Der Verständigungsschlüssel zum Hund für Züchter, Trainer und Hundehalter

News vom Januar 2015

Die Doktorarbeit von Dr. Modrow wurde zwischenzeitlich unter folgendem link veröffentlicht:

Doktorarbeit von Dr. Modrow

Die vererbte Rudelstellung der Hunde taucht dabei auf folgenden Seiten auf: 9-10, 16, 45, 67-68, 93, 102

Dies ist dass Ergebnis einer der vom gemeinnützigen Verein “vererbte Rudelstellung der Hunde” e.V. initierten und unterstützten Forschungsprojekte.

Der Verein selber wird keinerlei Informationen im Vorfeld über reale Aktivitäten von international arbeitender Wissenschaftsgruppen zum Thema RS veröffentlichen. Dies wird ausschließlich den jeweiligen Wissenschaftsgruppen überlassen.

 

News vom Juli 2014

Seit Oktober 2013 unterstützen wir mit Speichelproben aller von uns eingeschätzten Hunde die vom Verein vererbte Rudelstellung der Hunde e.V. initiierte Forschung an einer deutschen Universität.

Nunmehr können wir schon folgendes hierzu veröffentlichen:

 

Nachweis von Neurotransmitter-Rezeptor-Genen zwecks Ermittlung der genetischen Prädisposition für die Rudelstellung bei Hunden

Zur Ermittlung der genetischen Prädisposition für die Rudelstellung von Hunden wurden vier verschiedene Primer der Literatur entnommen (Hejjas, et al., 2009 ;Hejjas, et al., 2007; Hejjas, et al., 2007; Sparkman, et al., 2012; Kubinyi, et al., 2012), validiert und optimiert.

 

Zwischenergebnisse der bisherigen Analysen

Bei der genetischen Analyse wurden die Genorte TH-4, DAT-9, DRD4-3 und DBH-4 an bisher[1] 263 Hunden verschiedener Rassen beider Geschlechter untersucht. Es handelt sich dabei um 26 vorrangige Leithunde, 44 vorrangige 2. Bindehunde, 54 vorrangige 3. Bindehunde, 25 nachrangige Leithunde, 31 nachrangige 3. Bindehunde, 41 nachrangige 2. Bindehunde und 42 mittlere Bindehunde (Abb. 1).

forsch dia 01

Abb. 1: Übersicht der bei der Rudelstellung untersuchten Hunde. Die Kategorisierung erfolgte vorab auf Einschätzungsworkshops anhand des Sozialverhaltens der Tiere. Das hier gezeigte Kollektiv diente als Referenz für die genetischen Analysen.

Mithilfe des untersuchten Kollektivs an DNA-Proben bereits eingestufter Hunde ließ sich eine große Datenbank mit genetischen Daten, die mit Rudelstellung und Verhalten assoziiert sind, etablieren.

Auf der Basis der erstellten Referenzdatenbank konnte mithilfe eines Assoziations-Algorithmus eine Analyse zuvor nicht bewerteter Hunde durchgeführt werden (Blindproben[2]). Hierzu wurden zunächst anhand der Referenztiere Allelfrequenzen für die vier untersuchten Marker erstellt und mithilfe einer Bayesischen Verteilung über eine eigens dafür entwickelte Software geprüft, mit welcher Rudelstellung das untersuchte Tier die größte genetische Übereinstimmung zeigt.

Die Rudelstellung ließ sich bei den Blindproben mit Ausnahme weniger Fälle mit einer Genauigkeit von 89 % auf zwei Stellungen eingrenzen (VLH, V2 oder V3, MBH, N2 oder N3, NLH).

Um eine explizite Aussage auf genetischer Basis durchführen zu können, sollten noch mehr Daten erfasst und ausgewertet sowie ggf. ähnlich wie bei der Identitätsanalyse zwischen den verschieden Hunderassen unterschieden werden, um die Genauigkeit zu erhöhen.

Weiterhin sollten zusätzlich zu den bereits untersuchten vier Systemen weitere mit dem Verhalten assoziierte Systeme in die Multiplex-PCR integriert und auf das Probenkollektiv angewendet werden, um so die Genauigkeit weiter zu erhöhen (Hejjas, et al., 2009; Hejjas, et al., 2007).



[1] Stand Juli 2014

[2] Blindproben: DNA bereits kategorisierter Hunde, deren Rudelstellung jedoch bei der genetischen Auswertung nicht bekannt war