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THEMA: Ist ein Hund zwangsläufig unglücklich, wenn er nicht in Rudelstellung leben darf?

Ist ein Hund zwangsläufig unglücklich, wenn er nicht in Rudelstellung leben darf? 5 Jahre 4 Monate her #133920

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Aleatra schrieb: Karosa,

Du hast recht. Ich kann es allein schon aus dem Grund nicht sagen, weil ich meinen Hund noch nie habe in Stellung laufen sehen. Wir haben erst am Samstag unseren großen Tag :)


Hauptsächlich hatte ich Kromfohrländer gemeint. ;)

Dann schau gut hin, auch bei den anderen Hunden. :) Nicht immer passt es so perfekt, dass man dieses Leuchten in den Augen der Hunde sehen kann. VIel Spaß Euch!
Liebe Grüße
von Karosa



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Ist ein Hund zwangsläufig unglücklich, wenn er nicht in Rudelstellung leben darf? 5 Jahre 4 Monate her #133924

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Im Gegensatz zum Hund hat der glückliche oder unglückliche Mensch ja immer eine Wahl, sein Leben anders zu gestalten.

Im Bereich der Nutztierhaltung fällt öfters der Begriff der artgerechten Tierhaltung -für Hunde habe ich das noch nicht gehört. Für eine artgerechte Hundehaltung wäre es wohl zwingend nötig, diese in einem Rudel zu halten gemäß RS.

Der Mensch kann hier wohl schwerlich ein Ersatz sein, auch wenn er es sich noch so sehr wünscht.
Elli VLH, Fila Brasileiro geb. 29.11.2008

"Niemals wird dir ein Wunsch gegeben, ohne daß dir auch die Kraft verliehen wurde, ihn zu verwirklichen.
Es mag allerdings sein, dass du dich dafür anstrengen mußt."

Richard Bach "Illusionen
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Ist ein Hund zwangsläufig unglücklich, wenn er nicht in Rudelstellung leben darf? 5 Jahre 4 Monate her #133945

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Es kommt ja auch immer auf den Blickwinkel an, was Mensch als "unglücklich" interpretiert. In meinem Umfeld sehe ich so viele Menschen, die würde ich nicht als unglücklich bezeichnen. Aber als zufrieden? Sie "müssen" sich dem Umfeld, dem Alltag unterordnen. Diejenigen, die versuche auszubrechen bzw. die dies tun haben, wenn die nötigen Mittel nicht vorhanden sind, es sehr schwer.

Sind diese dann unglücklich? Ich beobachte eher das sie zufrieden sind und auf dem Wege glücklich zu werden, da sie jetzt anfangen können ihr Potential zu entdecken, es ausleben können. Auch wenn es schwierig ist, können sie endlich sie selbst sein.

So geht es Hunden auch. Durch ihr enges Zusammen leben mit dem Menschen haben sie Strategien entwickelt, so angepasst wie möglich zu leben. Und teilweise ist es Hunden da möglich, wo der Mensch zwar keine Ahnung von RS hat, aber es ihren Hunden ermöglich sich so viel zu entfalten wie möglich, ohne das der Mensch vorgibt was sie zu tun haben, was sie machen müssen. Diese Hunde sind dann sicherlich zufrieden. Aber glücklich?

Das Wissen der Stellungen ist für die Hunde enorm wichtig. Denn nur so kann der Mensch sehen, was ihr Hund wirklich braucht. Und je mehr der Mensch in die Materie eintaucht, Hunde sehen kann, die aufblühen, wenn der passende Hund ihm über den Weg läuft oder mit ihm zusammen leben darf, umso mehr ist der Mensch nicht mehr bereit, anderen Hunden ohne Struktur zuschauen zu wollen. Zumindest geht es mir so.

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Ist ein Hund zwangsläufig unglücklich, wenn er nicht in Rudelstellung leben darf? 5 Jahre 4 Monate her #133975

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Ich finde es manchmal wirklich bedauerlich, wenn - statt über Hunde - über die geheimen Motive der menschlichen Fragesteller spekuliert wird. :pinch:
Liebe Grüße von Elma mit:
Bruno (VLH), Großer Schweizer Sennenhund, Nov. 2010
Wanda (MBH), Großer Schweizer Sennenhund, Juli 2011
und Smilla im Herzen, nicht weil sie tot ist, sondern, weil sie LEBT

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Ist ein Hund zwangsläufig unglücklich, wenn er nicht in Rudelstellung leben darf? 5 Jahre 4 Monate her #133992

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Man kann es ja mal von der Seite aus betrachten:

ein Hund wird geboren,
und wir gehen mal von einem perfekten bzw. akzeptablen Wurf aus.
(auch, wenn die Realität leider oft nicht akzeptable Würfe präsentiert..)

Also, es ist ein strukturierter Wurf Welpen, vielleicht kein kompletter 7er-Wurf, aber aufeinanderfolgende Stellungen mit einem MBH dabei.

Diese Welpen beginnen SOFORT, sich strukturiert zu ordnen und zusammenzuarbeiten.
Sie absolvieren von Sekunde eins!!!! an Strukturarbeit und professionalisieren sich darin von Tag zu Tag mehr.

