Der Verständigungsschlüssel zum Hund für Züchter, Trainer und Hundehalter

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Thema:   Sinnvolle Spiele mit (und nicht nur für) V3
Quelle:    Rudelstellungen.de
Datum:   08.02.2012 - 09.02.2013


User Anni stellt ein "Umweltspiel" vor, das sich während der Spaziergänge mit ihrem Hund  entwickelt hat.

anni_81
Belga und ich haben ein gemeinames Spiel entwickelt, was total Spaß macht!
Es geht so:
Wir befinden uns im Wald. Belga darf etwas weiter vor laufen, doch das tut sie weil etwas abseits der Wege interessante Dinge aufstöbert und auf mich wartet, um sie mir zu zeigen.
Z.B. umgekippte Bäume mit kleinen Höhlen oder interessante Wurzeln. Wenn der Hund an so etwas schnuffelt, muss man schnell hingehen und interessiert mit gucken. Dann versteht der Hund ganz schnell und zeigt einem weitere tolle Sachen.

Nun komme ich ins Spiel. Auch ich versuche so interessante Plätze zu finden und zeige sie Belga. Sie kommt dann sofort wie ein Aufseher an und bewertet meinen Fund. Wenn es gut war, z.B. eine Baumhöhle wo man die Nase reinstecken kann, beschäftigt sie sich damit. Je länger sie an etwas schnüffelt desto besser ist ihre Bewertung. Wenn sie gar etwas scharrt ist das eine Note 1! Ihr werdet sehen, dass ein Hund einen total lobend angucken kann oder auch mahnend, dass man besser werden soll.

Das Spiel entwickelt mit der Zeit eine ganz eigene Dynamik und macht total viel Spaß. Außerdem bekommt man ein gutes Auge.

kage
Danke für Deine geistige Beweglichkeit. Genauso mache ich es auch und entdecke so viel Neues, was mir gar nicht in der Natur normal auffallen würde.

Bei den Suchspielen in der Natur entdecke ich automtisch seltene Blumen und Pflanzen. Auch kann der Hund dadurch viele Pflanzen finden, die er so nebenbei dann auch sich einverleibt. Schaue sie mir jedesmal an und merke sie mir für die Samenzeit im Spätsommer oder Herbst und sammele die
Samen dann, auch zusammen mit meinem Hund.

Bin ich wieder zu Hause mit den Samen, dann gehe ich zusammen mit meinem Hund in die Samenecke des Gartens. Da fange ich an Grasbüschel rauszuziehen und mein Hund macht dann die Löcher genau nach Anweisung von mir wo die Samen dann reinkommen.

anni_81
... ich glaub,dass sich hier auch zum ersten Mal sowas wie eine echte Kommunikation zwischen uns aufgebaut hat.
Leider habe ich keinen Garten... aber irgendwann... und wenn der Garten da ist kommt auch der MBH

fellfreund
Mir fällt da gerade noch ein sozusagen gegenteiliges Beispiel auf ähnlicher Basis
ein:
Die Snip hat als Junghund u.a. Pferdeäppel gefressen als gäbe es kein morgen; nachdem alle Versuche sie davon ab zu halten eher dazu geführt haben, dass es, kaum vorstellbar, noch schlimmer wurde....sie begann nämlich aktiv danach zu suchen, hörte ich davon, dass es hilfreich sein könnte, das Objekt ihrer Begierde "als Feind zu verkloppen" (ich weiß leider gar nicht mehr wer es mir erzählt hat).

Nun, ich hatte ja nichts zu verlieren, wir also aufs Feld, ich mich vergewissert, dass mich bloß niemand sieht und los gings. Da war er, mein Haufen, bevor die Snip dran war, ich hin und drauf rumgetrampelt und geschimpft, also mit dem Haufen, nicht mit dem Hund....danach mich nochmal umgesehen, obs wirklich niemand gesehen hat, die Luft war rein... ein Glück...und mein Hund
sah mich sehr aufmerksam an und tat von Stund an so als gäbe es gar keine Pferdeäppel. Naja, im Laufe der Jahre nimmt sie nun hin und wieder mal ein Pröbchen, aber nie wieder hat sie so rein gehauen.

