Der Verständigungsschlüssel zum Hund für Züchter, Trainer und Hundehalter

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THEMA: 6er im Lotto mit Zusatzzahl

6er im Lotto mit Zusatzzahl 1 Jahr 11 Monate her #357221

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Nochmal zu den Wölfen:
Ich halte Wölfe NICHT für Killer.
Aber sie sind Jäger.
Und wenn ein Jäger aus dem gegnerischen Team mit gefletschten Zähnen in Richtung meines Schlafzimmers unterwegs ist - am besten, wenn meine Kinder/Enkel dort spielen - würde selbst ich als friedenstaubenmalender GFKler versuchen, Küchenmesser, Sense und Verwandtennotruf zu aktivieren, um den Grenzüberschreiter zu stoppen. Und aus der Sicht eines Jägers: Sollte ich den erjagten Gegner dann vor Ort verfaulen lassen, um noch mal Kalorien für eine neue Jagd zu aktivieren?
So ticken tierische Jäger nun mal nicht.
Und dass sie schnelle Rehe jagen statt nicht so schnell fliehender Mufflons findet halt erst statt, wenn nur noch schnellere Rehe in Futterreichweite sich befinden. Gemäß der Effektivität der Natur: Es geht ums Überleben.

Und wir hatten offensichtlich ausreichend viel richtig gemacht in der Situation: zusammenbleiben und nicht provozieren, gegnerische Grenzen ab bestimmter Schärfe des Anzeigens durch die Bewohner akzeptieren. Damit keiner mehr Kalorien verschwendet als unbedingt nötig.
Leo NLH Labrador - Ridgeback *2012
Jonno N3 Pointer *2013

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6er im Lotto mit Zusatzzahl 1 Jahr 11 Monate her #357223

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Unser Hasen - Antijagd - Training gestaltet sich schwierig, weil die Strategie der Hasen, sich nicht erwischen lassen zu wollen, nicht zu meinem bisherigen Antijagdtraining passt.

(Der Anlass für 1. steht 2 Beiträge weiter oben, unsere bisherige Strategie steht da: #295528 )

Nämlich ducken sich die Hasen in eine Deckung, sobald ihnen etwas gefährlich erscheint. Das hat zur Folge, dass sie genau in dem Notfall, dass sie fast erwischt worden sind von der Hundenase, aus dem Nix losrasen wie eine um die Ecken donnernde Rakete. Und wir (also Hunde und ich) haben das Problem des unerwarteten Jagdreflexes :-(

Eines unserer bisherigen Hauptelemente des Anti - losrammel - Trainings war das Beobachten aus der entspannten Distance, welche dann irgendwann schrumpfte. Nun kann man die hieigen Hasen nicht einfach beobachten, weil sie normalerweise nicht zu sehen sind. Also habe ich meine Hundebande am Baum am Rand der Hasenwiese geparkt und per Leine gesichert und bin Hasen stöbern gegangen. Das hatte nicht den super entspannten Effekt für die Hunde und mit mir mit wollten sie auch, aber wenigstens haben sie ab und zu Hasen gesehen und donnerten nicht hinterher.
Allerdings sind auch Hasen gut lernfähig, weshalb sie nach kurzer Zeit immer im Busch verschwunden sind, wenn wir noch in sicherer Entfernung uns befanden.
Also haben wir immer mal wieder neue Hasengegenden besucht und sind jetzt so weit, dass die Hunde noch vorschießen, wenn sie unerwartet einen Hasen sehen, aber dann nur noch aufgeregt hampeln, nicht mehr durchstarten. Das ist ja schon mal was.

