibt und sich dort keiner bemerkbar macht.

Kommuniziert mit wem?
Kommuniziert mit dem nachrangigen Leithund und wird nur von ihm korrigiert.
Geht mit dem nachrangigen Leithund eine lebenslange Tiefenverknüpfung ein, und ist dessen Lebensversicherung.

***
Thema: Was geht den N3 etwas an?
Quelle: Rudelstellungen.de
Datum: 15.02. – 03.04.12

User1
Hat einen N3. Ihrer Meinung nach entscheidet dieser selbst, was wichtig ist und fragt nicht bei ihr als menschlichem NLH nach, wie er es als „Befehlsempfänger“ N3 tun sollte.
Sie arbeitet daher daran, dem Hund bei Außenreizen, sowohl zuhause als auch im Freien, ruhig und bestimmt zu sagen, dass er sich nicht darum zu kümmern habe.
Dabei ist ihr aufgefallen, dass der Erfolg maßgeblich davon abhängt, ob es ihr selbst gelingt, sich gedanklich von dem Reiz abzuwenden.
Kage
Es ist wirklich so, Hunde kann man einfach nicht beschwindeln. Und die eigene menschliche Neugier bewirkt auch beim Hund Neugier.
karosa
Ich kann das auch so bestätigen. Wenn mein LG nach Hause kam, bellten die Wächter, bis er richtig im Haus war. Das nervte.
Um das ganze Gebell abzukürzen, bin ich aufgestanden und zum Flur gegangen, habe gesagt: Ja stimmt, G. kommt nach Hause, Ihr seid schlau, fein gemacht. Sofort wurde das Bellen eingestellt, der Blick der Hunde war äußerst zufrieden, sie schauten mich stolz an.
So mache ich das mit dem Postboten, der Müllabfuhr und dem gehassten Nachbarshund, der am Grundstück vorbeiläuft, das funktioniert sehr gut. Es herrscht sofort wieder Ruhe, alles ist o.k., sie haben ihren Auftrag erledigt.
Und mir macht das viel mehr Spaß, als laut und immer lauter Aus zu sagen, und sie hören trotzdem nur widerwillig auf.

Kage
Jetzt musst Du nur noch schneller sein als die Hunde mit Erkennen und es ist absolute Ruhe.
Unser Postbote kommt immer zur gleichen Zeit und kurz bevor er kommt, sagte ich meinem NLH, in 10 Minuten kommt der Postbote.
Wenn er kommt, pennte daraufhin NLH weiter. Ignoriert ihn total. Peinlich nur, er ignoriert ihn dauerhaft und wenn der Postbote mich sucht, schlägt er nicht an um es mir zu sagen.

anni_81
Meine V3 ist offizieller Waechter in meinem Wohnhaus!
Nachdem sie ca. 3 Monate bei mir war, fing sie an anzuschlagen wenn jemand in den Hausflur kam. Da wusste ich ja noch nicht das mit den Rudelstellungen, aber ich hab schon damals immer gesagt "gut aufgepasst, du bist ein guter Wachhund" und dann hat sie aufgehört mit dem Bellen.
Mich haben ganz viele Nachbarn im Haus angesprochen, dass sie das sehr gut finden wenn sie mal anschlägt und sie das ruhig machen soll. Jetzt ist es so, dass sie nur noch anschlägt wenn Fremde im Haus sind. Sie kennt wohl mittlerweile alle Gangarten der Leute die hier wohnen. Finde das echt toll, das ist ein echte Wächterqualität finde ich.
Und gestern stand sie schon an der Tür bevor mein Freund überhaupt draußen klingeln konnte.
User2
Hat zwei Hunde, von denen aber der N2 meldet und nicht der N3, fragt daher, wessen Aufgabe das Melden sei.

calua
Das Nachhausekommen meines LG ist immer von lautem Gebell begleitet, das nervt wirklich sehr.
Aber es ist etwas irritierend:
Braun-V3 bemerkt immer als Erste, dass er nachhause kommt und springt auf und bellt los und läuft zur Tür.
N3 rennt bellend hinterher.
Wenn dann schwarz-V3 auch bellt und zur Tür laufen will, dreht Braun um und bellt Schwarz an und lässt sie nicht zur Tür laufen.
Dann stehen sie also voreinander und es sieht so aus, als bellen sie sich an. V3 bellt, weil mein LG nachhause kommt, und Braun erlaubt nicht, dass sie zur Tür läuft.
Wenn schwarz doch irgendwie zur Tür läuft, dann gibt es Tumult, weil Braun das nicht erlauben will und Schwarz sich nichts sagen lassen will. ich geh also hin und ordne da mal.
und seltsam:
ein völlig anderes Bild, wenn ich nachhause komme und mein LG ist mit den Hunden schon dort. Da kommen alle Hunde scharwenzelnd und quietschend. Schnäbeln, gut ist.

Kage
Außenbewegungen gehen alle Hunde etwas an und darum reicht es den anderen, wenn einer meldet häufig (aber dann stimmen meistens auch die Stellungen der Tiere). Spult sich das Bellen auf unter allen Hunden, dann stimmt irgendetwas im Besatz nicht, weil das ist ausschließlich Interaktion, weil da einer dem anderen dann beweisen will, er kann es auch.

Kristinmitpodi
Leute an der Tür oder Klingeln wird bei uns gar nicht gemeldet bzw. lediglich durch Öffnen der Augen oder Heben des Kopfes.
Im Garten wird bei Spaziergängern hinter dem Zaun, vor allem mit Hunden, angeschlagen, meist von der N 3. N 2 macht meist nicht mit, nur manchmal, wenn sie der Hafer sticht oder es ein besonders schlimmer Hund ist.
Hat die N 3 tatsächlich mal etwas nicht bemerkt, wufft die N 2 ein paar Mal kurz in die entsprechende Richtung, woraufhin die N 3 wie von der Tarantel gestochen zum Zaun rast (ca. 40 m oder so) und dort bellend hin und her saust, bis die Leute weg sind oder ich dazukomme oder sie abrufe.
Die N 2 setzt sich derweil und schaut interessiert aus der Ferne zu.
User1
Möchte nicht, dass ihr Hund rund um die Uhr wachsam ist, sondern die Einschätzung von Gefahren ihr selbst als menschlichem NLH überlässt.

User23
Hat ebenfalls einen N2 der meldet.

kage
Du gehst zum N2 und sagst ihm, dass Du alles im Blick hast, Du ihm keinen Befehl zur Meldung erteilt hast und beendest es, in dem Du ihn wegführst. Also Du gehst als MBH vor und lässt den Hund Dir folgen.

***
Thema: N3- immer im Stress
Quelle: Rudelstellungen.de
Datum: 25.02. – 29.02.12


User14
Beschreibt das problematische Verhalten seines N3s.
Der Hund muss immer an der langen Leine geführt werden, weil er außerhalb des Hauses stark in Stress gerät.
Er versucht immer, nach vorne weg zu laufen und rennt in das Leinenende. Dabei schäumt und lärmt er zudem.

Zusätzlich ist er eifersüchtig, verteidigt sowohl das Futter als auch die Halter gegen die anderen Hund im Haushalt.

User14 fragt, ob die Unruhe und Stressanfälligkeit ein Merkmal des N3 ist.

Zerafina
Ich bin ja in der umgekehrten Situation und gebe mir seit 4 Wochen sehr Mühe,
ein "guter" N3 zu sein.
Was tust du denn so als Menschen-NLH?
Dein N3 scheint seine Aufgabe als dein Wächter nicht besonders ernst zu nehmen.
Ist der N2 nicht vor dem N3? Und wieso soll der N3 hinter dich, wenn du doch der NLH bist?
Und musst du nicht für deine V3 der MBH sein oder gehst du getrennt?

User14
Beschreibt, dass der N3 nach vorne weg läuft, sobald er auch nur 1 m vor ihm geht. Der N2 des Users läuft hinter ihm und kümmert sich nicht um das Verhalten des N3, der V3 geht vor dem User14

Dreamcatcher
ich muss mal nachhaken- was passiert denn genau, wenn du ihn vor dir laufen lässt?
als NVH "arbeitet" man doch von hinten nach vorne oder?
warum muss der N3 dann hinter dem Menschen laufen?

User2 fragt ob die Schilddrüse untersucht wurde und erwähnt, dass sein N3 den Winter über an der Leine geführt wurde und nun im Freilauf sehr gut führbar ist.

Steinchen
ich würde an deiner Stelle auch zu aller erst mal die Schilddrüse
kontrollieren lassen.
Die Schilddrüse und Stress, das ist so eine Wechselwirkung. Ist sie unterhalb des Referenzbereiches kannst du dich anstrengen, wie du willst, du erreichst N3 nicht mehr.
Bei meinem N3 war es früher auch so und noch schlimmer. Seine Schilddrüsenwerte waren noch im Normal aber an der untersten Grenze.
Seine Verhaltensauffälligkeiten habe ich weitestgehend in den Griff bekommen in dem ich draußen nur durch Ruhe auf ihn eingewirkt habe. Hat er sich hochgefahren, haben wir angehalten, ich habe mich vor ihn gehockt, mein Knie vor seine Brust und meine Hand auf seine Brust gelegt, bis er sich beruhigt hatten. Dann kam es auch schon mal vor, das wir für 100 Meter Weg eine halbe Stunde gebraucht haben, weil ein Storch auf dem Weg stand und er immer nur am Singen und Schreien war.
Hinter mir laufen ging überhaupt nicht und bei mir behalten konnte ich ihn auch nicht.

Sah bei uns genau so aus. Er hatte vor Aufregung auch nur Schaum vorm Maul. Er läuft an der Flexi und die habe ich am Bauch oder an der Schlepp.
Er ist früher sogar immer hingefallen, weil er die Realität ausgeblendet hat. Ich habe mich oft einfach mal hingesetzt und gewartet ob er reagiert. Nur durch die Ruhe hat es fast ein Jahr gedauert, bis er mit mir gemeinsam entspannen konnte.
Zitat:
Er reagiert auch sehr eifersüchtig (beim Futter richten usw.) auf die anderen Hunde,
Ist bei uns auch so, deshalb füttere ich ihn schon immer getrennt. Hat Barbara auch mal irgendwo geschrieben, dass der N3 getrennt gefüttert werden soll.

Der N3 braucht einen Körper um sich und ich denke mit einem Davor stellen bei Außenreizen  gibst du ihm Sicherheit.
Bei uns ist es heute schon öfter so, das mein N3 sich automatisch an der Außenreiz abgewandten Seite positioniert.
Bis dahin war es aber ein langer Weg.

Ich finde es schon wichtig, das du mit ihm alleine gehst, weil er die anderen wirklich verrückt macht und du auch keinen Eckhund dabei hast, der dir mal helfen könnte.

Steinchen
Was mir dazu noch einfällt.
Akzeptiere ihn einfach so wie er ist.
Damit nimmst du dir und ihm erst mal den Druck raus.
Geh mit ihm spazieren und hänge ihn an die Schlepp und laufe einfach nur los und weiter nichts.