calua
Haha, Pferdeäppel....!
Weiß-Piroschka frisst erst, dann wälzt sie sich rein von allen Seiten, dann frisst sie weiter. Herrlich!
Super Spiel, Anni!
Solche Sachen mach ich auch mit den Hunden.
Manchmal sinnvoll, manchmal naja, nicht.
Vor kurzem hat Frida etwas abseits vom Weg aufgeregt herumgezappelt, ich bin hingegangen,
und dann hat Frida losgebuddelt. Wir haben gespannt zugeschaut - dann zog Frida einen Teddybären hervor.
Den müssen Kinder dort "beerdigt" haben.
Hat sie gut gemacht, den Teddy durfte sie natürlich mit nachhause tragen und behalten.

anni_81
Wie geil ist das denn? Sie hat einen Bären erlegt!!!
Wie kann man Hunden das buddeln beibringen? Belga scharrt höchstens mal ein bißchen...

fellfreund
versuch doch mal es ihr vor zu machen, aber lass uns teilhaben, wenn du ihr den Mäuselsptung beibringst

Dreamcatcher
Zitat von anni_81:
"Wie geil ist das denn? Sie hat einen Bären erlegt!!!
Wie kann man Hunden das buddeln beibringen? Belga scharrt höchstens mal ein bißchen..."
Jetzt lacht bitte nicht, ich habe da einen Vorschlag zu machen: Sich hinknien (Oberkörper-Tiefstellung) und sich wie blöde über diesen Fund freuen, die Hände zum "bearbeiten" des Lochs benutzen und "wühl"bewegungen machen. Dabei die Luft "ausschnaufen". Wirkt sehr
animierend auf den Hund.

karosa
Wenn Euch jemand zuschaut ...
Ich rufe Babsie, die eine Leidenschaft für Vögel hat (hat schon 2 Spatzen aus der Luft gefangen und gefressen), wenn ich eine lose Vogelfeder finde.
Ich rufe: "Babsie, schau", dann kommt sie schon angeschossen und schaut, wohin ich zeige. Dann nimmt sie die Feder ins Maul und freut sich über das Geschenk.

anni_81
Hat jemand von Euch schon Erfahrungen mit einem Hunderucksack gemacht? Da könnte man ja theoretisch den Hund ne Schippe und solche Utensilien tragen lassen, mit der man dann buddeln hilft.

kage
Für was hast du Hände und warum glaubst Du liegen im Wald überall Äste rum. S p a t e n mitnehmen.

anni_81
Stellt Euch doch mal vor... man verbuddelt heimlich eine Kiste voller Würstchen und Pansen... markiert die Stelle und zeigt sie ganz aufgeregt seinem Hund!
Dann buddelt man sie gemeinsam aus - würde das nicht extrem Eindruck schinden?

Zerafina
Eine Freundin von mir hat das gemacht, allerdings ohne Kiste. Aber der Hund hat in seiner Begeisterung die Leckerchen im hohen Bogen davongescharrt und manchmal nicht mehr gefunden.

Meine Madame erwartet immer, dass ich mit arbeite, wenn es schwer geht (der NLH und sein Personal ). Heute bei dem durchgefrorenen Boden gräbt sie, wartet, schaut mich an, scharrt einmal und dann muss ich ran. Konnte leider nicht punkten, weil das so gefroren war, dass nix ging, da hab ich nur die wunderbare Stelle bejubelt.
Bei Pfützen und an Uferstellen ist es ähnlich, da scharrt sie, dann muss ich das Eis aufstampfen und dann brechen wir gemeinsam Eisschollen raus.

calua
auch wenn ich dann vollends blöde da steh....; ich hab das mal gemacht!
Ich bin alleine losgegangen in den Wald, und hab dann abseits eine Kugel Rinderhackfleisch verbuddelt (weil ich Rinderhackfleisch nicht so stinkig finde; ich nehm immer, wenn ich etwas ausbuddeln will, eine kleine Gartenhandschippe mit, den Rest mach ich mit den Händen oder Frida.), hat Frida dann - mit meiner Hilfe ein wenig - gefunden und ausgebuddelt.Toll!

Aber das ist eigentlich nicht notwendig.
Wir buddeln auch oft kleine Bäume aus, und die werden dann irgendwo anders wieder eingebuddelt. nur so.
Meine Hunde haben alle das Buddeln von anderen Hunden gelernt.
Sie haben zugeschaut - aha, was macht der jetzt da? - und danach dann das Loch inspiziert und weitergebuddelt.