Und falls jemand hilfreiche Ideen hat - bitte her damit! Danke.
Leo NLH Labrador - Ridgeback *2012
Jonno N3 Pointer *2013

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6er im Lotto mit Zusatzzahl 1 Jahr 8 Monate her #360041

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Reizvolle Welt
Ich war ja ganz schön unzufrieden, dass wir ein Hasen - Tolerierungsproblem hatten. Der Angelegenheit war auch schwer beizukommen, weil die Hasen seeeeeeeeeeehr vorsichtig sind. Zu recht natürlich. Aber wir haben einen Weg gefunden: Ich entdeckte einen Bauernhof in der Gegend, wo Hasen und Kaninchen auf einer umzäunten Freifläche gehalten werden, damit die Kinder sie beobachten können. Und diesen Langohren ist total klar, dass die aufgeregtesten Kinder die besten Schmäckelchen anbringen. Und welcher Hopser am schnellsten ran ist hat Vorteil.
Das fand ich gut: Zuerst stellte ich die Hunde im Auto in die Nähe und mich davor für Gespräche mit Kindern, Hunden, Eltern und fremden Hunden. Inzwischen können meine beiden warten vor dem Aussteigen und in Ruhe des Weges gehen an der Langohrenhoppelanlage vorbei. Es war toll zu sehen, dass Leo NLH der Schlüssel der inneren Ruhe ist: Sobald er bemerkt hatte, dass man an die Kaninchen + Hasen näher rankommt, wenn man sie nicht ängstigt, machte er das. Jonno fällt das viiiiiiiiiiiiiiiel schwerer. Der erste Schritt war anhalten üben bei Anblick der Tiere auf Abstand ... pointen .. entspannen (soweit er das kann, aber er kann es so weit, dass die Kaninchen und Hasen neugierig sich ihm zuwendeten) ... Abstand verringern .... weiter atmen ... gehen ... lieber notfalls ein Grasbüschel für die Nase nuizen als durchstarten ... und weiter atmen langsam, langsam...
Wir üben noch aber ich bin stolz auf uns. Es ist eine gute Übung zur allgemeinen Reizschwellenerhöhung mit Ansprechbarkeit (wobei Leo der ansprechbare ist und wir Jonno am unsichtbaren Bändel zwischen uns halten.) Im Moment haben wir noch die Sicherungsleine dran, aber es zerrt schon nix mehr wegen der Langohren (vorbeikommender unbekannter bellender Hund war dann zu viel).
Leo NLH Labrador - Ridgeback *2012
Jonno N3 Pointer *2013

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6er im Lotto mit Zusatzzahl 1 Jahr 7 Monate her #362232

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Gesundheit, das wertvollste Gut

