Der Verständigungsschlüssel zum Hund für Züchter, Trainer und Hundehalter

 

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Welpenwurf März 2012

 

Eltern waren teilweise nach der vererbten Rudelstellung eingeschätzt.

Zuchthündin wird vom Züchter vermutet NLH – spätere Einschätzung

Deckrüde VLH Altbestand beim Züchter - eingeschätzt

Weiterer Altbestand Zuchthündin NLH - eingeschätzt

Es war eine natürliche Geburt.

Der Wurf ist ein Kategorie III Wurf – nicht akzeptabel

Der Züchter hat den Wurf genau nach Anweisung behandelt und die Welpen wurden in ihrem Arbeitsprozess und in ihrer jeweiligen Liegeposition am ersten Tag nicht durch Menschen tangiert, so dass die Welpen-Arbeitsabläufe und -Liegepositionen nicht durcheinandergebracht wurden.

Am zweiten Tag fand ein Versuch der Separierung der Doppelbesatzwelpen durch den Züchter statt, aber der Versuch wurde am gleichen Tag abgebrochen, weil das Folgebild mir keine Bestätigung brachte.

Ab diesem Zeitpunkt konnten sich die Welpen wieder selber strukturieren und wurden von Menschen nicht tangiert, so dass die Welpen-Arbeitsabläufe und -Liegepositionen nicht durcheinandergebracht wurden.

Für mich stellt dieser Wurf die perfekte Reparatur für die Altbestandskonstellation beim Züchter dar.

Die Photos entstanden nach Anweisung „Schlafbilder von Würfen erstellen“Is

Unter stark = verstehe ich der Welpe ist stellungsstärker

Unter schwach = verstehe ich der Welpe ist stellungsschwächer

 Ist normal wenn in den jeweiligen Tupes die doppelt besetzen Stellungen beieinander liegen. Einer wird stellungsstärker und einer wird stellungsschwächer das Licht der Welt erblicken. Im ersten Schlafbild sieht man das auch bestätigt.

Die E-Mail Korrespondenz mit dem Züchter kann auf der Plattform eingesehen werden und fand zeitgleich zum Bildeingang statt.

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Der Wurf besteht aus

6 = V3

2 + 3 = MBH Doppelbesatz

7 + 1 = N2 Doppelbesatz

4 + 5 = N3 Doppelbesatz

Normal liegt ein Doppelbesatz im Wurf parallel zu den anderen Tieren in T-Stellung.

Da aber hier gleich 3 x Doppelbesatz zu erkennen ist, legt sich nur 6=V3 in Struktur zu den restlichen Stellungen.

Alle anderen 6 Welpen liegen in Konkurrenzstellung bereits überkreuzt. Der Welpe der bereits oben auf dem anderen liegt, dominiert seine Stellung.

Und genau dass werden wir in jedem Schlafbild bestätigt sehen. Diese Welpen werden, wenn man sie nicht strukturiert trennt, nur mit sich selber und dem Chaos, das Doppelbesatz oder Mehrfachbesatz auslösen, beschäftigt sein. Im Gegensatz zu den Würfen August 2011 und Dezember 2011 sehen wir hier keine Gemeinschaftsarbeit die für Selbstdisziplin und Professionalisierung jeder einzelnen Stellung aller Tiere s

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Hier versucht 3 = starker MBH selber diesen Wurf strukturiert zu trennen. Er wird es zum späteren Zeitpunkt noch paar Mal probieren. Seine einzige Gemeinschaftsarbeit für diesen Wurf. Wird er nicht aufrecht erhalten können.

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Hier ist wieder alles zusammengebrochen. Der einzige der im Moment aufgegeben hat und sich rausgelegt hat, ist der schwächere der beiden MBHs

= 2. 6=V3 hat sich eindeutig für den stärkeren MBH = 3 entschieden. Wie schwach der 2=MBH ist, sieht man daran, das 5 = N3 der stärkere der beiden N3s sich in Dominanzstellung auf ihn legt. 4= schwacher N3, 7= starker N2, 1=schwacher N2 haben sich für 3= starker MBH entschieden, aber werden sie nicht aufrecht erhalten. Da sie in T-Stellung zum 3=MBH liegen.