Sabuco
Du schreibst, du versuchst, ihn hinter dir zu halten.
Er wird nicht hinter dir bleiben, weil du es willst. Du kannst ihn nur von deiner Kompetenz überzeugen und erreichen, dass er bei Außenreizen von selbst hinter dich geht. Es muss einen Sinn für ihn machen. Er macht es erst, wenn er es für richtig hält.
Ich denke aber wie die anderen auch, dass er für seine innere Stabilität einen Körper hinter sich braucht. Er fühlt sich vielleicht allein gelassen, wenn du MBH für die anderen beiden bist. Dann klingt er sich aus und dreht im wahrsten Sinne durch, weil er keinen Halt hat. Vielleicht empfindet er das Nach-Hinten-Schicken von dir auch als Ausschluss aus dem Rudel und es demontiert ihn erst recht.
Du schreibst, dass er rennen will.
Das denke ich nicht. Dann wäre es nicht so stress beladen. Er versucht damit, etwas zu kompensieren. Da hilft nur, den Fehler heraus zu finden. Ob es die Schilddrüse, der fehlende NLH, eine Unstruktur oder was auch immer ist, wird sich aus der Ferne nicht sagen lassen.
Du schreibst, dass du nur mit ihm beschäftigt bist und ihn sehr viel fixierst, auch weil er Unruhe in den Lauf mit den anderen Hunden rein bringt.
Da kann ich mich Steinchens Rat nur anschließen: Schalte mal ab. Schleppleine dran und stell dir vor, du gehst ohne Hund spazieren, als hättest du gar keinen und entspann dich mal ganz bewusst.
Barbara hat mal geschrieben, dass Hunde, die ständig im Fokus ihres Menschen sind, sich nicht frei verhalten können. Wenn sie ständig angesehen werden, fühlen sie sich angesprochen und denken, etwas falsch zu machen.
Also lass ihn Hund sein und fixiere ihn nur, wenn es Sinn macht (bei Außenreizen). Er nutzt vielleicht zu Anfang eine große Distanz zu dir aber die Nähe kannst du nicht erzwingen. Er wird bei dir bleiben, wenn er merkt, dass deine Handlungen Hand und Fuß haben.
Wenn du Stehen bleibst und willst, dass er zu dir kommt, dann hock dich mal hin beim Fixieren.
Versuch nicht, ihn zu ändern. Wenn du gegen ihn an arbeitest, kommt ihr nie auf einen Nenner. Er zeigt mit seinem Verhalten nur einen Fehler an. Das heißt nicht, dass er der Fehler ist. Er würde sicher auch wollen, dass alles rund läuft, er weiß nur nicht, was dafür zu tun ist.

fellfreund
Schilddrüse würde ich auch mal checken (kann im Subklinischen Bereich gut homöopathisch behandelt werden), aber die Frage wo es herkommt bleibt.
Andauernde Stressbelastung kann denk ich auch ne Unterfunktion machen.
Mein N3 ist ja eher sehr introvertiert, leise und verkopft, was aber z.B. ihn echt stresst (äußert sich nur anders)ist Beobachtung. Wenn ich ihn Dauerfixieren würde, oh Gott ich mag es mir gar nicht vorstellen.
Vielleicht wäre es gut, wenn du ihn wirklich nur ganz punktuell fixierst wenn du auch wirklich ne Chance siehst das du ankommst, in Situationen wo er vielleicht nicht ganz so sehr hochfährt ihn auch für die Ruhe immer sozial bestärkst/abstreichst. Notfalls damit wirklich zuhause anfangen, damit er erstmal überhaupt merken kann was du gut findest.
Hat hier nicht mal jemand Stellungslaufen in der Wohnung angefangen....
und ich kann mir schon vorstellen, dass sein NLH ihm die nötige Sicherheit für Ruhe geben kann.
Und ab jetzt ist es dir nicht mehr peinlich dass er so laut ist, entspann dich. Bei meiner V2 hilft das.

fellfreund
Ach, und kann es vielleicht sein, dass seine Erwartungshaltung an Dummy-Arbeit etc. ihn so hochfahren lässt. Manchmal ist weniger mehr, vielleicht wäre Entzug hilfreich.

kristinmitpodi
Das ist bei meiner N 2 / N 3 - Kombination genauso (Anmerkung: N2 geht hinter Halter, N3 vorne raus). Ich denke, ohne NLH fühlt sich der N 2 nicht verantwortlich für den Nachrang, da es ja nur ein rudimentärer Nachrang ist.
Mit dem Wegdüsen ist bei uns an manchen Tagen auch, nur meine N 3 spricht ruhiger auf Korrekturen an als deiner.
An manchen Tagen muss ich gar nichts machen, sie läuft nicht zu weit vor, schaut sich immer um, kommt auch von selbst zu mir (ich arbeite aber immer noch mit Futterbelohnungen, sonst würde das nicht so gut klappen.)
Wenn sie so einen Wegdüs-Tag hat, kommt sie an die Flexileine. Auf Dauerkorrektur habe ich keinen Nerv. Gestern beim Workshop war sie auch so drauf, also habe ich sie nach ein paar Minuten angeleint.
Futterzusammenstellung hast du, glaube ich, schon einmal überdacht. Viel Protein oder viel Kohlenhydrate oder zu viel Mais führt ja bei manchen Hunden zu einer übersteigerten Aktivität.
Probleme mit der Schilddrüse werden ja heute (vor allem von gewissen Hundetrainern) als Ursache bei jedem ängstlichen oder gestressten Hund gesehen. Aber bei deinem N3 klingt es so extrem, dass es wirklich mal sein könnte. Aber ich glaube, du hast ihn schon mal testen lassen, oder? Wobei die Tests ja nicht immer zuverlässig sein sollen.
Bei so extrem gestressten Hunden soll ja ein Thundershirt und Tryptophanpräparate hilfreich sein. Normalerweise mag ich solche Maßnahmen nicht, aber wenn wirklich nichts anderes hilft.
Im Übrigen fandest du doch, dass er bei dem Workshop durch den NLH
sehr wohl ruhiger war als sonst. Warum meinst du jetzt, dass der "richtige" NLH ihm nichts bringen würde? Das Problem sehe ich eher darin, den "richtigen" zu finden.

User14
antwortet, dass die Schilddrüse mehrfach untersucht wurde und Forthyron gegeben wurde, ohne Verbesserung.
Auch das Futter wurde umgestellt. Gefüttert wird getrennt.
User 14 befürchtet, dass Wild der Auslöser sein könnte. Das Problem an der Schleppleine ist, dass der Hund permanent in die Leine hineinläuft. Der User schreibt, dass er den Hund so annimmt, wie er ist, das gestresste Verhalten ihm aber leid tut.
Die Dummyarbeit dient eher dazu, den Hund zu konzentrieren. Er ist nicht so heiß darauf, dass er deswegen so hochfährt

fellfreund
Könntest du mal beschreiben wie das Verhältnis/Verhalten zwischen V3 und N3
aussieht.
Wenn ich es richtig verstanden habe müsste hier die Dauerbelastung für den N3
liegen, auch wenn man es z.B. im häuslichen Bereich nicht merkt. Zumal wenn er seinen Eckhund nicht hat.
Bei meinem N3 äußert es sich anders, ist aber deutlich zu merken.

User14
Beschreibt, dass eine Hundetrainerin ihnen einen weiteren Hund empfohlen hatte, der Ruhe und Sicherheit bringen würde. Beim Spaziergang war N3 sehr angetan, zuhause dann allerdings wollte er den Hund nicht mehr bei sich haben. Leider hat sich dieser Hund als V3 entpuppt.

User 14 überlegt einen NLH aufzunehmen, fürchtet aber wieder etwas falsch zu machen und die Situation zu verschlechtern. Ein MBH ist nicht die 100 % richtige Wahl, da der N2 schon alt ist und ein MBH auch die Situation des N§ nicht direkt verbessern würde.

karosa
Man weiß nie genau, wie es wird. Dein V3 ist für Dein Rudel nur ein mäßiger Gewinn, obwohl sich mein N2 und meine V3 immer gut verstehen, möchte der MBH dieses Zusammenspielen der Beiden nicht.
Wenn Du also einen NLH hättest, wäre Dein N3 zufriedener, auf alle Fälle längerfristig, wenn evtl. nicht gleich am ersten Tag. Am Ende fehlt dann aber doch noch der MBH. Das war auch gestern in Hüttenberg der gefragteste Hund, hatte ich den Eindruck.
Vielleicht wäre für Dich der Umweg "Pflegestelle", also Hund auf Probe, ein passabler Weg zum Ausprobieren?

kage
Im Tierheim sitzen auch diese Stellungen und ob es der richtige NLH ist,
sieht man schon bei den Spaziergängen. Man muss die Tierheimleitungen
einfach auch davon überzeugen und wie wir gestern gesehen haben, kann
man auch da sehr viel bewegen. Gerade NLH - N3 Zuführung erwachsener
Tiere ist nicht einfach - aber man sieht sofort ob beide überhaupt hier Anfangsinteresse oder totale Ignoranz und Antipathie besteht.
Anschließend müssen die Halter einfach buddhistische Ausdauer besitzen,
dass diese Tiere den langwierigen Prozess der Bindung auch aufzubauen.
Aber einen Garantieschein können Dir nur die Tiere selber geben und Du
selber musst begreifen, dass gerade diese Stellungen ihre ganz individuelle
Entwicklungszeit brauchen.

***
Thema:• N3 auf dem Nachhauseweg
Quelle: Rudelstellungen.de
Datum: 01.03.12

Steinchen
Als wir gestern Nachmittag auf dem Nachhauseweg an eine Wegkreuzung
kamen, begegnete uns von rechts ein HH mit seinem Terrier.
Da N3 diesen Hund absolut nicht ausstehen kann, bemühte ich mich schnell weiter zu kommen und die Wegkreuzung auf dem Acker schnell zu verlassen.
Das schnell Weiterkommen und den Abstand vergrößern, gelang mir aber nur so weit, bis der andere HH mit seinem Hund auch abbog und direkt hinter uns in einem Abstand von ca. 50 Metern lief.
Von da an hatte N3 seine Augen nur noch nach hinten gerichtet und wollte nicht mehr mit mir mitgehen.
Ich erklärte ihm, dass ich den Hund gesehen habe, er uns aber nichts angeht.
Ich versuchte hinter N3 zu laufen um ihn vor mir zu haben um mich zwischen ihm und den Reiz zu befinden in der Hoffnung, das er dann weiter läuft.
Es half alles nichts, N3 war nur noch nach hinten orientiert und hat das mitgehen verweigert. Da der andere Hundehalter langsam am aufholen des Abstandes war, habe ich meinen N3 einfach mit mir mitgezogen, weil ich weiß dass wenn der Abstand noch geringer wird, er in die Leine geht und pöbelt, was ich verhindern wollte.
Ich fand es nicht richtig von mir, dass ich N3 so hinter mir hergezogen habe.
Mir fiel aber in dem Moment nichts weiter ein, was ich hätte anders machen können. Da ich mittlerweile auch schon die Häuser erreicht hatte, war für mich auch kein Platz mehr zum Ausweichen und Abstand halten gegeben.
Was kann ich das nächste Mal besser machen?

kage
Dein Fehler war - sofort als N3 begann Deine Entscheidung zu ignorieren - von Dir korrigiert gehörte.
Also Du gehst sofort hinter sie und nimmst sie an eine lange Leine. Will sie nach hinten schauen nimm den Spann Deines Fußes und korrigiere sie sofort durch leichtes Anstupsen des Spanns in ihre Seite und sage - nein - voran.
Dann warte dass sie sich selbst korrigiert - ignoriert sie das - sie dreht sich wieder so, dass sie den Hund hinter Euch wieder sieht, läufst Du so gegen sie dass Deine Schienbeine gegen ihre Brust drücken und läufst stur so weiter, sie wird zurückhüpfen und dann sage nur voran - geht uns nichts an.
Probiere es - sofort der erste Ignoranzpunkt musst Du treffen, da sie da sich
schon viele Abläufe angewöhnt hast, wirst Du vielleicht es am Anfang paar Mal machen müssen.
Später sage nur, wenn ihr Kopf nach hinten geht, lasse es einfach sein, ich bin da und es geht Dich nicht an, darum kümmere ich mich.
Immer sofort den Ignoranzpunkt erwischen und klar gegensteuern.

Steinchen
Danke Barbara
So hätte ich es wahrscheinlich auch gemacht, wenn ich die Zeit gehabt hätte.
Aber durch das näher kommen des anderen HH, geriet ich in Hektik und mir blieb nicht genug Zeit um richtig zu reagieren und mich durch zu setzen.
Deshalb griff ich eben in die Leine und zog ihn hinter mir her um erst einmal den Abstand zu vergrößern.
Während dessen zog MBH kräftig an der Leine, weil er schnell nach Hause wollte.
Ich war froh, das MBH davon nichts mitbekommen hat, denn er hätte N3 dann auch noch korrigiert und ich hätte ein Hundeknäuel an der Leine und der andere HH wäre in unsere Individualdistanz gelaufen. Und das wolle ich vermeiden.

kage
Dann weißt Du es ja selber - wie es geht. Aber probiere es mal an den Stellen wo N3 ähnliche Verhalten zeigt in anderen Außenreizen, wo eben kein Hund kommt. Dann übe es an dieser Stelle, so dass Du bei der nächsten Hundebegegnung dem N3 bereits beigebracht hast, was Du als NLH von ihr forderst.
Keine Aktion außer du bist damit einverstanden.
Kann man auch im Haus üben.
Überall dort wo N3 von sich aus agiert indem er stehen bleibt - schaut und hinrennen will.
Wenn sie merkt Du siehst auch alles was ihr auffällt und Du zeigst klare Entscheidungen, wird sie sich daran orientieren.
Nur Dein Problem ist - MBH - sollte dabei nicht den Partner verlieren.
Brauche Dir ja nichts sagen - mal wieder Spagat angesagt.

Sanne
Mal eine Frage: Gilt das auch für V3?
Wenn ich meiner V3 sage, alles klar, habe es gesehen, ist nicht unser Problem.
Wenn sie dann trotzdem noch hin will, auch korrigieren?

Kage
Natürlich, alle 3er Stellungen sind so gepolt eigentlich von der Geburt an, dass sie alles was Verteidigung ausmacht können – aber den Schalter eigentlich nur einschalten, wenn klare Kommunikation erfolgt ist, alles andere bedeutet der Hund nimmt den Menschen nicht als ernsthaften Führer.
Das bedeutet aber gleichzeitig, die hohe Wachsamkeit der 3er Stellung hat der Mensch aufzunehmen, zu bewerten und der 3er Stellung auch zu zeigen - war gut – war uninteressant, aber trotzdem danke.
Nicht nur befehlen, sondern aufmerksam den Hund auch in seinen Fähigkeiten zu beachten. Aber von alleine hat er nie aus dem Verband zu gehen, egal ob Hund-Hund oder Mensch-Hund.