Zu Silvester begann Leo, seine rechte Vorderpfote ungut oft zu lecken.
Einen Tag später entlastete er sie schon, einen weiteren Tag später benutzte er sie kaum noch und ich konnte nix finden, woran es liegen könnte. :-(
Glücklicherweise empfing uns der Tierarzt. Zuerst der junge Kollege, welcher neuerdings öfter in der Praxis mitarbeitet. Er fand das Problem zwischen Leos behaarten Zehen. Die Kralle war mitangegriffen und eine Vereiterung breitete sich nach innen - oben aus. Zuerst wollte er das unter örtlicher Betäubung behandeln. Leo zog jetzt seine Pfote weg. Also unterstützte ich ihn: Welche Möglichkeit gibt es noch?... Vollnarkose. Ich schaute Leo an. Der legte sich ab und ließ sich nach weiterer kurzer Beratung zwischen TA und mir ganz ruhig die Spritze geben.
Dann wanderten wir ins andere dunklere und ruhige Zimmer, damit Leo es leichter hätte mit dem Einschlafen. Nur wehrte der sich: Er spannte sich und konzentrierte sich, brach und verspannte sich wieder. Das hatten wir noch nicht. Ich saß neben ihm und versuchte ihn zu beruhigen.
Plötzlich hörten wir "unseren" TA im Nebenzimmer und ebenso plötzlich legte Leo den Kopf ab und schlief.
Die OP verlief gut unter Anleitung des älteren TA. Leo wurde gut wieder wach, nur benutzte er die verbundene Pfote nun gar nicht mehr und blieb einfach stehen. Wir trugen ihn ins Auto.
Zu Hause sprang er aus dem Auto und blieb wieder wie versteinert stehen. Es war kalt...und irgendwann trug ich ihn dann rein.
Mein Rücken knackste.
Wir wurden freudig von Jonno empfangen (der nicht mitgedurft hatte, weil ich grade ein Leihauto fahre, mit dem ich eigentlich gar keinen Hund transportieren sollte, aber Notfall durfte vorgehen), doch hielt Jonno sofort inne und ging überlangsam mit uns zu Leos Lieblingsplatz.
Ich dehnte meinen Rücken... Es ging, stellte ich erleichtert fest.
Leo lag. Jonno stand neben ihm und wartete.
Später versuchte Leo, den Verband abzulecken. Ich setzte mich neben ihn: Lass den bitte dran. Erstmal muss die Wunde Ruhe kriegen. Er legte seinen Kopf an mein Bein und lag ruhig. Jonno legte sich neben ihn auf hab acht.
Zum Füttern stand Leo nicht auf...Jonno brachte ihm jedes Bröckchen einzeln.
Abends legte ich mich hin.. Leo erhob sich langsam und stand bedeutungsvoll neben mir mit gaaaaaanz tiefen Augen. Er setzte vorsichtig eine Pfote neben mich mit fragendem Blick. Er erbat Kontaktliegen. Ich lud ihn ein. Und es fühlte sich gut an.
Am nächsten Morgen ging es Leo besser, aber meinen Rücken hatte es doch erwischt. Jonno pflegte uns aufopfernd: Leo brachte er Brot, mir Kekse.
Ja und dann war der Verband von der Pfote ab, und ich sollte Leo eine Flüssigkeit auf die Wunde träufeln. Er nahm seine Pfote weg. Nächster Versuch wieder. Ich versuchte es mit Worten und mit Bildern im Kopf. Leo blieb stur. Also zückte ich die Familien - Notfall - Apotheke für solche Fälle: Propolistinktur. Ich hatte sogar noch starke vom Lieblingsimker meiner Mutter - und siehe da: Leo hielt mir seine Pfote so hin, dass ich die Wunde gut erreichte. Ein paar Stunden später lief er wieder. Und es heilt zusehends.
Als ich das dem TA erzählte, meinte der, dass manche Tiere merken, wenn sie etwas nicht vertragen und das rechtzeitig anzeigen, ehe es Schaden anrichtet. Die Schwierigkeit ist nur, so etwas von genereller Angst oder ähnlichem Befinden wie Situation gefällt mir grade nicht...zu unterscheiden..
Was mich erschreckt hat war, wie schnell das ging von Leo zeigte erste Anzeichen zu OP-bedürftiger Behandlung. Hunde sind sooooo hart im Nehmen.
Leo NLH Labrador - Ridgeback *2012
Jonno N3 Pointer *2013

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6er im Lotto mit Zusatzzahl 1 Jahr 5 Monate her #363361

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Leo ging`s bals wieder gut mit seiner Pfote. Nun müssen wir abwarten, ob die Kralle nachwächst oder eben nicht.

