Der Verständigungsschlüssel zum Hund für Züchter, Trainer und Hundehalter

Checkliste Stellungslauf

1 Vorbereitungsphase

A. Ort und Zeit

    Kurze Wege sind von Vorteil.
    Mehrere Stunden Zeit einplanen.
    Der Ort sollte möglichst wenig Anlass für Rückrufe und Maßregelungen bieten.

B. Voraussetzungen beim Menschen

    Innere Haltung, Selbstverantwortung.
    Grundkenntnisse in Hundeverhalten.
    Grundsätzliche körperliche und geistige Fitness.
    Mindestens ein ortskundiger Mensch.
    Wahl eines „Moderators“.
    Gründliche Absprachen mit allen Teilnehmern, Entwurf eines „gemeinsamen Plans“.
    Mindestens eine Person mit Ortskenntnis.

C. Voraussetzungen bei den Hunden

    Fitness.
    Passende Stellungsstärken.
    Beachtung von Größe/Rasse.
    Unterschiedliche Erfahrung der Hunde bedenken.
    No-Gos bei Fehlbesatz im Hausbestand berücksichtigen.
    No-Gos bei Doppelbesatz im Hausbestand berücksichtigen.
    Niemals Bindehunde ohne passenden Eckhund laufen lassen

2 Phasen des Stellungslaufs

A. Ankommen am Treffpunkt

    Vor dem Aussteigen der Hunde mit anderen absprechen.
    Unbedingt Begegnung unpassender Hunde verhindern.

B. Einarbeitung/Einlaufen

    Einlaufen in drei Kleingruppen, ca. 30 Minuten.

1. VLH und V2

2. V3 – MBH – N2

3. N3 und NLH

    Kein Bindehund läuft ohne seinen Eckhund.
    Genug Abstand zwischen den Gruppen.
    Zusammenführung erst dann, wenn Arbeitsabläufe erkennbar sind.
    Eventuell Bildung von Teilrudeln oder sogar Abbruch, wenn keine Arbeitsabläufe zustande kommen.

C. Zusammenführung/eigentlicher Rudelstellungslauf

    VLH und V2 beginnen in einem langsamen Tempo.
    V3-MBH-N2 starten 50 m entfernt und zeitversetzt.
    Bleibt V2 stehen oder zieht V3 an, wird mit erhöhter Geschwindigkeit aufgeschlossen.
    Nur kurze Kontaktaufnahme von V2 und V3.
    Hat Gruppe 2 die Gruppe 1 erreicht, starten N3 und NLH identisch wie vorher Gruppe 2.
    Dann Erhöhung des Tempos auf „normal“.
    Immer in Bewegung bleiben.

Verhalten der Menschen

    Menschen laufen hintereinander parallel zu ihrem Hund.
    Weniger Menschen sind besser.
    Am besten pro Kleingruppe ein Mensch
    Mancher Hund profitiert, wenn „sein“ Mensch nicht mitläuft.
    Das Tempo wird vom Leithund vorgegeben. Tendenziell langsam, ruhig und gleichmäßig.
    Beim Stehen bleiben bleibt man in Stellung.
    Nur der Mensch, der zum VLH gehört, kommuniziert mit diesem, möglichst wenig und besser mental als verbal.
    Bei Teilrudeln entsprechend mit dem MBH.

D. Nachbesprechung

3 Probleme und Sonstiges

    Bei Konflikten weiter laufen, in Bewegung bleiben.
    Geht das nicht, zwischen die Hunde gehen, Rücken zum eigenen Hund.
    Auf Anzeichen von Schwäche bei Hund und Mensch achten.
    Versuchen, einen positiven Abschluss zu finden.
    Bereit sein, den Lauf abzubrechen.
    Hunde brauchen Zeit.
    Hunde bewerten Fehler.
    An Stimmungsübertragung denken.
    Dafür sorgen, dass es einem selbst gut geht.
    Wenn gefilmt wird, darauf achten, dass die Filmer unbeteiligt sind.