Steinchen
Es klappt eigentlich schon super, dass sich N3 bei Außenreizen neben und hinter mir einordnet.
Auch im Haus korrigiere ich, aber ich brauche es kaum noch, weil der N3 weiß was er soll und was nicht.
Es ist alles wesentlich entspannter geworden. Auch der MBH ist sehr geduldig geworden mit mir und dem N3. Das werte ich als gutes Zeichen.

***
Thema:• N3 - gehetzt und gemaßregelt
Quelle: Rudelstellungen.de
Datum: 08.01.12 – 23.02.12

User20
Beschreibt, dass sein N3 meist sehr viel herumrennt und von Fremdhunden und auch vom MBH, mit dem er zusammenlebt, dafür gemaßregelt und ausgebremst wird.
Der User geht davon aus, dass dies an der Stellungsschwäche des Hundes liegt.

Steinchen
Das sieht bei uns ähnlich aus. Der MBH regelte den N3 zu Hause sehr oft und hat auch alle Ressourcen für sich beansprucht, sogar das Saufwasser.
Durch körperliches Blocken habe ich das dann geregelt und heute klappt es.
Auf Spaziergängen hält sich der MBH vor zu regeln, mische ich mich ein, werde ich korrigiert.
Lass ihn machen, es ist seine Aufgabe und er kann es besser. Bis der N3 begreift dauert es aber etwas länger.
Der MBH hat ja nur seinen N3 zum Arbeiten. Hätte er weitere Hunde, sähe das alles wieder anders aus.


User2
Sieht das Korrigieren des N3 nicht als Aufgabe des MBH und würde dies unterbinden.
User 2 verbietet seinem N3, im Beisein anderer herumzurennen, sieht dies auch als Aufgabe des N3s, den  menschlichen NLH zu schützen.

zwergschäfchen
Habe mir nach unserem Spaziergang heute noch mal Gedanken gemacht zu den N3.
Ich würde versuchen den N3 als NLH zu führen. D.h., ich würde versuchen den N3 von Anfang an auf dem Spaziergang vor mir zu positionieren.
Würde häufig versuchen ihn vor mir quer zu positionieren. Vielleicht hilft es, wenn man dabei in die Hocke geht und seine Unterarme dazu benutzt den N3 zu umschließen.
Anfangs ist es vielleicht besser den N3 mit Leine zu sichern, damit der sich nicht nach vorne aus dem Staub macht.
Würde mit einem N3 anfangs bestenfalls im 1m Bereich arbeiten.
Rauslaufen aus diesem Bereich würde ich erst zulassen, wenn ich mir sicher wäre, dass der N3 verstanden hat, dass er sich vor mich stellen soll wenn ich (als NLH) das Bedürfnis danach signalisiere.
Ich habe ja nun so gar keine Erfahrung mit N3's. Dass es so funktionieren könnte, kann ich mir vorstellen. Was ich für das schwierigste an diesem Vorgehen halte, ist diese unendliche Geduld aufzubringen als Mensch.

calua
ich bin ja noch nicht sicher, ob ich hier eine Hundeanhäufung von N3s habe.....
Fakt ist, dass, wenn ich allein mit ihnen gehe, alle drei vor mir "einrasten" im etwa 5-Meter -Abstand. habe ich nie mit ihnen geübt.
ich muss auch nicht irgendwie rufen oder etwas, sie machen das automatisch. gehe ich mit zwei Hunden, ändert sich das, je nach Konstellation....
gehen sie für meinen Geschmack zu weit vor, ist es sehr einfach, sie durch fixieren zurückzuholen.
Den Gedanken, Barbaras NLH nachzuahmen und die T-Stellung zu imitieren, hatte ich auch schon.
Das mag aber nur die Kleine weiße, die beiden Großen winden sich da herum und mögen das nicht. (sie mögen Berührung sonst schon) und lacht mich ruhig aus:
die beiden Großen mögen ihren Kopf an meinem Kopf stehen,
aber wenn ich mich mit meinem Kopf annähernd so positioniere, wie Canelo das macht mit passenden N3s, also so seitlich, dann gehen sie weg.

calua
kage hat mir damals gesagt, ich muss immer nach vorne verschließen.
hab ich seitdem immer so gemacht, wenn etwas von vorne kam, fremde freilaufende Hunde oder sonstwas. und ich hab dann entschieden, ob die Hunde hinlaufen dürfen oder nicht, nach den Reaktionen meiner Hunde.
Seitdem klappt das alles prima.
ich laufe ganz oft in Bögen um andere herum, wenn ich merke, das passt irgendwie nicht. Entscheiden muss ich selber. für die Hunde.
Zoff gab es nur dann seit dem, wenn ich auf einer freien Fläche spiele mit den
Hunden, z.b. im Schnee vor kurzem, und dann kommt ein fremder Hund angeprescht, und ich sehe den später als meine Schwarze

User6
Bemerkt, dass dem N3 sowohl die Stellung vor ihm als auch hinter ihm fehlt und dass dies nur über Erziehung zu führen ist.

kage
Einen N3 bekommst Du nur stellungsstark wenn Du als NLH ihn sicher führst. Aber dauerhaft kannst Du es nicht. Hat er keinen Eckhund hinter sich, dann ist er dauerhaft in geschwächter Position. Er ist ein niemand ohne NLH.

User 14
Verzichtet daher soweit als möglich auf Fremdhundekontakt mit seinem N3

calua
Mir ist klar, dass jeder Hund als Individuum anders agiert und reagiert, aber könnte man dennoch diese letzte Aussage von kage - mit Ausnahmen natürlich - generell auf N3 ohne ihren NLH dahinter beziehen?
Bekommen N3. die ohne Eckhund leben, eher oft eins "auf die Mütze"?

kage
Ja da hast Du Recht, alles was ich geschrieben habe bezieht sich auf eine isolierte Haltung dieser Stellung. Aber auch nur dann wenn der Mensch sich nicht richtig positioniert hat für diesen Hund. Normal wenn der Mensch es zuläßt nimmt sich der N3 den Menschen als seinen NLH und dann ist er alles andere als ein Mobbingopfer. Gegenteil hohe Aggression wenn er niemanden vor sich hat.
Auf Deine letzte Frage: Ja - werden dann oft verwechselt mit diesen Mobbinghunden, die ja so andere Hundefachleute erkannt haben. Aber es gibt keine Mobbingstellung, außer es ist ein Fehler im System der Erkenntnisse.

kristinmitpodi
Bei meiner N3 ist es so, dass sie auf einem Spaziergang meist auf jeden fremden Hund aggressiv draufgehen will. Wir treffen meist nur ein, maximal zwei Hunde pro Tag.
Daher lasse ich sie nicht zu ihr fremden Hunden hin, es sei denn, sie verhält sich entspannt und freundlich, was ab und zu vorkommt, oder zieht gar hopsend vor Freude zum anderen Hund hin. In diesen Fällen hat sie noch nie eins auf die Mütze bekommen, der andere Part war entweder sehr angetan von ihr oder verhielt sich neutral - abwartend.
Von Hunden, die sie kennt, bekommt sie auch nie eins auf die Mütze. Sie verhält sich aber auch in kleinster Weise aufdringlich oder sonst wie auffällig.
In großen Windhundausläufen läuft sie "unsichtbar", will heißen, sie bewegt sich in ruhigem Trab und (scheinbar?) völlig unbeeindruckt und wird auch nicht behelligt von anderen Hunden. Nähert sich einer ihr, tut sie so, als wäre der gar nicht da. Ich gehe aber auch nur zu solchen Ausläufen, bei denen die Aufsicht funktioniert und jede unfaire Hatz sofort beendet wird. Somit gibt es dort auch keine Hunde, die wild pöbelnd auf alles, was schwächer scheint, losstürzen.

kage
Dein N3 hat sich Deinen Körper als NLH genommen. Hatte noch meinen vorherigen Beitrag ergänzt. Weil mir aufgefallen ist, dass der Mensch dort eine wichtige Funktion einnehmen kann.

Steinchen
@Zwergschäfchen
Die gleichen Gedanken habe ich mir auch schon gemacht.
Ich möchte für meine N3 der NLH sein.
Wie kann ich das erreichen? Ich würde zu Hause anfangen wollen, denn zu Hause benimmt er sich wie ein N3, draußen dagegen wie ein V2.
Meinen N3 kannst du draußen nicht dauerhaft im 1 Meterbereich führen.
Nicht einmal der MBH schafft es, ihn nach hinten zu korrigieren.
Er war gestern nur im Jagdmodus und hat alles andere ausgeblendet.
Laufen wir nur mit MBH, N2 und N3 hast du ein ganz anderes Bild.
Zwischen den Hunden ist ein Magnet und sie bleiben dicht zusammen. N3 wird vom MBH fixiert und beim Zurückkommen vom MBH und N2 korrigiert. Den N3 kannst du auswechseln und hast trotzdem das gleiche Bild.

kage
Er macht aber notgedrungen diese Rennerei bereits im Vorfeld, dann entgeht er dem Automatismus ohne NLH eine auf die Mütze zu bekommen.
Dein Hund ist klug - aber nicht im Sinne der Stellung richtig. Aber würde ihm auch keine ruhige Begegnung ohne NLH zumuten. Außer es ist ein NLH.

User20
Schreibt, dass Barbara sich die Hunde noch einmal angesehen hat und der Meinung ist, dass der MBH den N3 zu stark korrigiert. Sie wird in Zukunft einschreiten.

User25 schreibt von ihrem N3, der ein völlig in sich ruhender Hund ist und nie gemaßregelt oder gemobbt wurde.
User 25 erlaubt so gut wie keinen Fremdhundekontakt.

kage
Du kannst bei Deiner Schilderung davon ausgehen, dass dieser Hund mal einen NLH hatte, also in seiner Stellung gelebt hat.
Sonst ist es nicht möglich, so zu werden. Hätte er keinen NLH gehabt, hättest Du einen N3 mit den ganz normalen Schilderungen an Unsicherheiten und somit Mobbingopfer.


Steinchen
Zitat von Kage:
An alle Hundehalter mit  den Stellungen MBH und N3:
Bitte darauf achten, dass der MBH sich nicht an den N3 abarbeitet und ihn ständig korrigiert.
Sofort unterbinden. Der N3 verweigert sich sonst.
Zum gezielten zurückholen kann der Halter den MBH 1-2 Mal schicken, pro Spaziergang, aber bitte mehr nicht.
Lieber versuchen als Mensch um den N3 so zu positionieren, damit der Hund überhaupt nicht so weit raus läuft.
Fehlbesatz ist auf Dauer einfach nicht gut für die Hunde.
Der MBH hat keine direkte Weisungsbefugnis auf den N3.

Das gilt hier ja für uns.
Eigentlich sollte ich es ja zu lassen. Habe aber dann angefangen kleine Dinge
zu regeln, weil mein N3 nur noch die Luft zum Atmen geblieben wäre. Das heißt ich fing an die Ressourcen zu regeln.
Dann stellte ich fest, das mein N3 resistent gegen die Korrekturen meines MBH reagiert.
Entweder gab MBH genervt auf, oder er korrigierte massiv.
Da mir weder das eine noch das andere an Korrekturen gefiel, habe ich eingegriffen und den N3 in Position gebracht.
Ich finde, dass es dadurch wesendlich entspannter läuft zwischen meinen beiden Fehlbesetzungen und mein N3 seit dem anfängt auch öfter Stellungsverhalten zu zeigen.

Steinchen
Läuft der N3 vor, bleibst du einfach stehen und fixierst ihn zu dir zurück. Bleibe einfach stehen wie eine Statue oder wie ein NLH. Erst wenn der N3 bei dir ist gehst du los und achtest darauf dass er zumindest ein Stück bei dir bleibt.
Wenn du das mal eine zeitlang machst, wirst du merken, das der N3 sich automatisch nach hinten orientiert und der Vorrang keine Grund zum korrigieren hat.

Wenn du zu Hause anfängst in kleinen Schritten, wie ich es dir beschrieben habe, wirst du es auch draußen bald leichter haben.

Thema:  Fremden N3 erkennen
Quelle: rudelstellungen.de
Datum: 14.02.12

Xavi:
wie kann ich auf Spaziergängen einen N3 am besten erkennen?
Welches Verhalten zeigt er, wenn er einzeln unterwegs ist oder dann auch auf andere Hunde trifft?
Was ist typisch für einen Alltag mit N3 -> was hätte der andere HH mir eventuell über seinen Hund zu berichten?