Also kann ich von anderen Herausforderungen berichten: neue Hühner im eigenen Revier.
Das war spannend: Erst mal Stall bauen... Die Hunde waren meistens dabei. Und wenn ich etwas tat, sprach ich meine Gedanken laut für z.T. mitbauende Helfer, und die Hunde kooperieren auch gut, wenn man sich selbst mit Sprache sortiert.
Und dann kam DER große Tag. Als erstes stellte ich nochmal klar: Ich hab schöne neue Hühner mitgebracht. Erstens sind das meine Hühner, zweitens gehören sie jetzt zur Familie und drittens stehen sie unter Naturschutz wie Rehe. Also bitte gaaaaaanz vorsichtig, Männer. Die Hunde blickten mich immer noch aufmerksam an. Und wir gingen langsam los. Ich vorneweg, dann Jonno, dann Leo. Jonno sehr gespannt zwischen uns aufgefädelt.
Dann kamen die Hühner in Sichtweite. Wir blieben stehen und beobachteten sie: Die Hunde hinter mir, ich hatte Jonno und Leo schräg im peripheren Blick. Ich blickte leise redend gleichzeitig zu Hunden und Hühnern. Jonno pointete wie ein Pfeil. Leo beobachtete.
Nach einer knappen halben Stunde kam unisono Richtung in uns: Wir gingen ganz langsam in Richtung Hühner. Noch ca. 8m: Plötzlich parkte Leo NLH seinen Jonno N3, so dass Spurti den Anblick aushalten konnte ohne durchzustarten. (Ich finde sehr bemerkenswert, dass Leo es wirklich IMMER draufhat einzuschätzen, was Jonnos Nerven aushalten.) Wogegen Leo selbst sich mit mir langsam und vorsichtig bis auf einen Meter an die Hühner ranpirschte, um sie dann mit einem Mäuselsprung zu erschrecken. Er fand das toll. Die Hühner duckten ab. Er beschnupperte sie in ihrem Schreck. Jonno fiepte langgezogen, stand aber eisern. „Leo, die sollen Eier legen. Wenn Du die so stresst, können sie das nicht. Kein Druck, bitte. Kein Stress.“ Er schaute mich total enttäuscht an. Aber nachdenklich.
Wir sammelten Jonno wieder ein und gingen erst mal eine normale Runde.
Am nächsten Tag baute ich noch etwas hinter dem Hühnerstall, die Hunde befanden sich neben mir. Jonno sehr angespannt aber er beobachtete Hühner. Als Leo wieder Anstalten machte, sich näher an die Hühner anzupirschen, erinnerte ich kurz: „Kein Stress bitte für die Hühner, damit wir Eier von ihnen bekommen.“ Er blickte zurück wie:“Vertrau meinem Plan“ und legte sich ab. Zentimeter für Zentimeter näherte er sich, bis er hinter einem herabhängenden Ast gut getarnt liegend die Hühner wirklich nah beobachten konnte. Jonno blieb auf der Stelle stehen und beobachtete auch, brauchte aber mehrere böse Blicke von uns Entscheidungsträgern, damit er keine Aufregung unter den Hühnern verzapfte.
Es sind die ersten Hühner aus dem Brutkasten, die mir aus der Nähe begegnet sind. Und es ist wirklich besonders, sie zu beobachten: Z.B. fraßen sie zwar Körner, aber wenn man ihnen etwas anderes anbot, stellten sie sich im Kreis darum und beäugten den Apfel beispielsweise. Dann näherte sich das mutigste Huhn und pickte. Wenn es weiterpickte, machten die anderen mit.
Nach 3Wochen hatte Leo sich und die Hühner so weit, dass er die mutigen beiden Nase an Schnabel begrüßen konnte. Auch die restlichen zeigen keine Anzeichen von Panik, wenn er sich nähert.
Mit Jonno mussten wir richtig viel üben. Dem lagen die Nerven blank und er zitterte am ganzen Leib. Und dann kam mir eine Idee:

Bilder im Kopf

Ich startete einen Versuch, weil ich wissen wollte, ob und wie genau Leo NLH meine Infos als Bilder in meinen Gedanken mitkriegt.
Also bat ich ihn, mein Experiment mit zu machen. Er setzte sich aufmerksam vor mich und blickte mich tief an. Ich deutete das als :“Na los.“ und holte vor mein geistiges Auge das Bild von Jonno N3, wie er ins Zimmer kam und sich auf einen bestimmten Platz setzte. Dann fiel mir ein: Dort ist nicht gut, zu nah an der Tür und Sohn müsste gleich reinkommen (und ich wusste ja nicht, ob das Experiment länger brauchen würde). Also noch mal neues Bild mit neuem Ort des Absitzens. Dann nickte ich Leo zu. Und - so schnell konnte ich gar nicht gucken - wie taps – taps – taps mit seinem typischen harten Gang Jonno irgendwoher kam, sich genau auf Platz eins meiner Gedankenbilder setzte, sofort wieder aufstand und sich auf Platz zwei setzte. - „Gut gemacht. Super sehr gut alle Hunde! Experiment erfolgreich beendet.“ Und beide wanderten zu den Decken im Zimmer und legten sich ab.
Ich war sehr nachdenklich: Ich hatte die Exaktheit, mit der Leo meine Bilder aufschnappt, unterschätzt. Das heißt, dass ich an meiner inneren Geradlinigkeit und Konzentration unbedingt arbeiten muss, damit ich`s uns nicht schwerer mache als nötig. (wurde sofort in Arbeit genommen).

