Der Verständigungsschlüssel zum Hund für Züchter, Trainer und Hundehalter

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Der Vorrang-Leithund (VLH)

Als Welpe:
Versteckt sich sehr häufig nach der Geburt im Verband. Entweder sieht man ihn bei dem
nachrangigen Leithund, oder mitten im Verband. Aber er liegt immer abnorm zum
Rest.
Grund: Ist ein aktiver Leithund im Haus würde er diesen sofort töten wenn er ihn im Verband
entdeckt. Nur alte Leithunde, die spüren, dass sie der Aufgabe nicht mehr gewachsen sind, lassen
solche Hunde groß werden und bauen sie als Nachfolger auf. Entdecken kann ein
vorrangiger Leithund einen nachwachsenden Konkurrenten nur an der separierten
vorrangigen Leithund Stellung. Deswegen versteckt er sich selber oder die Mutter
versteckt ihn über lange Zeit.

 


Seine Aufgabe im Verband:
Seiner Stellung entsprechend führt er einen Verband ist aber in jeder Aktion, die sich vor
dem Verband zeigt, defensiv. Klärt über Geruch, Gehör vorher die Situation und gibt dem
mittleren Bindehund ein Zeichen entweder Aktion zu starten für die vorrangigen Bindehunde,
oder ebenfalls alle in defensiver Stellung zu halten. Er selber ist am wenigsten aktiv und lässt das
Rudel für sich arbeiten.

 


Im Alltag:
So einen Hund führt man nicht. Dann zerbricht man ihn innerlich. Man kann mit ihm nur eine Partnerschaft aufbauen. Der Mensch muss beweisen, dass er eine Daseinsberechtigung für so einen Hund hat, und die muss man sich erst erwerben. Erwirbt man diese, dann ist das die größtmögliche Bindung, die ein Hund zu einem Menschen aufbauen kann.
Wenn man als Mensch einen solchen Hund unter normal ablaufender Erziehung hält, dann
muss man sich klar darüber sein, dass man erst alles zerstören müsste was in solch einem Hund
von der Natur angelegt wurde.

 


Kommuniziert mit wem?
Kommuniziert mit dem Menschen.
Gibt seine Entscheidungen an den mittleren Bindehund weiter.
Führt dominant den 2. vorrangigen Bindehund.