User1
Berichtet dass ihr N3 sich körperlich sehr freut, zum NLH hin möchte, aber in höflichem Abstand abbremst. Auch versucht er Blickkontakt aufzubauen. Wird ihm vom NLH erlaubt, näher zu kommen, entspannt sich dieser anschließend.

kristinmitpodi:
Bei meiner N3  ist es so, dass sie sehr angespannt ist, wenn ein fremder Hund entgegen kommt und angreifen will. Daher leine ich sie an und sie darf keinen Kontakt haben. Manchmal kommt es vor, dass sie plötzlich locker wird oder sogar freudig wedelt oder hopst und unbedingt zum anderen hin will... Ob das dann ein NLH ist, weiß ich natürlich nicht, könnte aber sein.

kage
Sie wird dahin gehen, wo sie sich sicher fühlt. Die 3er Stellungen haben kein sehr tolerantes Wesen, das wäre auch kontraproduktiv zu ihrer Stellung. Es muss einfach passen.

***

Thema: N3 trifft auf Doppelbesatz und soll diesen ignorieren
Quelle: Rudelstellungen.de
Datum: 05.02.12

Userin1
Beschreibt ihren N3, der wenn er beim gemeinsamen Spazierengehen mit anderen Hunden auf Doppelbesatz trifft, nicht mehr über Kommandos geführt werden kann. Sie möchte wissen, wie sie ihrem Hund beibringen kann, souverän zu reagieren, wenn er auf Unstruktur trifft, da er ihrer Meinung nach versucht, zu reparieren, was sich nicht reparieren lässt, indem er permanent rennt, versucht den anderen Hund zu stoppen, hinter sich zu bringen, und bellt.

kage
Ihm keinen Doppelbesatz zumuten.
Was sollen denn da für positive Arbeitsabläufe herauskommen. Der Hund ist jung. Er spult einfach aus seiner Stellung seine Arbeitsabläufe ab. Souveränität erreicht man dadurch, dass man als Mensch klar dem Hund zu verstehen gibt.
Doppelbesatz, der kümmert uns nicht.
Der Mensch NLH geht hin und schickt den Doppelbesatz weg, genauso wie das jeder souveräne Hund NLH auch macht. Baut sich auf und knurrt den Doppelbesatz weg. Ist dieser resistent und infantil, wird er richtig raus getrieben.
Du hast einen Bindehund der aus seiner Stellung Befehlsempfänger und Befehlsausführer ist also nur auf Anweisung reagiert und nur so wird er souverän.

Karosa
 Der N3 tut doch, was sein NLH ihn machen lässt. Wenn kein "echter", also hündischer NLH da ist, möchtest Du sicher der NLH sein.
Es ist immer schwierig, einen Part aus den Rudelstellungen als Mensch zu ersetzen, das geht nur mäßig. Normalerweise ist man bei Hundebegegnungen nicht in der Lage zu erkennen, welche Position der andere Hund innehat und ich wüsste auch nicht, wann ein guter NLH schickt und wann ein N3 jeweils nicht geschickt wird.

Als Menschen-NLH hast Du nur die Möglichkeit, nach Kontaktaufnahme an dem Verhalten der Hunde zu sehen, ob sie sich etwas zu sagen haben oder nicht. In der Vielzahl der Begegnungen wird das, wenn man der Wahrscheinlichkeitsrechnung geht, eher nicht der Fall sein.
Sollte man es also weniger oft zu Begegnungen kommen lassen?
Für mich als Mehrhundehalter haben Hundebegegnungen weniger Wichtigkeit als für Einzelhundehalter, denke ich. Meine Hunde untereinander haben den ganzen Tag über die vertrauten anderen Hunde bei sich.

Hundebegegnungen erlebe ich selten als Bereicherung für meine Hunde, eher als Ansage meiner Hunde an die anderen, dass sie fernbleiben sollen, so habe ich persönlich das Gefühl. Allerdings ist der Erfolg dieser Kommunikation, wenn die anderen Hunde abdampfen, doch wieder eine positive Wendung, die meine Hunde zufrieden zurücklässt.

MiwaMiwa
Das klingt so, dass dein N3 für sich arbeitet und nicht für dich…
Er muss eigentlich für dich (Menschlicher NLH) arbeiten, wenn er keinen NLH hat.
Nimmt dein N3 dich als NLH an?

ich denke, wenn du ohne NLH nur mit dein N3 unterwegs bist, musst leider immer als NLH laufen. Wenn du jedes Mal deinem N3 erklärst, wird er irgendwann zuerst dich Fragen und folgt dein Befehl. und bis dahin dauert es einfach.
Wenn du jetzt Spaziergang mit Doppelbesatzung machst, machst du alles kaputt, was du bisher gearbeitet hast…
Ich kann mir vorstellen
Wenn dein N3 mit „Arbeit mit den stellungsstärkeren Hunde“ viele seine positive Erfahrung macht, lernt er von sich selbst, was sich lohnt und was sich nicht lohnt.

Ich würde an deiner Stelle ihm auf keinen Fall Doppelbesatz oder Fehlbesatzung zumuten und würde aus dem Weg gehen.
Wenn es möglich ist, würde ich nur mit passenden und stellungsstarken Hunden oder passende und Stellungsfähige Hunde spazieren gehen…

Vielleicht kannst du im Alltag so üben??
Im Alltag begegnet man oft gleichen fremden Stellungshunden.
Dort kannst du vielleicht zuerst Üben.
Du gehst aber als NLH und sagst dein N3:
„nein. Der andere Hund hat gleiche Stellung, wie deine und da gehen wir nicht hin“
Wenn dein N3 das verstanden hat und akzeptiert hat, kannst du vielleicht mit genügendem Abstand parallel zu dem fremden N3 laufen.
Wenn dein N3 jedes Mal zu anderem N3 gehen will, sagst du ihm als NLH
„nein“.
Wenn du das ohne mühe kannst, kannst du vielleicht in einer Gruppe (ohne Struktur) mit deinem N3 mitgehen

Aber du musst in der Gruppe als NLH laufen und hart als NLH arbeiten.
(ohne Kommandos. Z.b abrufen usw.)
1. Den anderem N3 von deinem N3 fernhalten.
2. Deinen N3 von anderem N3 fernhalten.
3. Fordern deinem N3 seine Arbeit mit dir(NLH)
Ich kann mir vorstellen, dass es sehr sehr anstrengend für dich als NlH wird
und du eigentlich kein Spaß bei dem Spaziergang hast…

kage
DOPPELBESATZ BEI HUNDEN GEHT NICHT.
Egal was die Hunde den Menschen zeigen. Es belastet die Hunde und ist kontraproduktiv für das gesamte Rudelstellungswissen.

Sanne
Die zentrale Frage, die dieses Thema für mich aufwirft, ist diese:
Wie kann ich im Alltag dafür sorgen, dass mein Hund nicht mit stellungsgleichen Hunden in Kontakt kommt, wenn ich selbst die Stellungen der fremden Hunde nicht einschätzen kann?
Für mich mag es noch einigermaßen einfach sein, was nach vorrangigem Bindehund aussieht, ist nichts für uns, weil V2 und V3 schon besetzt.
Eigentlich ist aber auch eine Begegnung mit nachrangigen Bindehunden für uns nicht gut, wenn kein MBH dabei ist.
Also eigentlich kann ich davon ausgehen, dass meine Hunde zu 90% der Hunde, denen wir begegnen, keinen Kontakt haben sollten?
Ich muss sagen, ich finde das ein bisschen schwierig. Das kollidiert für mich sehr mit meiner vorherigen Sichtweise, der Hund muss regelmäßig Kontakt auch zu fremden Hunden haben, um den Umgang mit Fremdhunden zu "üben".

karosa
Für mich wäre es auch schwierig, ich habe das noch nicht so drauf, die Stellungen zu erkennen.
Aber die Hunde können es in der Regel ganz gut. Wenn Du Deinen Hund genau beobachtest, kannst Du sehen, welche Begegnung "gut" ist und welche nicht (Try and Error). Negativ sind ja weniger die Zusammentreffen von nicht passenden Hunden, sondern das Zusammenbleiben, das die Hunde dann in Schwierigkeiten und Stress bringt.

kage
Es gibt für mich selber eine gute eigene Stellungsbasis um meinen Hund auch seine Kommunikationsfähigkeit zu ermöglichen.
Ich achte sehr darauf, wenn ich andere Hundehalter begegne, dass meine eigene Tabuzone und die des anderen Halters nicht zu nahe kommt.
Gehe häufig im leichten Bogen so, dass ich auch Abstand zum Halter habe.
Damit ermögliche ich gleichzeitig meinem Hund nicht mit unserer gemeinsamen Tabuzone in Konflikt zu geraten.

***
Thema:   Ist sie wirklich ein N3?
Quelle:   Rudelstellungen.de
Datum:   14.02.2012


Eine Teilnehmerin eines Workshops kann die Einschätzung von Barbara an einem ihrer Hunde nicht nachvollziehen.

User 25 aus Rudelstellungen.de antwortet auf Zitat
das Zitat von User 23:
"Ist N3Doppel evtl. ein NLH Schläfer,oder ein bekloppter VLH!
das sie dies nicht sagen kann. Sie ist nicht glücklich mit der Einschätzung als N3, da sie das Verhalten von N3Doppel nicht aus der Beschreibung erkennen kann (lässt sich nicht nach hinten korrigieren). Die Einschätzung ihrer anderen beiden Hunde kann sie nach vollziehen.

User 20 aus Rudellstellungen.de
kann das verstehen. Das Gleiche kennt sie von ihrem N3. Dieser ist stellungsschwach und lässt sich von ihrem MBH nicht korrigieren. Nur beim Wächtern sieht sie in ihm den N3. User 20 stellt fest, das es schwer zu sehen ist, vor allen Dingen auch, weil kein komplettes Teilrudel vorhanden.

calua
Ist es nicht so, dass ein Hund, dessen Stellung schon besetzt ist, kaum mehr Abläufe aus seiner Stellung heraus zeigen KANN?
Ich denke, wenn zwei N3 bei dir leben, dann wird einer in dieser Stellung leben und der andere nicht. und daraus resultiert doch dann, dass dieser Hund untypische Dinge zeigt.
So hatte ich es verstanden.

kristinmitpodi
Ich hatte beim Workshop schon gesagt, dass der N3 genau wie meine Gwenda ist - der N3 ist einer der Hunde, die ich sofort als N3 erkannt habe, einfach deswegen, weil ich meine N3 in ihnen wieder erkannt habe.
Immer, wenn ich einen Hund als N3 erkannt habe, war es auch einer bzw. er wurde von Barbara auch so eingeschätzt.
(Bei den meisten Hunden sehe ich allerdings nix.)

User 7 aus Rudelstellungen.de
merkt an, dass Canelo sich nie irrt. Er hat N3Doppel als N3 erkannt.

Zerafina
Kristin,
kannst du das ein bisschen beschreiben? Mein Lieblingsthema! Was genau hast du als "Laie" gesehen, was deine Einschätzung ausmachte?

User 26 aus Rudelstellungen.de
interessiert das auch und fragt woran Kristin soforte einen N3 erkennt.

kage
@ User 25
Mir ist klar, dass Dir meine Einschätzung nicht einleuchtet, aber glaube mir, es ist ein N3.
Aber wo soll er denn hin?
Er hat keine Ambitionen in die freie N2 Stelle zu gehen, weil er dann von dem anderen N3 eines auf die Mütze bekommt.
Eckhundestellung, in die geht nie eine 3erStellung.

V3 ist die einzige Reparaturstellung bei Doppelbesatz in die N3 normal reingeht, ist aber bei Dir besetzt. Was bleibt ist die Flucht nach vorne und da isoliert er sich dermaßen, dass Du wenig Chancen hast hier den Hund noch anzusprechen. Da vorne ist er auffällig und hören wird er nie, wenn er von Dir in die Nähe der anderen Hunde gerufen wird. Er ist doch nicht lebensmüde, da vorne hat er Ruhe. Doppelbesatz wie bei Dir - ist und bleibt - negativ.

Aber von mir aus denke einfach, ich habe mich geirrt. Aber damit hast Du auch nichts verbessert.
Gerne kannst Du auch nochmals mit anderen Hundestellungen laufen, aber glaube mir, damit bekommst Du sein Verhalten nicht erklärt und abgestellt.
Und glaube mir, wenn Canelo nicht dermaßen stellungsstark wäre, sondern ein stellungsschwacher NLH, dann hätte sich Dein Hund nicht gleich selber korrigiert, sondern es wäre zu einer längeren Auseinandersetzung gekommen.

Für mich ist es das ganz normale Verhalten bei Deiner Konstellation. Und ich kann Dir nur raten, den Hund nicht nach hinten zu bringen, sonst hast Du im eigenen Bestand richtig Troubel.
Höre auf Deinen Doppelbesatz. Er macht es richtig, nicht auf Dich zu hören, wenn Du ihn nach hinten bringen willst.

Hoffe ich konnte Dich ausführlich aufklären, so dass es Dir klarer wird.

kristinmitpodi
Zitat von Zerafina:
"Kristin,
kannst du das ein bisschen beschreiben? Mein Lieblingsthema!
Was genau hast du als "Laie" gesehen, was deine Einschätzung ausmachte?"
Ich erkenne meine eigene N 3 in diesem Hund wieder. Die Art zu schauen, sich zu bewegen (in diesem Fall zu attackieren ). Sehr hilfreich, fürchte ich.