Also folgte Experiment Nr.2: Wie weit klappt das zwischen Leo und mir, also in beide Richtungen.
Dazu nahm ich als Trainingsobjekt unsere neuen Hühner. Das passte grade vom Trainingsstand. Ich bat Leo, mir als Bilder seinen Plan von Jonnos Training rüber zu senden. Es kam an: Wir gehen langsam, Jonno hinter uns mit Nase unten, im Zick – Zack über die Wiese, so dass wir uns den Hühnern seitlich nähern und bei Bedarf den Abstand wieder vergrößern können. Dann überholte mich Leo mit Nase unten mit Richtung auf die Hühner. Ich wiederholte vorsichtshalber die Sequenz mit fragendem Blick. Leo blickte mich aufmerksam, groß und zufrieden an. Und dann bat ich (immer noch in Bildern) um die Änderung, dass auch Leo maximal neben mich kommt und nicht vor geht. Es klappte wunderbar. Absolut exakt. :-)
Spätestens seitdem weiß ich: Wenn bei uns was nicht einfach läuft, liegt es an meiner Konzentration und/oder Offenheit zu den Hunden. Aber es war wundervoll. Ich übe das! Nein: Wir üben das. Ich habe grade die wundervollsten Lehrer an meiner Seite.
Leo NLH Labrador - Ridgeback *2012
Jonno N3 Pointer *2013

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6er im Lotto mit Zusatzzahl 1 Jahr 5 Monate her #363363

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Dein Abschnitt mit den Bildern im Kopf gefällt mir sehr gut! :thumb: So funktioniert Tierkommunikation übrigens.....da kann ja kaum einer behaupten, das gibt es nicht.
"Mit einem kurzen Schweifwedeln kann ein Hund mehr Gefühl ausdrücken, als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede."
Louis Armstrong

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6er im Lotto mit Zusatzzahl 1 Jahr 5 Monate her #363431

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@Redaries
Ja - seit unserem Gang im Wolfsrevier, als ich das Bild von dem Zotteltier im Kopf hatte und den Eindruck nicht loswurde, dass das ein Bild von Leo ist, habe ich mehreres über Tierkommunikation gelesen.
Aber es wird viele Menschen geben, die nur glauben, was sie selbst gesehen haben. Und wenn das außerhalb dessen ist, was sie glauben können, erklären sie sogar das, was sie selbst gesehen haben, als Hirngespinste...
Dass Leo meine Bilder empfängt, dessen war ich mir schon länger sicher.
Dass ich seine Bilder sehe, klappt nicht immer. Am Anfang waren es nur (aus seiner Sicht) gaaaaaaanz oberwichtige kurze Sequenzen. Inzwischen komme ich immer öfter in den inneren Zustand, dass auch Bilder ankommen, die mit nicht ganz so viel Nachdruck gesendet wurden. Es ist wirklich ein tolles Gefühl!
Leo NLH Labrador - Ridgeback *2012
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6er im Lotto mit Zusatzzahl 1 Jahr 5 Monate her #363461