In einem perfekten Wurf ist etwa nach 2 Wochen diese Professionalisierung abgeschlossen,
die Welpen haben all ihr Wissen aktiviert und angewendet untereinander.

Man sieht dann ein paar Wochen alte "Zahnrädchen" die ein großes Ganzes ergeben miteinander.

Mein MBh wurde mit seinen Geschwistern gefunden, als die Junghunde etwa 5 Monate alt waren.
eine ruhende wunderschöne strukturierte Gruppe, jeder wußte seinen Platz und seine Aufgabe.
Mein MBH wurde hier langsam nervös als er dann "nur" noch V3 und hinten die N3 hatte.
er kannte solche Unstruktur nicht, und ich stellte schleunigst wieder Struktur für ihn her.


oder seht euch das Video von Barbaras NLH und N3 im Alter von 8 Wochen an.
Das sind zwei Welpen, die miteinander zusammen einfach klar sind, ein Team.


So,
und jetzt mal die Gegenfrage:
ich reiße so einen Welpen aus seinem Geschwistergefüge
und entscheide als Mensch:
dieser Welpe,
der bis jetzt nur Struktur und Gemeinschaft kennt,
der auch in gewisser Weise angewiesen ist auf seine Partnerwelpen,
dieser Welpe soll also ab jetzt als Einzelhund leben.

Warum gibt es denn so viele aufgedrehte Leithunde?
so viele angsterfüllte junge N3?
u.s.w. u.s.w

Weil sie als Einzelhund glücklich sind?
nein.

Hunde kommen in einem Geschwistergefüge strukturiert auf die Welt, kennen nichts anderes von Geburt an,
sind für die Gruppe gemacht als ein Teil der Gruppe.


Ich schreibe noch etwas, was vielleicht häßlich ist:
Welpen aus nicht akzeptablen Würfen, die von Anfang an KEINE Struktur erleben,
sondern die erleben,
wie es nur Kampf und Druck und keine Lösungen gibt unter den Geschwistern,
die
können vielleicht auch als Einzelhund glücklich werden,
weil sie Gemeinschaft nicht kennengelernt haben von Anfang an.
Und gewöhnt sind,
allein zu sein.

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Ist ein Hund zwangsläufig unglücklich, wenn er nicht in Rudelstellung leben darf? 5 Jahre 4 Monate her #134003

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Sharky(RS?) vermisst als Einzelhund ganz sicher etwas !

Ich stelle es mir vor und schlüpfe in die Gestalt eines fremden Einzelhundes:

Ich bin jetzt ein Mensch der Familie und Gemeinschaft kennt.
Aber ich bin gestrandet auf einer einsamen Insel und habe mich mit ein paar einzelnen Affen arrangiert.
Sie besorgen Nahrung und Unterschlupf und versuchen mit mir Ihre Spiele zu spielen.
Es kommen unterschiedliche Boote vorbei, mit fremden Affen als Besatzung.
Manchmal auch mit anderen Menschen an Bord.
Bisweilen kommen sie, meist in Ketten gelegt, an Land und ich versuche den Menschen klarzumachen, dass ich mit Ihnen kommen möchte um wieder in meiner Welt zu gelangen.
Aber sie verstehen mich nicht oder bedauern es nicht entscheiden zu können.

Die kommandierenden Affen versuchen mich manchmal anzufassen oder führen seltsame Gebärden und Gespräche mit meinen Inselaffen.
Sobald ich auf ein Boot springen will, werde ich aber von meinen Affen sofort daran gehindert, notfalls legt man mich in Ketten.
So geht das nun schon jahrelang… Ich werde niemals damit aufhören auf eines der Boote zu kommen.
Sharky VLH / fähig * ca.1/11, (58cm, 22kg) ♂ Mix
Kaylie NLH *ca. 1/11 (58cm, 23kg) ♀ Mix
(in bester Gesellschaft bei Luna N3)
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Ist ein Hund zwangsläufig unglücklich, wenn er nicht in Rudelstellung leben darf? 5 Jahre 4 Monate her #134005

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Elma schrieb: Ich finde es manchmal wirklich bedauerlich, wenn - statt über Hunde - über die geheimen Motive der menschlichen Fragesteller spekuliert wird. :pinch:

Nun ja, es geht um Gemeinschaft und da gehört der Mensch nun mal dazu. Und die Frage zeigt immerhin, dass Mensch sich damit beschäftigt. Mit den verschiedenen Antworten hat er die Möglichkeit zu vergleichen, zu überdenken. Was er dann letztendlich daraus macht, steht auf einem anderen Blatt.

Ich habe mir immer wieder die Frage gestellt ob meine eigenen Hunde (JimmyVLH?, BaluN3?, BarryNLH?, CarlosNLH, AshkiiV3 und NiaMBH) wirklich bei mir glücklich waren und jetzt sind. Bei NiaMBH und AshkiiV3 kann ich es für mich unterdessen bejahen, weil sie die Möglichkeit haben ihrer Natur entsprechend sich zu entwickeln, und dabei schon ein großes Stück voran gekommen sind. Bei CarlosNLH weiß ich es, weil er seine Gemeinschaft gefunden hat, seiner Aufgabe gerecht werden kann.