User 25 aus Rudelstellungen.de
erklärt, das N3Doppel von ihr korrigiert wird, nicht von ihren anderen Hunden, welche den N3Doppel respektieren. User 25 kann an der Reaktion auf ihre Korrekturen keinen N3Doppel erkennen und N3Doppel ist nicht dazu zu bringen, hinter ihr zu laufen, auch wenn sie allein unterwegs sind.
 
calua
Die Antwort in Bezug auf deine "Korrekturen" an ihr hat Kage ja schon geschrieben weiter oben.
Sie isoliert sich nach vorne und das ist der einzige Ausweg für sie, weil N3 besetzt ist und die "Beam"-Position, die nur in Frage käme für einen N3 - der V3 - ist schon besetzt.

Steinchen
Zitat User 25
"Sie ist nicht glücklich mit der Einschätzung als N3Doppel, da sie das Verhalten von N3Doppel nicht aus der Beschreibung erkennen kann (lässt sich nicht nach hinten korrigieren."
Hier sehe ich definitiv meinen N3 beschrieben.
Ich sage immer, er ist zu Hause ein N3 und draußen benimmt er sich wie ein N2.
Er ist blitzschnell immer vorne oder weit weg von mir. Läuft mal ein N2 mit ist sein Abstand zu uns deutlich geringer. Wenn ich denke er ist hier, ist er schon wieder dort. Korrektur resistent ohne Ende, so dass ich mich schon oft gefragt habe "will er nicht oder kann er nicht".
Das hinter mich bringen klappt manchmal ein bisschen aber nur für kurze Zeit. Dafür habe ich aber auch sehr lange gebraucht. Bin ich mal einen Moment nicht konzentriert, ist er wieder vor mir.

Er hat draußen nur die Nase am Boden und die Ohren auf Durchzug. Blickkontakt und soziale Gesten fast Null. Er hängt fast immer mit der Flexi bei mir am Bauch. Wenn die Leine schon
straff gespannt ist, springt er noch nach Mäusen, so das ich fast einen Salto mache. Durch die straffe Leine bin ich in meiner Bewegungsfreiheit in Bezug auf meinen uns noch begleitenden MBH sehr eingeschränkt.
Und ich habe keinen Doppelbesatz und keinen V3.
Zu Hause ist er dann wieder das totale Gegenteil. schüchtern, zurückhaltend, schreckhaft und anhänglich wie mein Schatten.

kage
Dann sehen wir doch mal das ganze von Deiner Seite.
Sage mir was Dein Hund für Dich für eine Stellung hat und erkläre mir seine Verhaltensweisen.
Da es immer möglich sein kann, dass ich mich vertue, da Fehlstellungen im Bestand Automatismen sich aneignen aus ihrem Reparaturbedürfnis. Ich bin kein Hellseher und habe auch kein Problem mich zu korrigieren.
Aber wichtig wäre, dass das Fremdhunde auch bestätigen können.
Das Du einen Status Quo hast unter Deinen Hunden und der, der am mutigsten ist aus der hinteren Stellung sich nach vorne beamt, hat für mich eine logische Konsequenz, dass dieser Hund auch damit sich dominanter verhält. 3er Stellungen gehen nicht gerne aus ihrer Stellung und müssen sie
es machen, dann ist es mehr als mutig für sie.

Aber das erklärt eben auch seine Auffälligkeit Fremdhunden gegenüber.
Stellungsfähige Hunde die in ihrer Stellung auch leben, sind souverän und abgeklärt. Ich sah einen Hund, der alles tut den bei Dir geschaffenen Status Quo von keinem fremden Hund durcheinander bringen zu lassen.
Und jede Stellung von außen, birgt bei Dir die Gefahr den geschaffenen Status in Frage zu stellen.
Aber da Du Deinen Hund täglich erlebst sage einfach Deine Meinung.

User 25 aus Rudelstellungen.de sieht
N3Doppel eher im V-Bereich. Lauter, schneller, weniger zu beeindrucken und stärker in allem was sie tun als Hunde aus dem N-Bereich. Merkt aber an, das sie keinen Hund in Stellungen einordnen könnte und auch nicht vor hat. Des weiteren macht sie die Auffälligkeiten an der Rasse fest. Ihre Rasse neigt dazu die Weltherrschaft über alle Hunde an sich zu reißen. Auch werden Defizite in der Erziehung und Sozialisation gesehen.

Steinchen
@User 25
hast du deinen N3? mal mit einem MBH laufen lassen?
Ich kann an den Korrekturen des MBH sehr gut ablesen, wenn ein N3 vor mir steht.

User 1 aus Rudelstellungen.de sieht
die Schwierigkeit in der Menge der möglichen Auffälligkeiten die sich entwickeln können, wenn in einem Verband Doppelbesatz vorhanden ist. Weiterhin merkt sie zu dem
Zitat User 25
"das N3Doppel von ihr korrigiert wird, nicht von ihren anderen Hunden, welche den N3Doppel respektieren".
an, das die Information, hilfreich wäre, wie das Respektieren der anderen Hunde aussieht, um die Zweifel nachvollziehen zu können..
User 1 kennt es von ihrem N3, das dieser hin und wieder Korrektur resistent ist. Die Erfahrungen zeigen ihr, das ihre Korrekturen oft nicht angebracht waren.

kage
Zitat von Steinchen:
@User 25
hast du deinen N3? mal mit einem MBH laufen lassen?
Ich kann an den Korrekturen des MBH sehr gut ablesen, wenn ein N3 vor mir steht.
Ich denke ganz so einfach ist es bei diesem Hund nicht. Er spielt Vorrang und ich nehme an, sehr viel deutlicher als der reale N3.
Du bräuchtest unbedingt dazu einen NLH und einen N2 um ihm die Chance zu geben sich selber zu korrigieren. Ist er alleine wird er einfach voraus laufen und somit sich dem MBH entziehen. Er wird es mit Aggressivität sonst durchsetzen.
Habe ich mich nicht geirrt, hat er aber eine Möglichkeit sich in Sicherheit zu bringen durch Selbstkorrektur.
Habe ich mich geirrt, ist vorne alles frei für ihn und er kann mit dem MBH arbeiten.

User 25 aus Rudelstellungen.de erklärt
das ihr N3Doppel in allem, was die anderen vorhandenen Hunde angeht bestimmt (Liegeplatz, wer darf sich User 25 nähern -was unterbunden wird-, rempelt, was die anderen Hunde bei ihr nicht dürfen). Korrekturen von User 25 touchieren, ins Fell greifen, also alles was taktil ist) gibt es eher nur bei Fremdhundebegegnungen (pöbeln und wenn sie könnte wie sie wollte mit ernster Beschädigungsabsicht).

kage
Zitat von User 25
"sieht N3Doppel eher im V-Bereich. Lauter, schneller, weniger zu beeindrucken und stärker in allem was sie tun als Hunde aus dem N-Bereich. Merkt aber an, das sie keinen Hund in Stellungen einordnen könnte und auch nicht vor hat und macht die Auffälligkeiten an der Rasse fest. Eine bestimmende Rasse neigt dazu die Weltherrschaft über alle Hunde an sich zu reißen. Auch werden Defizite in der Erziehung und Sozialisation gesehen".
Ich finde es immer traurig, wenn man Auffälligkeiten bei Hunden auf die Rasse schiebt. Natürlich sind das taffe Hunde, aber niemals aus der Rasse auffällig und unsozial, wenn die Stellung im Besatz stimmt.

Das diese Rasse Fehlverhalten der Menschen aus Unwissenheit der Stellungen der Hunde deutlicher zeigen ist mir klar, aber glaube mir, dieses Verhalten lässt sich automatisch wieder abstellen, wenn der Hund in einem für ihn richtigen Verband leben könnte. Da muss auch der Mensch nichts
deckeln.
Taffe Rassen mit Bindehundstellung benötigen die Eckhunde noch nötiger und brauchen viel wichtiger noch die Disziplin nicht doppelt besetzt zu werden.
Dann sind das genauso ausgeglichene und souveräne Hunde wie die anderen Rassen auch.

User 25 aus Rudelstellungen.de überlegt
ob nicht evtl. der andere, vorhandene N3 ein N2 ist und N3Doppel dann kein Doppelbesatz sondern einfach nur verkorkst, und möchte auf jeden Fall noch an einem Workshop teilnehmen.

Sabuco
Du beschreibst hier genau meinen N3 wie er früher war.
Heute ist er um 180° anders. Das kam vor allem durch die Ruhe, die ich mir (über lange Zeit) angewöhnt habe. Auch dadurch, dass ich ihn draußen vor anderen Hunden schütze und mittlerweile merkt er, dass ich das mit den Stellungen immer besser drauf habe und vertraut mir nun 90% mehr als früher.
Leider wird sich das auf dich nicht 1 zu 1 übertragen lassen, weil Doppelbesatz eben eine Sondersituation ist.

User 25 aus Rudelstellungen.de erklärt auf das folgende
Zitat von kage:
Zitat von User 25
sieht N3Doppel eher im V-Bereich. Lauter, schneller, weniger zu beeindrucken und stärker in allem was sie tun als Hunde aus dem N-Bereich. Merkt aber an, das sie keinen Hund in Stellungen einordnen könnte und auch nicht vor hat.
aber glaube mir, dieses Verhalten lässt sich automatisch wieder abstellen, wenn der Hund in einem für ihn richtigen Verband leben könnte. Da muss auch der Mensch nichts deckeln.
das sie Verhaltensauffälligkeiten nicht nur in falscher Besetzung sieht und es ist ihr auch nicht möglich 7 Hunde zu halten.

Dreamcatcher
Was mir gerade einfällt zum Doppelbesatz: wäre es nicht möglich, mit den Hunden getrennt zu gehen und dann zu schauen, wie das ganze läuft? Also ein Hund Doppelbesatz bleibt zu Hause, während Frauchen mit den zwei anderen Hunden geht. Vielleicht könnte man so schon mal Ruhe
hinein bringen.
Und danach wird halt getauscht.

User 25 aus Rudelstellungen.de antwortet
das Einzelspaziergänge keine Veränderung bei N3Doppel zeigen.

kage
Zitat von Dreamcatcher:
Was mir gerade einfällt zum Doppelbesatz: Wäre es nicht möglich, mit den Hunden getrennt zu gehen und dann zu schauen, wie das ganze läuft? Also ein Hund Doppelbesatz bleibt zu Hause, während Frauchen mit den zwei anderen Hunden geht. Vielleicht könnte man so schon mal Ruhe hinein bringen.
Und danach wird halt getauscht.
So einfach ist es leider nicht. Automatismen stellen sich bei Hunden nicht ab. Sie wissen doch, dass zu Hause der Rest wartet und ein einmal geschaffener Zustand, der keine interaktiven praktischen Auseinandersetzungen im Bestand mehr hat, werden zwanghaft aufrecht erhalten.
Probiere es als N2 - mit den passenden Hunden vor und hinter ihm.

Sanne
Zitat  User 25
"das ihr N3Doppel in allem, was die anderen vorhandenen Hunde angeht bestimmt (Liegeplatz, wer darf sich User 25 nähern -was unterbunden wird-, rempelt, was die anderen Hunde bei ihr nicht dürfen)"
So ist meine Yeli V3 auch gerne gegenüber Goethe V2.

Ich glaube wenn die Hunde nur lose zusammen leben ohne Rudelverband, dann entsteht eben einfach Chaos und irgendeiner setzt sich irgendwie durch.

Ich denke da sollte man keine zu großen Rückschlüsse daraus ziehen wollen. Das mit dem einzeln spazieren gehen wird sicherlich nichts bringen. Meine Hündin V3 ist ja auch problematisch mit anderen Hunden. Sie ist so, seit V2 bei uns lebt (bzw. da hat es angefangen sich zu entwickeln). Egal ob er auf dem Spaziergang mit dabei ist oder nicht.

Sanne
Zitat User 25
"ob nicht evtl. der andere, vorhandene N3 ein N2 ist und N3Doppel dann kein Doppelbesatz sondern einfach nur verkorkst, und möchte auf jeden Fall noch an einem Workshop teilnehmen"

Ich verstehe den Wunsch total, keinen Doppelbesatz zu haben. Natürlich ist es sehr schwer, zu akzeptieren dass es nun mal so ist und dass es für die Hunde aus Sicht der Rudelstellungen nicht sinnvoll ist zusammen zu leben.
Ganz klar.
Aber ich denke, du siehst doch so oder so an dem Verhalten deiner Hündin, dass etwas nicht ok ist.
Normalerweise würde man das als "einfach verkorkst" bezeichnen, aber mit Barbara und den Rudelstellungen hast du die Chance, ihre Probleme wirklich zu VERSTEHEN. Ist doch eigentlich eine sehr gute Sache.
Auch wenn die Konsequenzen daraus (nicht nur bei Doppelbesatz) nicht die sind, die man sich erhofft hätte.
Geh doch ruhig nochmal zu einem Workshop. Vielleicht ergibt sich ja auch die Möglichkeit, sie mal passend mit komplettem Nachrang laufen zu lassen. (je nachdem wie heftig ihr Verhalten gegenüber anderen unpassenden Hunden ist...).