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Wieder was geschafft
Wir gingen aus unserem Tor: ich vorneweg, Jonno folgte, dann Leo. Am Busch, der die Litfasssäule der hiesigen Hunde ist, übernahm Leo die Spitze, Jonno folgte. Beide markierten nach dem „Briefe - lesen“ im Dreeick, wobei die Wirbelsäulen im rechten Winkel zueinander stehen und die Pos die Spitze des Dreiecks bilden. Das machen die beiden oft an wichtigen Stellen, wo es gut ist, Einheit zu dokumentieren und die Gegend dabei im Blick zu behalten. Ich blicke dann mit und versuche das zu bemerken und evtl. zu entschärfen, was den Hunden wichtig erscheint.
Während wir noch damit beschäftigt waren, donnerte und rüpelte der Akita von schräg gegenüber los, was das Zeug hielt. Ich bin jedesmal froh, dass er noch nicht entdeckt hat, dass er über das Tor käme, wenn er es versuchen würde. Und das macht er jedesmal, wenn wir zu bemerken sind... Und meine beiden haben mitgemacht. Und jedesmal sage ich sowas wie: Wir können nix dafür, wenn der sich daneben benimmt, lasst uns das einfach ignorieren und gehen. Und ging dann mit Leo und Jonno. Der Akita baute Kondition auf bei dem Benehmen an Tor und Zaun. Wenn wir ihn mit Herrchen unterwegs treffen, zieht er sich still zurück. Die Donnerphase meiner Hundemänner wurde seit Jahresende immer kürzer, der Drang in Richtung des Akita wurde geringer.
Und nun bemerkte ich plötzlich, dass Leo nur kurz aufgebaut blickte, dann sanft hinter mir die Seite wechselte zur abgewandten Seite vom Akita. Jonno marschierte schnurstrax mit. Einfach so. :-) Und seit einer Woche ist das so. Sie markieren dann wieder gemeinsam an der nächsten Hecke, während ich zwischen ihnen und Akita stehe und weiter geht’s.
Ich freu mich total!!!
Leo NLH Labrador - Ridgeback *2012
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5.4.2018
Geschenke

Ich bekam 2Laufenten geschenkt. Ich freute mich sehr, weil im letzten Jahr Schnecken verschiedenster Farben sämtliche Blumen und sogar den grünen Salbei weggeputzt hatten und ich sehr betrübt darüber war. Und Laufenten sollen ja DAS Mittel der Wahl sein gegen Nacktschnecken...
Was mir nicht ganz so gegenwärtig war: Diese Enten sind ganz schön scheu und dabei aufgeregt. Und das äußert sich darin, dass sie laut schnatternd wegrennen. → größere Herausforderung als Hühner.