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Hier hat der Züchter versucht eine sinnvolle Separierung dem Wurf anzubieten.

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Das Liegebild überzeugt nicht, dass es geklappt hat, die Tiere liegen nicht in ihrer normalen Liegeposition wenn sie nur einzeln besetzt sind. Der Versuch wurde abgebrochen.

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5=N3 (stark) hat das Abwerben bei 1=N2 (schwach) erfolgreich begonnen. 3=MBH (stark) versucht 2=MBH (schwach) zur Gruppentrennung zu bringen. Leider wird bei 2 MBHs im Wurf dies nicht gelingen.

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Eine erneute identische Separierung war auch nicht erfolgreich - sieht man an 1=N2 (schwach)

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Auch dieses Bild zeigt mir deutlich, mich in der Nr. 1 und 5 bei der Auswahl geirrt zu haben. 6=V3 arbeitet bereits daran 5=N3 (stark) an der Abwerbung  von N2 =1 zu hindern. 6=V3 arbeitet bereits für 3=MBH. Diese Paarung stimmt.

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Auch die 2. separierte Gruppe zeigt mir, 7=N2 (stark) wird sich nicht mit 2=MBH (schwach) verknüpfen. 

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Das einzige was mir nach der Auflösung der Separierung an Bestätigung vorliegt. 5=N3(stark) wird 1=N2(schwach) sich ranziehen. 7=N2(stark) hat sich aus den Versuchen von 3 und 2 sich Gruppen bilden zu wollen verabschiedet. Das Abwerben von 2 an 6=V3 ist in vollem Gang. Hier sieht man nur, dass 3=starker MBH, dem 2=schwacher MBH deutlich zu verstehen gibt, dass die einzige hier im Wurf vorhandene Einzelstellung zu ihm gehört.

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Hier bestätigt 3=starker MBH das wieder und gleichzeitig zeigt er dem stärkeren der beiden N2 Stellungen = 7, dass er sich auch für ihn entschieden hat. Da er aber nicht mit den anderen Stellungen strukturiert seine Arbeit aufnimmt, wird es auch hier zu Verwerfungen kommen.

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 Hier demonstriert lediglich 3=starker MBH seine Stärke.

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 Nahaufnahme der Dominanzstellung 3=starker MBH gegenüber 2=schwacher MBH

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Auch hier demonstriert 3=starker MBH nur seine Stärke gegenüber 2=schwacher MBH, mit allen anderen Stellungen arbeitet keiner der MBHs. Hier versuchte 3=starker MBH wieder diesen Wurf zu trennen. 6, 4 und 7 sind nicht eingebunden. Sie haben sich rausgelegt. 3=MBH versucht die Trennung des Wurfes 2-1-5 - Gruppe 1 - MBH(schwach)-N2(schwach)-N3(stark), Er selber würde seine Gruppe führen und arbeiten mit 6-3-7-4 Gruppe 2 V3(stark)-MBH(stark)-N2(stark)-N3(schwach).

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Hier bricht wieder alles auseinander. Der Versuch von 2=schwacher MBH den einzigen Einzelstellungswelpen abzuwerben ist misslungen. T-Stellung an der Poseite zu 6=V3.

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Hier ein weiterer Versuch von 3=starker MBH den gesamten Wurf zu trennen so dass es 2 Gruppen gibt, wo jede Stellung nur einmal vertreten ist. Wird ihm nicht gelingen, weil 2=MBH schwach, auch die stärkere der beiden Gruppen möchte. Die Natur hat dafür keine Regel geschaffen. Die Welpen wissen nur, hier stimmt etwas gewaltig nicht.

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Ein weiterer Versuch von 3=starker MBH den Wurf zu separieren. Auch das wird er nicht aufrecht erhalten können. Man erkennt gut, was er versucht. 5,2,1 in eine Gruppe zu bringen. Würde für ihn die beste Lösung sein, seine eigene Gruppe auch professionalisieren zu können. Es würde nach den vererbten Stellungen eine Gruppe 2,1,5  in sich geschwächt und eine Gruppe 6,3,7,4 in sich gestärkt entstehen. Mit dem schwachen 4=N3 hätte er auch die Abwerbung des 7=N2(stark) verhindert.