User 25 aus Rudelstellungen.de merkt an
das es nicht so einfach ist, da N3Doppel andere Hunde beschädigt. Des weiteren ist ihr der eigene Besatz egal, sie möchte sich nur zum Verständnis in die Thematik einarbeiten.

Terry
Ich verstehe die Thematik als hilfreich, weil ich einen auffälligen Hund habe. Und nun diesen Hund aus einem anderen Blickwinkel sehe. Dadurch händel ich ihn schon anders und ich gehe mit den Situationen, die ihm Probleme bereiten, anders um. Dies ist keine Entwicklung von heut auf
morgen. Und es hatte sich in den letzten 2 Wochen sogar wieder verschlechtert.
Dafür fängt es jetzt wieder an ruhiger zu werden, nachdem ich mich noch einmal intensiv mit Ashkii und seinen "Macken" beschäftigt habe.
Vor allen Dingen muss ich  Ashkii (bei ihm würde das mit den Topf vor die Füße schmeißen auch so enden) wirklich zeigen dass ich ihn ernst nehme, dass aber gewissen Dinge nun mal nicht gehen.
Korrektur resistent war er in der Zeit wo ich ihm mit Druck versucht habe klar zu machen "das will ich nicht, Punkt". Keine Chance.

Sanne
dann ist das natürlich schwierig
In welcher Reihenfolge kamen die Hunde eigentlich zu dir?

User 25 aus Rudelstellungen.de antwortet
N3 (Welpe) als Zweithund zum Rotti, nach dessen Tod der V3 (Welpe) und vor ca. 2 Jahren der N3Doppel (7,5 Jahre). Das Verhalten des N3Doppel hat sich bis heute schon verbessert.

Sanne
Super, dass es bei dir schon besser geworden ist mit ihr! Ist ja häufig nicht einfach, wenn man einen erwachsenen Hund bekommt der schon einiges an Problemen mitbringt...
Ich kann das alles auch gut verstehen, auch ich bin ja so intensiv an dem Thema Rudelstellungen dran, weil meine Hündin nicht einfach ist mit anderen Hunden und ich hier auch möchte, dass sich was ändert.

Dreamcatcher
Ich kann ja mal kurz ein werfen: bei uns hat sich etwas geändert, seitdem ich mit meinem Rüden anders umgehe.
Bei den Baustellen andere Hunde (zu denen er nie aggressiv war, das Problem lag eher im distanzlosen Verhalten) und die Leinenaggression, haben wir große Schritte in eine positive Richtung gemacht und alles ohne große Einwirkungen am Hund. Auf Einwirkungen von mir hatte mein Rüde zum Schluss gar nicht mehr reagiert und mich ausgeblendet. An der Leine war das jedes mal extremer Stress für uns beide, vor allem für mich.

Ich verstand auch nicht, warum er ständig zu anderen Hunden glotzen musste, es gab aus meiner Sicht nie einen Grund dazu und ich tat alles, um diese Hunde nicht unnötig interessant zu machen, setzte auf einen autoritären Führungsstil, dem sich mein Rüde auf Dauer widersetzt hat.

Rammar lief (angeleint) gegen Laternen, Zäune und prallte gegen Müllsäcke, da er die fremden Hunde nie aus den Augen lassen wollte und das war so ein Ding, was mich extrem nervte. Ich probierte ihn das zu verbieten, deckelte ihn von oben, nur mit mäßigem bis gar keinen Erfolg.

Das extreme Gucken hat er, seitdem ich anders vorgehe, abgelegt. Er beschränkt sich jetzt auf ruhiges schauen und wenn ich den Reiz zur Kenntnis nehme, dann ist alles in bester Ordnung und er kann sich gedanklich davon lösen.

Sein Fokus geht jetzt regelmäßiger in meine Richtung, egal wo wir sind, er wartet auf mich, wenn er meint, dass er zu weit weg ist und genauso kann ich ihn mit Körpersprache stoppen, wenn es sein muss. Diese Kommunikation gefällt mir sehr gut, Rammar ist kein unkontrollierbarer Hund geworden (die Gefahr sah ich am Anfang, als ich mich mit dem Thema Rudelstellungen befasste).

Er zeigt sich führiger, selbstbewusster und überlässt mir den Vortritt, wenn er meine Hilfe braucht.
Er hat auch nicht mehr den Drang zu fremden Hunden zu müssen. Er schaut, wie ich die Situation bewerte und reagiert entsprechend.

Gestern lief er Bilderbuch mäßig in geringer Distanz (circa 30 Meter?) an einem fremden Golden-Rüden vorbei, der sich aufbaute und zu uns schaute. Von Rammar kam keine! Reaktion in Richtung des fremden Rüden. Und das ist für meinen Hund eine Meisterleistung. Ich brauchte kein Kommando verwenden, sondern tat nur das, was er sonst tun würde: ich beobachtete den Reiz.

Da ich das jetzt zur Kenntnis nehme, braucht mein Rüde nicht zur Tat schreiten.
Ich wünsche Euch, dass sich bei Euch (egal welchen Weg man jetzt einschlägt) eine dauerhafte Besserung einstellt. Als Halter hat man ja eigentlich nur einen Wunsch: ein harmonisches Zusammenleben mit dem Hund/den Hunden.

User 25 aus Rudelstellungen.de
berichtet von ihrem N3Doppel, das dieser an der Leine sich verhaltener gibt als ohne Leine. Ohne Leine werden sofort eigene Entscheidungen getroffen. Kommunikation mit fremden Hunden ist nicht zu erkennen. Anfangs war N3Doppel nicht ansprechbar und ließ ihren Frust (Übersprungshandlung) an einem der vorhandenen Hunde aus. N3Doppel braucht viel Zeit um einen fremden Hund vielleicht zu tolerieren. Dieser Hund darf weder "widersprechen" noch zu devot sich verhalten. Nach Akzeptanz ist N3Doppel dann auch in der Lage angemessen zu korrigieren.

In der Vergangenheit fehlte dem N3Doppel das Setzen von vernünftigen Grenzen und der Schutz durch den Menschen. Dadurch hat sich ihr Verhalten gefestigt und User 25 kann nicht erkennen, wie das Beachten der Rudelstellungen dies ändern sollte.

karosa
Wenn N3Doppel ein NLH wäre, solltest Du neben Deinem Hund stehen und den N3 vorlassen, die Lage prüfen lassen.
Ich weiß, dass der N3 noch nicht so funktioniert, bei mir ist das auch eine Schwachstelle, aber seine Wächterfunktion gegenüber NLH nimmt er doch gerne wahr.
Meine NLH regelt auch gerne alles selbst, ist nicht gewohnt, dass jemand für sie da ist. Auch sie stellt sich kurz vorm Angriff auf die Hinterbeine.
Schicke ich aber den N3 vor und stelle mich ruhig neben sie und wir schauen beide zu, wie N3 agiert, ist sofort die Aufregung weg, sie steht ganz ruhig neben mir, bellt nicht und zappelt nicht, und ich halte sie am Geschirr. Dann können wir auch ruhig weitergehen.
An der Art, wie die Aufregung gegen Null geht, merke ich, dass alles so richtig ist.

kristinmitpodi
Zitat von User 25
berichtet von ihrem N3Doppel, das dieser an der Leine sich verhaltener gibt als ohne Leine. Ohne Leine werden sofort eigene Entscheidungen getroffen. Kommunikation mit fremden Hunden ist nicht zu erkennen. Anfangs war N3Doppel nicht ansprechbar und ließ ihren Frust
(Übersprungshandlung) an einem der vorhandenen Hunde aus. N3Doppel braucht viel Zeit um einen fremden Hund vielleicht zu tolerieren. Dieser Hund darf weder "widersprechen" noch zu devot sich verhalten. Nach Akzeptanz ist N3Doppel dann auch in der Lage angemessen zu korrigieren."
Gwenda!!
Nur dass sie als Podenco zum Glück anders zulangt. Und leichter fremde Hunde akzeptiert, z.B., wenn wir ein paar hundert Meter gemeinsam in dieselbe Richtung gehen ohne Kontakt.
"Herrschsucht" besitzt sie auch nicht. Bei ihr ist es pure Unsicherheit bis Panik beim Anblick fremder Hunde.
Ich habe es gestern geschafft, mit ihr ohne Leine an anderen Hunden vorbei zu gehen. Ich habe sie an meine linke Seite beordert, die Hunde waren rechts, ich wusste aber auch, dass diese Hunde nicht zu uns kommen.
Ich bestätige sie, wenn sie aufmerksam zu einem anderen Hund hinschaut, hole sie dann zu mir und erkläre ihr, dass alles in Ordnung ist. Anfangs ging das nicht, da habe ich mit Korrekturen (nach HTS) gearbeitet.

User 25 aus Rudelstgellungen.de
kann keine Veränderung feststellen, egal was User 25 macht (sich selbst entspannen, anderen vorhanden Hund vor schicken, Korrekturen). Weder Unsicherheit noch Ängstlichkeit ist vorhanden. Sobald N3Doppel einen anderen Hund sieht geht sie zum Angriff über.

Sanne
Wenn es stimmt dass du 2 x N3 hast, gibt es aus Sicht der Rudelstellungen leider eben nur die Möglichkeit, BEIDEN N3s das Leben in ihrer Stellung zu ermöglichen, indem die beiden getrennt werden.
Ich weiß, dass es nicht das ist was du hören willst (wer würde das schon?) und dass du wahrscheinlich auch nicht dazu bereit bist.
Oder als Alternative eben einfach nur Management der Situation, so wie du es momentan machst.

Hier ist ja auch eine Userin mit 2 x V3 die einfach über sehr gutes Management die beiden davon abhält, sich gegenseitig zu beschädigen.

Hier wäre vermutlich richtig, sie so viel möglich getrennt von dem anderen N3 zu halten.

Ich kann mir übrigens sehr gut vorstellen wie deine Hündin so geworden ist: bevor sie zu dir kam wurden ihr ja anscheinend wenig Grenzen gesetzt. Sie hat als N3 (vorausgesetzt es stimmt...) ja die Aufgabe, ihren NLH von vorne zu schützen. Sie nahm also den Menschen als NLH und fing an zu schützen.
Als Rasse.... tut sie das mit großer Gewissen- und Ernsthaftigkeit. Ein guter Arbeitshund eben.

Dadurch dass die Eingrenzung gefehlt hat, wusste sie nie in welchem Maße so was ok ist.
Zu dir kam sie mit einem eh schon sehr eingefahrenen Automatismus.
Nämlich: alle Fremdhunde platt machen.

Du gabst ihr endlich die Eingrenzung, die sie brauchte. Dafür aber hat sie bei dir jetzt das Problem, dass ihre Stellung schon besetzt ist. Sie ist diejenige, die sich raus nimmt.
Ihr eigentlich sehr großes Bedürfnis, in ihrer Stellung zu leben, wird nicht erfüllt. Dass sie dadurch ein Problem mit sich selbst und den ganzen Fremdhunden hat, ist verständlich. Dass bei Dreamcatcher sich die Sache so unglaublich gut entwickelt hat, liegt v.a. daran, dass mit Rammar jetzt so gearbeitet wird dass er seiner Stellung entsprechend agieren kann. Das ist super, tut dem Hund absolut gut und macht ihn auch für den Menschen lenkbar.

Bei dir wird das aber in der jetzigen Konstellation nicht möglich sein, wenn das mit dem Doppelbesatz stimmt. Denn mit Doppelbesatz im Haus kannst du niemals dafür sorgen, dass die Hunde in ihrer Stellung laufen. In der Stellung laufen und aus der Stellung heraus agieren würde bei deinen Hunden bedeuten, sich gegenseitig loswerden zu müssen.

Deine Hündin ist diejenige, die bewusst nicht nach ihrer Stellung lebt. Das macht ihr aber andere Probleme.
So eine dermaßen positive Entwicklung wie z.B. bei Rammar kannst du denke ich in der jetzigen Konstellation nicht erwarten.

Ich stelle es mir etwa so vor, dass bei deiner Hündin dieses "andere Hunde kaputt machen wollen" ganz einfach daher kommt, dass sie ein für sich selbst unlösbares Problem in ihrem Leben hat. Sowohl bei den Vorbesitzern als auch bei dir.

Das klingt jetzt vielleicht sehr krass, ist aber gar nicht so krass gemeint. Denn auch Probleme gehören im Leben dazu. In einem Rudel leben, wo alle Stellungen genau einmal besetzt sind, wäre für die Hunde perfekt. Aber perfekt ist eben nicht immer. Weder in unserem eigenen Leben, noch bei den Hunden.