Immerhin war mir klar, dass die Enten neu sind und einer Einführung bedürfen. Also ich Grußansprache an die Hunde gehalten mit ganz viel Ruhe und Disziplin im Kopf. Dann ab in Sichtweite auf Distance zu den Enten und gucken mit beruhigenden Worten , dass die Enten Respekt verdient haben, in Ruhe ankommen sollen in ihrem neuen Zuhause, Eier legen sollen und wir ihnen keinen Streß machen... Das ging ganz gut. Wir bummelten also in entspanntem Zickzack näher... bis Jonno nicht mehr entspannt bleiben konnte... Plötzlich stellte Jonno sich ziemlich verspannt neben die kleine Zwetsche (ca. 8m bis zu den Enten). Manchmal pointete er, dann verspannte er wieder bis zum Zittern des ganzen Körpers, aber er stand. (Ich war`s nicht, der ihn da abgestellt hatte, und ohne strenge Aufforderung blieb er da offensichtlich nicht → Dank an beide, denn sonst hätten wir abbrechen müssen. So konnten wir das - Rudel - bleibt - auch - unter - Ablenkung – zusammen üben.
Tags darauf blieb Jonno noch weiter weg von den Enten stehen und schaute ohne Pointen relativ entspannt. Leo rückte mit der Nase zu meinem Knie vor und stellte sich mit dem Gewicht mehr auf die Vorderpfoten, Brust sehr weit vorn. Ich hatte den Eindruck, dass er mich nach vorn drückt, ohne mich zu berühren. Ich ließ mich darauf ein → wir gingen ganz langsam weiter vor. Er bewegte sich nicht direkt zu den Enten sondern nach leicht links zum Entenhaus. Die Enten rannten schnatternd nach rechts Richtung Ententeich (welcher leider nur reichlich 1m im Durchmesser misst). Allerdings sprangen sie nicht rein sondern flatterten so 1,50m auf und ab, auf und ab, auf und ab. Leo saß und beobachtete sie: breiter Hintern auf Erde, breiter Schädel im Rhythmus der Enten auf und ab, auf und ab... Ich war so perplex, dass ich erstmal realisieren musste, dass er alles richtig machte: ER regte die Enten nicht auf. DIE regten SICH auf. - Leo, du, es ist egal, wer die Enten aufregt. Bei zuviel Aufregung legen die keine Eier und gut fühlen sie sich auch nicht. - Er schaute mich ganz ruhig mit tiefen Augen an, stand auf und wir gingen. In dem Moment platschte eine Ente in das Wasser und Leo bekam einen ordentlichen Schwapp ab. Er drehte sich weg und kam weiter mit. Bei Jonno angekommen, schüttelte er sich. Wir standen dort noch eine Weile alle 3nebeneinander und betrachteten die Enten, die Hühner und die Welt, dann gingen wir ins Haus und versuchten das Erlebte zu verdauen.
Leo NLH Labrador - Ridgeback *2012
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(Nach den guten Erfahrungen mit dem Kaninchen- + Hasengehege hatte ich den Eindruck, dass uns das gezielte Üben an EINEM Thema, ohne dass uns was dazukommen kann, weiterbringt. Wir üben hier also mehrfach täglich mit Hunden und Federvieh. Anfangs nur extrem kurz, weil Jonno der Jagdtrieb durchgeknallt ist, inzwischen können wir schon eine Stunde entspannt beobachten)
Und so machen wir das: Wir treten in Ruhe vor die Tür – da hört man Enten, Hühner und &Co, also auch mal Nachbars Schweine, Kühe, Schafe... und kommen zur Ruhe. Dann marschieren wir in Ruhe los als Gemeinschaft: Ich bin für die Richtung zuständig, Leo für das Mitkommen und Jonno mit führen von hinten, Jonno soll sich führen lassen. Wenn einen von uns die Ruhe verlässt, halten wir inne, bis wir alle wieder locker sind. (Wenn`s gar nicht geht, brechen wir ab) Wenn also Jonno zu sehr verspannt, biegt Leo ab und zieht Jonno zu einem Grasbüschel... So marschieren wir im Zickzack immer wieder so nah an das Federvieh ran, wie die Hunde und Hühner das aushalten (Enten sind von sich aus scheuer und halten sich weiter hinten auf), dann nehmen wir Druck raus, indem wir wieder abbiegen. (Also die typische streßfreie Rinderherdentaktik nur ohne Treiben).
Am Anfang mussten wir nach Minuten aufhören. Aber die Zeiten dehnen sich und die Abstände schrumpfen. Gelegentlich passiert es noch, dass ich auf Jonnos Schlepp springe. Leo braucht keine, hat sich voll im Griff: er geht in Abstand, bevor es ihm zu viel wird. Bei Jonno reicht manchmal eine Bewegung (wie Huhn schnappt nach Fliege) und er hat den starren Blick. Es wird besser. Wir üben oft. Seine Ansprechbarkeit ist immer zuverlässiger.

So können wir kontrolliert üben und mir gibt zusätzlich Kraft, dass ich mich für die Hunde UND für die Hühner und Enten zuständig fühle. Das gibt viiiiiiiel mehr Anreiz, dass ich an der richtigen Stelle (zwischen Fellnasen und Federvieh) stehen WILL. KEINER hat auszuscheren. Und es wird. :-)

Was ich auch bemerke: Die Hunde geben sich sehr viel Mühe, miteinander zu arbeiten und tauschen oft Sozialgesten.

Und noch einen interessanten Moment gab es: Die Hühner wollen inzwischen gern mal aus dem fuchs- und Jonnosicherem Gatter raus. Also lief in mir erst der besorgte Film... → alle Augen schauten mich an. So holte ich vor mein inneres Auge, dass die Hühner sich mit dem Schnabel verteidigen wie die Katzen mit den Krallen: Watsch. Der Hahn streckte sich und Jonno verlegte sein Gewicht auf die Hinterhand. :-) Ich hab wirklich eine tolle Truppe an meiner Seite!
Leo NLH Labrador - Ridgeback *2012
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