Steinchen
Ich habe früher immer Würstchenscheiben an den Bäumen aufgespießt und die Hunde durften suchen und ernten.
Heute haben sie eine Maus gefangen und sich geteilt. Ich wollte nichts von ab haben.

Sanne
Ganz ehrlich, für mich hat das Ganze inzwischen auch sehr damit zu tun, zur Natur zurückzufinden, die Dinge spontan und aus dem Bauch heraus zu machen.

Wenn ich jetzt los gehe und für meinen Hund Sachen zum Ausbuddeln verstecke, verfehle ich für mich damit das Ziel...
Für mich geht es auch darum, sich in den Hund hinein zu versetzen, zu versuchen mit seinen Augen durch die Natur zu gehen und Dinge zu erkennen und zu entdecken, die Hund interessant findet.

Und dem Hund einfach auch durch den Perspektivwechsel besser zu verstehen, ihm näher zu
kommen, die Welt mit seinen Augen zu sehen.

Wenn ich jetzt für den Hund extra was verstecke, ist das ja wieder total pseudo und aufgesetzt, wenn ich das dann "entdecke" und ihm zeige. Oder?

Außerdem riecht der Hund es sowieso, wenn sein Mensch das dort verbuddelt hat und ich glaub das kommt beim Hund eher eigenartig an. Denn ein Hund der Futter verbuddelt, holt das doch in der Regel heimlich wieder raus oder will es zumindest nicht teilen...
Es macht doch den Menschen aus Hundesicht auch wieder komisch wenn der das Versteckte dann mit dem Hund teilen will. Oder?
Andersrum schadets aus meiner Sicht auch nicht, verglichen mit den Spielen die man sonst so mit dem Hund spielt.

calua
ich hab das gemacht, weil mir ein sehr älterer und sehr netter Herr erzählt hatte, daß er das manchmal gemacht hat, und am nächsten Tag ist er dann losgegangen und seine Schäferhündin mußte das dann finden.
Das klang für mich lustig, ich hab es halt mal ausprobiert; und Frida hatte auch Spaß, sie sucht gerne, wie auch immer.
War nur einmal ein Versuch, und muß nicht wieder sein, also, ich hab nicht so getan, als wäre das die Riesenentdeckung, sondern ich hab sie suchen geschickt.
Sie fand das toll, aber sie findet immer alles toll.....

Sanne
Ich meinte damit auch gar nicht dich im Speziellen.

Wenn mir das wer erzählt hätte, hätte ich es wahrscheinlich auch mal ausprobiert. Ist ja bestimmt auch lustig. Wie gesagt, auch nicht schlechter als andere Sachen die man als normaler Mensch so mit dem Hund spielt.
Ich glaub nur nicht dass es den Effekt hat dass der Hund einen dann besonders toll findet weil man so was tolles gefunden hat.
Denn ich denke der Hund weiß dass man es nicht gefunden hat, ich denke dieses Gefühl, "schau mal ich hab was tolles gefunden" kommt nicht echt rüber (weil es nicht echt ist).
Ich denke dass genau dieses nicht-authentische oft das Problem mit unseren Hunden ist. Wurde ja in diesem Forum auch schon angesprochen.
Wenn ich den Hund rufe, weil ich in einem Hundebuch gelesen habe, dass man den Rückruf regelmäßig trainieren muss, ist das nicht authentisch.
Wenn ich dem Hund verbiete, ins Bett zu kommen obwohl ich ihn eigentlich dort haben will, wird er das nicht als authentisch empfinden.

Und genau das merken die Hunde.

Und genauso merkt ein Hund doch auch wenn ich das ganze "wir gehen jetzt zusammen was suchen und dann finden wir auch was tolles" nur für ihn inszeniert habe.
Es hat für mich dann auch wieder recht viel davon, unbedingt irgendeine Art Leckerli oder so für den Hund einzubauen, hat man doch die ganze Zeit gelernt dass man den Hund über Futter an sich bindet.
Mir persönlich ist es viel wichtiger, die Beschäftigung mit meinen Hunden einfach spontan und aus dem Gefühl heraus zu machen.
Denn dann ist es echt.