Auch als Mensch erlebt man nicht unbedingt die perfekte Partnerschaft oder die perfekte Familie oder das perfekte Kollegenteam in der Arbeit. Eigentlich sogar sehr selten. Die Rudelstellungen geben uns die Möglichkeit, besser zu verstehen warum unsere Hunde wann wie agieren und - bei deutlichem Fehlverhalten wie bei deiner Hündin oder in geringerer Ausprägung auch bei meiner - zu verstehen welches Problem der Hund hat.

Ob man dieses Problem dann für den Hund lösen kann oder nicht ist die andere Frage.
Ich könnte das Problem für meine Hündin momentan auch nur wirklich lösen, indem ich sie abgebe in einen Hundebestand hinein, wo die passenden Stellungen vorhanden sind. Oder indem ich meinen anderen Hund abgebe und sie wieder als Einzelhund halte. Was aber auch nicht ideal ist.

Oder indem ich noch einen, besser noch zwei Hunde dazu nehme. Das klappt aber momentan nicht, vielleicht in zwei Jahren oder so. Momentan muss sie damit leben. Ich versuche, es ihr über das neue Wissen so leicht wie möglich zu machen.

User 25 aus Rudelstellungen.de
ist es nicht möglich Fehlverhalten von Hunden mit Fehlbesetzung zu erklären. Dies würde jegliche Erziehung überflüssig machen, da dann Management ausreichend wäre.
Da User 25 in N3Doppel eher keinen N3 sieht, fragt sie sich was sonst der Grund für ihr Verhalten nach Ruddelstellung wäre. Ohne ein strukturiertes Rudel je gesehen zu haben, wie es mit Außenreizen umgeht, fällt es ihr schwer sich ein Bild davon zu machen und fragt sich, welche Funktion sie dann noch hätte.

Sanne
Keine Sorge, ich versteh deine Zweifel nur zu gut!
Ich würde auch zu gerne mal ein komplettes Rudel erleben, ist leider noch in Mache...
Genauso möchte ich die Veränderung, die bei meinen Hunden eintreten könnte, auch gerne mal sehen.

Ich denke nicht, dass die Stellungen die alleine Erklärung sind. Meine Hündin hatte auch früher schon die leichte Tendenz, andere Hündinnen nicht zu mögen. Seit der Pudel da ist, ist es einfach nur viel schlimmer geworden.
Ich denke aber, ein Hund der offensiv aggressiv agiert, hat schon irgendein Problem im Leben. Und dieses Problem gilt es zu verstehen.

karosa
Zitat von User 25
"ist es nicht möglich Fehlverhalten von Hunden mit Fehlbesetzung zu erklären"
Versuche einmal, nicht zu theoretisieren, und probiere lieber aus, was Sanne geraten hat und auch der Rudeltheorie entspricht, versuche, die N3 räumlich zu trennen und nimm Dir N3Doppel öfters alleine vor. Dann schau und beschreibe hier, was passiert.
Das ist besser, als alles so zu zerreden.

User 25 aus Rudelstellungen.de
ist nicht bereit die Hunde daheim zu trennen.

kristinmitpodi
N3 ohne NLH hinter sich und auch ohne N2 vor sich und Hundebegegnungen scheint sich nicht selten zu einem Problem aus zu wachsen.
Daher weiß ich gar nicht, warum N3 nicht zu deinem Hund passen soll. Gerade die hohe Aggressionsbereitschaft passt doch.

Und deine Hündin hatte über 7 Jahre Zeit, dieses Verhalten zu perfektionieren. Daher glaube ich nicht, dass sie ihr Verhalten ändert, wenn man allein mit ihr spazieren geht. Klappt bei meiner N3 auch nicht, ich habe auch keinen Doppelbesatz, trotzdem kann ich Fremdhund Begegnungen ihr nicht einfach so überlassen.

Ihre Korrekturresistenz, die für einen N3 ja schon untypisch zu sein scheint, kann sie sich auch über die Jahre hart erarbeitet haben.
Diese "Ich bin allein auf der Welt und knallhart und regele grundsätzlich alles selbst und wehe, mir kommt etwas in die Quere, dann gebe ich sofort alles"- Einstellung hatte Gwenda auch, als sie zu uns kam, allerdings war sie erst gut 2 Jahre alt.

kage
Ihr müsst Euch mit den N3 das genau vor Augen halten.
Von Klein auf ohne seinen NLH, ist er der ausgesuchte Abarbeitungspartner für alle Hunde die ihm begegnen.
Da seine Veranlagung die Verteidigung ist, lernt er sehr früh ohne jede Freigabe das auch einzusetzen.
Hat er diese Hürde überwunden und gibt sich also jedes mal selber frei, verlernt er auf Befehle zu hören.

Hier wieder sich mühsam ran zuarbeiten als Mensch, bedeutet erst einmal trotz keinerlei Erfolg am Anfang, dem Hund durch reine körperliche Präsenz ,immer zur richtigen Zeit, sie sicher zu schützen. Es ist ja die reine Anwesenheit des Eckhundes NLH, der sie für andere nicht angreifbar macht.

kristinmitpodi
"aufgrund des Hinweises von User 25, das N3Doppel extrem schwer zu korrigieren ist"
Bei Canelo ging es doch ganz schnell mit der Korrektur. Das fiel mir gerade wieder ein... Und sie sah danach eingeschüchtert und ziemlich fertig mit der Welt aus.
Weltbild auf den Kopf gestellt oder so.

karosa
Vielleicht solltest Du versuchen, ein "besserer" NLH zu sein als bisher?

Sanne
Zitat von karosa:
Vielleicht solltest Du versuchen, ein "besserer" NLH zu sein als bisher?
Meinst du damit jetzt Silvi oder User 25?

kristinmitpodi
Silvi ist doch N2 ...

Sanne
Oh sorry meinte User 25.

karosa
Ich meinte User 25.

User 25 aus Rudelstellungen.de
wundert sich, das der N3 völlig unauffällig ist, obwohl sie nicht der N2 und der NLH gleichzeitig sein kann, sowie auch nicht der V2 und MBH für den V3, der sich auch nahezu unauffällig verhält. Das Verhalten des N3Doppel verändert sich auch nicht an den Tagen, wenn die anderen Hunde nicht da sind (z.B. Training).

anni_81
Aber du hast sie doch erst bekommen da war sie schon 7 Jahre oder?
Das ist doch eine verdammt lange Zeit...
Ich muss da irgendwie dran denken, dass man ja auch bei Kindern sagt, dass sie im frühen Alter eine Strategie entwickeln, wie sie in ihrer Familie und Welt "überleben" (überspitzt gesagt). Wenn das also N3Doppel-Strategie war und sie das bis jetzt sicher durch ihr Leben gebracht hat, kann sie doch gar nicht verstehen wieso es jetzt anders sein sollte.

SO ein NLH kann doch kein Mensch sein, genauso wenig wie ich der MBH für meine Hündin sein kann, der ihre Baustellen vielleicht auf hündische Art lösen würde.
Wie auch immer scheint sie ja in der Vergangenheit nicht das allerbeste Leben gehabt zu haben und umso schöner finde ich es, dass sie so ein Zuhause hat. Schließlich gibst du ihr auch Sicherheit, indem du sie vor diesen Gewaltdelikten vor ihr selbst bewahrst. Ich hab da ziemlich Respekt vor!

mialour
Hm.. also als die Schäferin (möglicher MBH) zu uns kam, war sie genauso. Egal ob Leine oder nicht- egal ob Hündin, Rüde, groß, klein, einäugig oder gelb gepunktet: es muss da weg!
Es ist etwas besser geworden und auch sie kann Hunde, die sie besser kennt oder welche, die so total rüpelig daher kommen, angemessen korrigieren.

Aber es ist auch so, dass sie etwas entspannter ist, wenn unser Rüde nicht dabei ist.
Barbara sagte, es liegt daran, dass wir vermutlich zwei Eckhunde führen und ihr schlicht die Bindehunde fehlen, um bei Außenreizen adäquat reagieren zu können. Das macht Sinn, wie ich finde.

Ich würde an deiner Stelle schon auch mal öfter mit ihr allein gehen und auch wenn dann logischerweise ihr über Jahre festgefahrenes Verhalten sich nicht plötzlich in Luft auflösen wird, kann sie (und du auch) ganz anders agieren, wenn nicht die schon besetzten Positionen drumherum laufen.

Tausche dich dafür doch mal mit anderen N3 Halter aus, wie die das so machen,wenn sie allein mit ihnen laufen; was ein N3 braucht usw. Vielleicht findest du ja auch in deiner Umgebung passende Hunde zum laufen?

User 25 aus Rudelstellungen.de antwortet auf das
Zitat von kristinmitpodi:
"aufgrund des Hinweises von User 25, das N3Doppel extrem schwer zu korrigieren ist"
Bei Canelo ging es doch ganz schnell mit der Korrektur. Das fiel mir gerade wieder ein... Und sie sah danach eingeschüchtert und ziemlich fertig mit der Welt aus.
Weltbild auf den Kopf gestellt oder so.
Diesem stimmt User 25 zu. N3Doppel reagiert immer so bei Hunden, welche sich wie Canelo verhalten (cool, keine Unsicherheit usw.). Im Alltag sind solche Begegnungen leider nicht möglich.

User 25 aus Rudelstellungen.de antwortet auf
Zitat von mialour:
Vielleicht findest du ja auch in deiner Umgebung passende Hunde zum laufen?
N3Doppel beschädigt sofort. Darum wäre zusammen laufen nur mit Hunden wie Canelo möglich.

mialour
Und wenn du sie mit einem Maulkorb sicherst und mit fitten, großen und vor allem passenden Hunden läufst?
(Läuft sie denn normalerweise auch mit MK?)

User 25 aus Rudelstellungen.de antwortet auf
Zitat von anni_81:
Aber du hast sie doch erst bekommen da war sie schon 7 Jahre oder? Das ist doch eine verdammt lange Zeit...
Ich muss da irgendwie dran denken, dass man ja auch bei Kindern sagt, dass sie im frühen Alter eine Strategie entwickeln, wie sie in ihrer Familie und
Welt "überleben" (überspitzt gesagt). Wenn das also Blues Srategie war und sie das bis jetzt sicher durch ihr Leben gebracht hat, kann sie doch gar nicht verstehen wieso es jetzt anders sein sollte.
SO ein NVH kann doch kein Mensch sein, genauso wenig wie ich der MBH für meine Hündin sein kann, der ihre Baustellen vielleicht auf hündische Art lösen würde.
Wie auch immer scheint sie ja in der Vergangenheit nicht das allerbeste Leben gehabt zu haben und umso schöner finde ich es, dass sie so ein Zuhause hat. Schließlich gibts du ihr auch Sicherheit, indem du sie vor diesen Gewaltdelikten vor ihr selbst bewahrst. Ich hab da ziemlich Respekt vor!

N3Doppel ist jetzt 10 und kam aus einer Zwingerhaltung. Durch negative Erfahrungen mit den Hunden und dem Vorbesitzer (schlagen), wurde sie auf Bitten der Züchterin für die Weitervermittlung übernommen. Nach vielen Rücksprachen mit Experten ist User 25 zu dem Entschluss gekommen, dass N3Doppel nur mit Management und so vielen Korrekturen wie

notwendig, zu händeln ist. Ob die Verbesserungen auf das Vertrauen in User 25 oder weil ihr klar gemacht wird, das sie sich zu benehmen hat, zurück zu führen ist, ist nicht ersichtlich. Gegenüber Menschen, vor allem Kindern, ist N3Doppel ein herzensguter Hund.

Zitat von mialour:
Und wenn du sie mit einem Maulkorb sicherst und mit fitten, großen und vor allem passenden Hunden läufst?
(Läuft sie denn normalerweise auch mit MK?)
Die Möglichkeit wurde noch nicht ausprobiert, da User 25 den Maulkorb ersetzt.

mialour
Wie hat das denn dann mit deinen zwei Hunden geklappt als sie zu euch kam?
Sie scheint ihr Verhalten ja wirklich richtig generalisiert zu haben.. kein Wunder nach so langer Zeit.

anni_81
Also ich habe sie ja auch gesehen, nachdem Canelo ihr die Ansage gemacht hat und mit meinem menschlichen Auge tat sie mir danach wirklich etwas Leid, sie sah aus als wäre die Luft raus... Aber sie ist nun mal ein Hund und kann nicht wie wir Menschen sagen "jetzt fang ich nochmal neu an im
Leben".
Aber vielleicht kreuzt ihr doch noch ein Canelo den Weg und es ändert sich was. Ansonsten hat sie doch auch noch ein wertvolles und schönes Leben - wenn man bedenkt wo sie her kommt!!!