Bei meinen früheren Hunden weiß ich heute was ich ihnen teilweise angetan habe. JimmyVLH? und BarryNLH? haben immer zufrieden gewirkt, aber irgendwas fehlte mir immer. BaluN3? hingegen fehlte als Bindehund sein Eckhund und war dementsprechend unruhig und wirkte immer irgendwie unglücklich. Da ich nicht wusste was los war, ich von Stellungen keine Ahnung hatte, nervte mich seine Unruhe und somit konnte er noch nicht einmal mich als "ErsatzNLH?) nehmen.

Menschen müssen verstehen lernen, dass die Vorstellungen zwischen Mensch und Hund weit auseinander gehen wenn es darum geht was der Hund wirklich braucht und was Menschen meinen, dass Hund das braucht.
Das es bei RS immer um den Hund geht, zu versuchen es mit seinen Augen zu sehen, zu erfühlen was in ihm vorgeht. Aus seinem Blickwinkel Situationen zu sehen. Wenn Menschen erst einmal da angelangt sind, werden sie sich so manche Fragen gar nicht mehr stellen :)

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Bei meiner V3 merkte ich auch als Einzelhund, dass ihr etwas fehlt. Ich habe jahrelang nach einer Lösung gesucht, in verschiedenen Erziehungsmethoden, Hinzunahme eines (leider unpassenden) Zweithundes etc.
Im letzten halben Jahr mit ihrer MBH zusammen hat sie eine spürbare innere Zufriedenheit entwickelt. Für sie kann ich es zu 100% bejahen, ohne MBH hat ihr was gefehlt im Leben. Und egal was ich alles tat, diese Lücke konnte ich nicht füllen.

Dabei war sie anfangs ein gerade mal so eben stellungsfähiger Hund, der sich auf kaum einen MBH einlassen konnte.

Ob es ALLEN Hunden so geht, dass sie ohne ihren passenden Partner "unglücklich" sind, kann ich nicht beurteilen. Ich denke schon, dass es Menschen gibt, die für ihren Hund sehr gut (besser als ich) das sein können, was dem Hund fehlt.

Trotzdem will ich persönlich keinen Hund mehr ohne seinen passenden Partner halten.
Liebe Grüße von Sanne


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@ Terry

Ich glaube du hast Elma falsch verstanden.
Denn ich denke auch, dass diese Frage hier gänzlich ohne Hintergedanken und aus ernsthafter und sinnvoller Überlegung heraus gestellt wurde.

Die Beantwortung finde ich höchst schwierig.
Jetzt mal von Glück und Unglück abgesehen.

Mir ist es absolut zu hart,
von innerer Zerstörung eines Hundes zu sprechen, wenn er nicht rudelstellungsgemäß geführt wird.

Allerdings muss ich ehrlich gestehen,
dass ich mit passender Stellung Wesenszüge und Fähigkeiten meines Hundes gesehen habe,
von denen ich so wenig Ahnung hatte, dass mir Hören und Sehen verging.
Das allerdings hat sie erst im Zusammenleben mit ihrem Partner gezeigt,
auf den Workshops hab ich dieses AHA Erlebnis nicht so klar gehabt.

Diese verblüffenden Fähigkeiten zu sehen, war es was mich so traurig macht für meine früheren Hunde,
dass ich das nicht wusste und nicht honoriert hab. Das fühlt sich im Nachhinein nicht so toll an.
Dennoch haben sie ein gutes Leben gehabt.
Aber ich weiß heute, da gabs was, was gefehlt hat.
Mein kleines Wächterchen - sie hätte verdient gehabt, dass ich sie lobe für ihre emsige Arbeit.
Meine wilde Sammlerin - anstatt immer nur alles zu verbieten, würde ich heute mehr Verständnis aufbringen.

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Interessant, interessant. Wenn ich mir jetzt so die Antworten durchlese, dann wird mir klar, dass ich wohl nicht die ganz richtigen Worte gewählt habe wie ich etwas sagen/fragen wollte. In Worten einfach menschlich gedacht, tja bin ja auch ein Mensch und nicht Hund ;) . Verblüffend was alles so interpretiert wird, tatsächlich war die Frage wertungsfrei ohne Hintergedanken gestellt. Anstatt "glücklich" hätte ich wohl besser sagen sollen "entpannt". Bis jetzt habe ich ja auch noch keinen WS besucht, aber das kommt noch, demnächst. Vielleicht hätte ich diese Frage dann auch nicht mehr gestellt, mag sein. Fragen über Fragen. Aber nur wer Fragen stellt, erhält auch Antworten.
Ach ja, Glück und Zufriedenheit ist für jeden vielleicht ein bisschen etwas anderes. Das Rezept für Glück und Zufriedenheit gibt es ja ohnehin nicht. Nicht umsonst ist jeder seines Glückes Schmied. Also werde ich weiterschmieden. . . . und ein bisschen weiter philosophieren.
Claudia
Aloha *09 NLH, stellungsschwach

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