Was ich als Kind z.B. gern gemacht habe, war zu warten bis Hund mal hinter mir ist, mich dann einmal nach dem Hund umzudrehen und einfach loszurennen, so schnell ich konnte. Wie ein Wettrennen. Ich hatte Vorsprung, weil ich ja viel langsamer bin als ein Hund.

Als wir dann in München gewohnt haben, habe ich das auch gern im englischen Garten auf einer Wiese mit Pferdehindernissen gemacht und wir sind zusammen über die Hindernisse gesprungen (das sind querliegende Baumstämme und sowas).

Seit Barbara das geschildert hat, hebe ich total gern Stöcke auf, die mein Rüde eigentlich auch immer toll findet. Mir macht es viel Spaß, zusammen mit ihm die Stöcke zu tragen.
Ich glaub es kommt gar nicht so drauf an, was genau man macht. Sondern viel mehr, dass man es aus einem spontanen Gefühl heraus macht, dass man selbst Spaß hat und es auch dem Hund Spaß macht, dass man es eben nicht macht weil man es irgendwo gelesen hat und dann denkt, dass das jetzt der ultimative Weg ist und man das mit dem Hund unbedingt machen muss.

Und es sollte aus meiner Sicht nichts sein, was über Training oder sowas läuft. Sondern einfach Dinge, die Hund und Mensch spontan Spaß bringen.
Würde mir das gemeinsame Stöcketragen mit dem Hund keinen Spaß machen, würde ich es auch nicht machen.
Mit meiner Hündin macht es z.B. keinen Spaß. Da hab ich dann auch keine Lust dazu. Sie sieht den Stock total als Beute, dreht hoch, will ihn unbedingt für sich etc. Ich versuche schon dass sie auch einfach das Gemeinsame und Entspannte darin sehen kann, aber wenn das nicht wird, machen wir eben was anderes.

Für mich zählen auch solche Sachen dazu wie auf kleinen Pfaden durchs Dickicht gehen. Das lieben meine Hunde. Und ich mag es auch. Es macht einfach Spaß, und es ist gemeinsam.

Ich denk hier ist schon wieder das Problem, man will eine Anleitung. Fürs Leben gibts aber keine Anleitung.

calua
Ja, da hast du recht und hast du schön beschrieben, find ich!
Das mit den Pferdehindernissen hab ich im Stall bei uns auch mal gemacht, aber meine Hunde sind alle außen herum gerannt, während ich über den Baumstamm hinüberkraxelte... da haben sie wahrscheinlich gedacht, mannomann, so eine Dummgurke!

Sanne
Zitat von calua:
"Das mit den Pferdehindernissen hab ich im stall bei uns auch mal gemacht, aber meine Hunde sind alle außen herum gerannt, während ich über den Baumstamm hinüberkraxelte... da haben sie wahrscheinlich gedacht, mannomann, so eine Dummgurke!"
*g* Findet halt auch jeder was anderes schön
Unser Mädel damals war ein Husky-Mix und sie ist einfach total gern gerannt. Wenn man mit ihr gelaufen ist, ist sie total gern mitgelaufen. Und über die Hindernisse fand sie auch einfach spitze.
Meine Hündin jetzt fände es wahrscheinlich nicht so lustig, sie findet es stressig wenn Menschen sich schnell bewegen und regt sich dann ziemlich auf. Einen zerrissenen Ärmel könnte man bie ihr schon mal kassieren.
Dafür kann man mit ihr super nebeneinander auf der Wiese sitzen und die Gegend beobachten

kage
Zitat von Sanne:
"Dafür kann man mit ihr super nebeneinander auf der Wiese sitzen und die Gegend beobachten."
Ist das die V3 die das liebt?

anni_81
Also das mit dem Schatz verstecken ist natuerlich ne andere Kategorie Spiel
als der erste Post...
Das Wort inszenieren von Sanne find ich gut. Man kann was inszenieren, aber dann ist das mehr so Kindergeburtstag.
Oder wie halt das gemeinsame spontane Entdecken oder erleben was einem gemeinsam Spass macht - das finde ich ist richtige Beziehungssache...