User 25 aus Rudelstellungen.de antwortet auf
Zitat von mialour:
Wie hat das denn dann mit deinen zwei Hunden geklappt als sie zu euch kam?
Sie scheint ihr Verhalten ja wirklich richtig generalisiert zu haben.. kein Wunder nach so langer Zeit.
N3 war Anfangs verunsichert und zeigte erst nach einer Woche ihr beschädigendes Verhalten gegenüber anderen Hunden. Hunde, welche sie in der 1 Wochen kennen lernte, werden nicht einbezogen. Außer fremde Hunde ist auch die Jagd ein Problem (verfolgen, töten, fressen). Bis auf die Jagd auf Kleintiere (Mäuse etc.) hat User 25 N3Doppel gut in den Griff bekommen.

anni_81
Ich habe gesehen, dass du auch Hunde in Betreuung nimmst.
Wie machst du das dann mit ihr? Trennst du sie dann oder hast du sie einfach unter Kontrolle?

User 25 aus Rudelstellungen.de antwortet auf
Zitat von anni_81:
Ich habe gesehen, dass du auch Hunde in Betreuung nimmst. Wie machst du das dann mit ihr? Trennst du sie dann oder hast du sie einfach unter Kontrolle?
Die Hunde werden am Anfang getrennt. Mit wenigen Hunden kann V3Doppel nach ein paar Tagen zusammen gelassen werden. Zum Gassi werden auch nur max. 3 Hunde mit genommen.

anni_81
Schade, dass du einen V3 hast. Sonst wärst du meine 1. Wahl falls mal Not am Mann bist. Du kennst dich ja mit jagenden Hunden aus.

User 25 aus Rudelstellungen.de antwortet auf
Zitat von anni_81:
Schade, dass du einen V3 hast. Sonst wärst du meine 1. Wahl falls mal Not am Mann bist. Du kennst dich ja mit jagenden Hunden aus.
V3 mag alle Hündinnen, egal welche Stellung.

anni_81
Belga mag unkastrierte Machos... Sonst will sie meistens nix mit denen zu tun haben.

User 25 aus Rudelstellungen.de antwortet
Vielleicht ist V3 auch ein V2. Er wurde von Barbara beim Spaziergang korrigiert.

anni_81
Aber Belga sollte doch beim Laufen kurz zu V3 ins Rudel, um doch zu checken ob er einer ist oder nicht? So hatte ich es verstanden, weil Barbara rief "der schwarze wird raus gemobbt" (das war meine), also doch ein V3. Ist meine wage Erinnerung...

User 25 aus Rudelstellungen.de antwortet
V3 hatte sich für fast nichts interessiert und auch nicht gemobbt.

anni_81
Nee sie wurde wohl von allen raus gemobbt? Weiß ich nicht, es ging alles so schnell.

Sanne
Zitat von karosa:
Vielleicht solltest Du versuchen, ein "besserer" NLH zu sein als bisher?
Da du User 25 meinst, würde ich komplett davon abraten!

Da es ein Doppelbesatz ist, macht es absolut keinen Sinn etwas zu tun, was die Hunde mehr daran erinnert was ihre Stellung ist. Das kann nur schief gehen.
Bei Doppelbesatz ist doch normalerweise die einzige Chance, die Hunde sozusagen bewusst nicht ihre Stellung einnehmen zu lassen.
So wie ich es verstehe möchte User 25 alle ihre Hunde behalten. Unter dieser Voraussetzung sollte man meiner Meinung nach alles vermeiden, was die Hunde mehr in ihre Stellung bringt, auch wenn man ab und zu mal einzeln geht. Also auch keine bewussten Läufe mit anderen Hunden. Zudem kann sie sowieso unmöglich für alle ihre Hunde gleichzeitig in der richtigen Stellung laufen.

Sprich, wenn der Hundebestand so bleiben soll, keine Experimente, keine Veränderungen in Richtung Rudelstellungen sondern weitermachen wie bisher wenn es einigermaßen läuft (also in dem Fall wenn das Management des beschädigenden Hundes funktioniert!).
Insofern überlege ich gerade, ob zeitweises trennen im Haushalt überhaupt so sinnvoll wäre.

User 25, du meintest ja, warum ist der andere N3 nicht so?
Ich würde mal schätzen weil er vorher bei dir im Bestand war, einigermaßen seine Stellung einnehmen konnte und auch jetzt viel mehr in der Stellung läuft als N3Doppel. Aber vielleicht sagt Barbara ja was dazu...

Und das andere was ich aus einem Post von dir noch in Erinnerung habe: du hast geschrieben, wenn du im Training mit den Jungs bist, ist N3Doppel allein daheim. Und auch da ändert sich nichts.
Ich denke nicht dass man mit so kleinen Dingen (stundenweise Trennung, gelegentlich Einzelspaziergänge) irgendwas erreichen kann.
Alles in Allem dürfen die Hunde trotzdem nicht in ihre Stellungen gehen (besonders N3Doppel) weil es sonst krachen würde.

Sanne
Belga ist ja V3 und Barbara hätte bestimmt nicht V3 mit N3 zusammen getan wenn nicht die Stellungen dazwischen auch da waren. Das macht ja überhaupt keinen Sinn...

anni_81
Also wenn ich rekonstruiere... kann es sein, dass Barb sich da nicht sicher war ob  ......V2 oder V3 ist und deshalb Belga dazu kam? Und da sie gemobbt wurde, bestätigte es sich, dass der V3 schon im Rudel war.
Übrigens vertraue ich da Barbara auch echt voll, sie hat sofort gehandelt und das Mobben gesehen, was ich selbst erst gar nicht erkannt habe!
Ich glaube - weiß es echt nicht mehr 100%ig, weil alles immer wieder etwas aufregend ist, dass der Hund von User 6 , die V2,  nämlich erst danach dazu genommen wurde. Oder weißt du ob die V2 schon bei ...... mit lief?

Sanne
Ja, so würde das Sinn ergeben
Ich denk mal das mit dem "Mobben" darf man hier nicht zu ernst nehmen, denke Barbara versteht etwas anderes unter Mobben als andere Hundehalter

anni_81
Nee da gabs auch keine Kabbelei oder so ...

Steinchen
Mir fällt da noch was anderes zu ein.
User 25 hast du mal daran gedacht die Schilddrüse kontrollieren zu lassen?

User 25 aus Rudelstellungen.de
stellt fest, das sich nichts ändern wird, wenn die Hunde zusammen bleiben. Und das werden sie. Hunde dazu nehmen wird auch nicht als Option gesehen. Gesundheitlich wurde sie gescheckt, da ist alles in Ordnung.

Sanne
Zitat von User 25
stellt fest, das sich nichts ändern wird, wenn die Hunde zusammen bleiben. Und das werden sie. Hunde dazu nehmen wird auch nicht als Option gesehen.
Würde in deinem Fall auch nichts bringen. Welchen Nutzen hätte ein weiterer Hund wenn deine bisherigen Hunde eh nicht in ihrer Stellung leben können?
Wie gesagt, entweder einen Hund abgeben oder so wenig wie möglich verändern. Da die beiden doppelt besetzten ja offenbar miteinander klar kommen und du N3 ja scheinbar im Griff hast.

calua
Nur mal eine Frage wegen Gasthunden generell, nicht direkt zu dem Thema hier: ist es für fremde Hunde dann nicht sehr stressig, wenn sie zu einem Bestand dazu kommen - wenn auch nur über einen bestimmten Zeitraum als Gast - und diesen Doppelbesatz vor finden?

Das ist ja eine immer angespannte Situation, für Hunde durchaus bemerkbar, wenn auch der Mensch nichts bemerkt.

Vielleicht kann auch User 4 das kurz sagen? oder ist es dann einfach damit getan, die Hunde in passender Formation getrennt voneinander zu halten?
(Aber zumindest bei User 4 kommen sie ja dann irgendwann zusammen, oder irre ich mich?)

User 25 aus Rudelstellungen.de antwortet
das in ihrem Haus nur ihre Regeln gelten. Anders werden es andere Pensionen auch nicht machen, die Hundes scheinen nicht gestresst zu sein, kommen gern usw.. Betreibung einer Pension und Rudelstellungen sind in ihren Augen nicht zusammen möglich.

karosa
User 4 nicht. Es ist wohl eben eine Frage der Einstellung.

User 25 aus Rudelstellungen.de
versteht den Beitrag von karosa nicht.

karosa
Zitat von User 25:
Betreibung einer Pension und Rudelstellungen sind in ihren Augen nicht zusammen möglich.
Meine Antwort bezog sich darauf. User 4 kann das zum Wohle der Hunde sehr gut umsetzen. Das meinte ich mit einer Frage der Einstellung.

Sanne
Für Gasthunde ist es sicher nicht so stressig wie für die Hunde, die dauerhaft im Doppelbesatz leben. So wie N3Doppel.
Ich denke die Gasthunde finden sowieso eine unstrukturierte Hundegruppe vor. Vermute mal der eigene Doppelbesatz oder das Fehlen bestimmter Stellungen sind für die Hunde sehr viel stressiger.

User 25 aus Rudelstellungen.de antwortet auf
Zitat von karosa:
Zitat von User 25
Betreibung einer Pension und Rudelstellungen sind in ihren Augen nicht zusammen möglich.
Meine Antwort bezog sich darauf. User 4 kann das zum Wohle der Hunde sehr gut umsetzen. Das meinte ich mit einer Frage der Einstellung.
Die Pension von User 4 ist mit ihrer Pension nicht vergleichbar und sie möchte auch nichts umsetzen, was mit Rudelstellungen zu tun hat. Das Wohl der Hund wird beachtet und hat nichts mit Verbandspositionen zu tun.

Sanne
Zitat von User 25:
Das Wohl der Hund wird beachtet und hat nichts mit Verbandspositionen zu tun.
Ich glaube das hat sogar in sehr hohem Maße mit den Stellungen zu tun. Man sieht es halt nicht wenn man nichts drüber weiß.
Beispielsweise hat ja User .... mit MBH geschildert, dass sie eigentlich mit jedem Hund klar kam. Nur sehr selten ist sie auf einen Hund getroffen, mit dem es dann absolut überhaupt nicht ging (anderer MBH).

User 25 aus Rudelstellungen.de merkt an
dass darauf geachtet wird, das nur Hunde zusammen kommen, die sich verstehen. Alle anderen werden getrennt bzw. wird vermieden, dass sie Stress haben.
Dies habe mit Positionen nichts zu tun. Sie kann die Positionen nicht bestimmen und versucht es auch nicht (Fehlinterpretationen).

User 4 aus Rudelstellungen.de an merkt an
Zitat von User 25:
dass darauf geachtet wird, das nur Hunde zusammen kommen, die sich verstehen. Alle anderen werden getrennt bzw. wird vermieden, dass sie Stress haben.
Dies habe mit Positionen nichts zu tun.
das sie auch der Meinungen ist, das die Kenntnis über die Positionen am Ergebnis nichts ändert. Solange die Hunde sich verstehen sieht sie keine Probleme.

Zerafina
Das ist sicherlich richtig.
Dennoch finde ich es ein bisschen schade, wenn man den Nutzen dieses Wissens nur sieht, wenn man es mit einem kompletten Rudel zu tun hätte.
Genau genommen ist das meiste, was ich an meiner NLH beobachte, eng mit ihrer angeborenen Stellung verknüpft, obwohl sie Einzelhund ist.
Mein Hund ist unwahrscheinlich defensiv. Man könnte sie überall rein stecken, sie würde nirgends anecken. Niemals aber würde ich das heute noch mit gutem Gewissen tun.

Terry
Barry hatte auch in Berlin gelebt unter meinem Motto: "ich Herr im Hause, ich bestimme" und habe geschaut mit "wem er sich versteht". Aber da hatte mein Bauch mir schon deutlich gezeigt, dass er sich damit nur arrangiert. Nicht mehr und nicht weniger. Was blieb ihm übrig.
Und Ashkii, aus dem Blickwinkel betrachtet, hat auch keine Probleme. Er arrangiert sich mit jedem Hund. Aber auch hier sagt mir mein Bauch dass er sich eben nicht wohl fühlt. Das sein Verhalten darauf zu beziehen ist, das in seinem Leben etwas nicht stimmt. Ob das wirklich die Stellung ist, werde ich bei einem Workshop erkennen können, aber sicher ist das er mit Carlos ein Problem hat, was Außensehende nicht erkennen.

Ich bin mir jedenfalls sicher, dass Barry sicherlich noch ein Jahr länger bei mir gewesen wäre, wenn ich ihm nicht einfach mal noch 2 Hunde vor die Nase gepackt hätte. Damit drücke ich jetzt nicht aus das dies auf andere Hunde einfach um zu wälzen ist. Bei Barry hatte ich schon immer das Gefühl und bin immer meinem Egoismus nach gegangen, weil ich nicht wusste wo es hapert.

Für die Zukunft weiß ich das ich jetzt mehr auf die Belange der Hunde Rücksicht nehmen kann, was ich auch vorher glaubte zu machen.