Ich glaub es ist immer richtig und gut wenn man gemeinsam das Gefuehl hat, gerade zusammen in einer Art eigenen Welt zu sein.
Ich habe mir ueberlegt, dass ich das mit dem Wurst-Schatz, wenn ich bei meinen Eltern bin mache, wenn wir mit allen Hunden draussen sind. Und wir dann daraus so ein Gemeinschaftsding machen... Ich zeig die Stelle vom Schatz, der V3 steht Schmiere waehrend der Labbi buddelt und der Schaeferhund traegt es heim... und dort wird es dann gerecht aufgeteilt. Der Gedanke da so ein Teamding draus zu machen gefaellt mir total.

Sanne
"Zitat von kage:
Zitat von Sanne:
"Dafür kann man mit ihr super nebeneinander auf der Wiese sitzen und die Gegend beobachte.
Ist das die V3 die das liebt?"
Ja, genau Wie du das weißt *g*
Wenn es allerdings dunkel wird neigt sie dazu zu Menschen hinzuschießen und sie anzubellen... Da hat man sie dann lieber an der Leine.

kage
Für den V3 der Entspannungsmoment pur. Sein menschlicher MBH ist abgestellt und für sie auch mal Arbeitspause.
Ja - das wirst Du aus einer 3er Stellung auch nie rausbekommen. Die erhöhte Wachsamkeit bei Dunkelheit. Muß man nur wissen woher das kommt, dann kann man ja den Hund nahe bei sich halten.
Gleichzeitig aber für den Menschen auch eine innere Beruhigung, weil der Hund früh anschlägt. Wichtig nur, damit er nicht zum Dauerbeller wird, sofort als Mensch reagieren, kurz stehenbleiben, dem Hund signalisieren man ist auch aufmerksam. Hund abstreifen. Danke werde jetzt aufpassen. Dann kann der Hund auch wieder aufhören mit dem Melden.

Sanne
Super, danke für die Antwort!
Dauerbellen tut sie nicht, denn im Dunkeln ist sie an der Leine, da steigert sie sich nicht so hinein.
Probleme haben wir nur mit Katzen

anni_81
@ Kage - das mit der Dunkelheit kann ich bestätigen.
Entgegen kommende Menschen werden mehr geprüft als sonst. Leider steigt auch die Jagdlust an im Dunkeln. ;-)
Freu mich auf den Sommer, da kann man ja noch im Hellen abends raus...

Sanne
Bei meiner Hündin V3 sieht man auch sehr viel Unsicherheit in Verbindung mit der Wachsamkeit.
Ich denke, dass ihr Job ja eher das Bemerken eigenartiger Dinge wäre, sie aber wenn dann nur zusammen mit dem V2 agieren würde.
In dem Moment wo der Mensch für sie aber weder Eckhund (der das Gezeigte bewerten würde) noch V2 (der hier agieren würde) ist, denkt sie zwangsläufig dass sie agieren müsste, ist dabei aber unsicher.
So würde ich das vermuten.
Auch könnte ich mir vorstellen, dass das Wächtern meistens irgendwo auch mit Unsicherheit verbunden ist. Vielleicht sieht man es einem Hovawart z.B. einfach nur nicht so deutlich an wie einem Collie.
Ich habe auch deutlich den Eindruck, dass bei uns V3 Dinge anzeigt und V2 daraufhin agiert.

Bemerkt habe ich das z.B. an Folgendem Beispiel:
Goehte V2 rennt immer gern in so nen Parkausgang rein, wo es dann auf eine Spielstraße geht. Hier rennt er jedesmal hin, dreht dann aber gleich wieder ab und kommt mit uns.
Jetzt bin ich ein paar Mal mit Yeli V3 alleine dort entlang gegangen und durfte feststellen, dass sie an der Stelle eine riesige Bürste bekommt und wuffend an diese Stelle hinrennt. Jedesmal wenn ich mit ihr alleine dort bin.
Wenn Goethe V2 dabei ist macht sie das nicht.

Ich denke normalerweise vermittelt sie ihm, hey, schau da mal nach, da ist was, und er läuft einmal die Runde um zu klären dass da alles ok ist.
Seit mir das bewusst geworden ist, gehe ich einfach viel näher an diesem Ausgang vorbei (der Weg führt ca. 5-10m neben dem Ausgang entlang, dort bin ich sonst gegangen), bleibe an der Stelle einmal kurz stehen und schaue gemütlich ein bisschen rum. Dann gehe ich weiter. Das habe ich jetzt 2x so gemacht, da ist kein Hund hingerannt.