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Hier bestätigt sich nur, dass 3=MBH es geschafft hat nur für kurze Zeit 2,5,1 – eine Gruppe bilden zu lassen. Werden sie nicht aufrecht erhalten. Nur 5=N3 stark wird versuchen 1=N2 schach nicht mit 2=MBH schwach verknüpfen zu lassen. Aber es findet keine Arbeit der Gemeinschaft aller mit aller statt. Hier wird nur versucht, Verknüpfungen zu verhindern um nicht in eine Schwächung der eigenen Stellung zu kommen, weil der wichtige Sicherungshunde für die eigene Stellung fehlt. 5 = N3 (stark) ohne seinen NHL, wird geschwächt in seiner Stellung wenn sich 2=MBH mit 1=N2 verknüpfen würden. Ihm fehlt seine Eckhundsicherung. Er macht es sehr gut, - als Bindehund verfügt er nicht über die Dominanz aus der Geburtsstellung heraus so etwas durchzusetzen. Er trennt 2 von 1 mit gleichzeitiger Ergebenheitsgeste. Bauchseite offen sichtbar.

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Hier sieht man, dass was vernünftigerweise der 3=starker MBH immer mal wieder versucht hat, Gruppen zu separieren, damit nur ein Tier pro Stellung und Gruppe vorhanden ist, ist beendet. Der 3=MBH hat keine Kraft mehr, zeigt er deutlich durch das Rauslegen aus dem Verband in Rundform liegend.

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Hier sieht man bereits wie unangenehm es 6=V3 ist, dass er im Nachrang liegt.Auch hier sieht man am 3=starker MBH dass er nicht mehr gewillt ist mit irgend einer Stellung noch zu arbeiten, sonst wäre der 6=V3 nicht in die Ecke geraten. 3=starker MBH hat seine Arbeit eingestellt. Er legt sich raus, was normal nicht seine Liegeposition ist.

Lernergebnis für mich aus diesem Wurf:

Ich war in meiner Entscheidung der Separierung zu human. Ich hatte dem starken MBH=3 den schwachen N2=1 und den starken N3=5 zugeordnet. Dachte, wird den beiden Bindehunden in der Entwicklung besser bekommen.

Die Separierung hätte lauten müssen:

Eckhund stark erhält seine starken Sicherungs-Bindehunde, die zu ihm stellungsmäßig gehören und nimmt sich den schwachen N3 Bindehund, der nicht für seine eigene Sicherung zuständig ist und verhindert so die aus der fehlenden NLH Stellung zwangläufig entstehenden  Abwerbungsversuchen des N3 zum N2.

Gruppe 1 mit 2=MBH (schwach) – 1=N2 (schwach) – 5=N3(stark)

Gruppe 2 mit 6=V3 (stark) - 3=MBH (stark) – 7=N2(stark) – 4=N3(schwach)

 

Da diese Doppelbesatz Würfe leider heute häufig sind, werde ich weiter sicherlich lernen und damit die Züchter auch.

Es ist auch aus dem Wissen logisch, was 3=MBH(stark) hier versuchte.

Die Gruppe 1 wäre dauergeschwächt durch den starken N3=5, der eine Verknüpfung zwischen 2=MBH(schwach)-1=N2(schwach) verhindert hätte, da N3=5 keinen NHL hatte und er damit den N2 abwirbt vom schwachen MBH. Ist ihm auch gelungen, wie die Welpenbilder zeigen. 1 hat sich vorwiegend an 5 orientiert.

Dagegen hätte sich in der Gruppe 2 für den starken MBH sein Ziel verwirklicht. Er hätte mit den beiden starken Sicherungshunden 6=V3 und 7=N2 für sich eine gut arbeitende 3er Gruppe gebildet und der schwache N3=4 hätte eine Verknüpfung nicht verhindern können.

Die Doppelbesatzwürfe kommen heute viel zu häufig vor. Damit findet keine positive Entwicklung der Welpen im Wurf statt. Die Züchter sollten versuchen diese Würfe nach den inneren Regeln der vererbten Rudelstellung zu trennen. Große Wurfboxen, die in der Mitte eine so hohe Trennvorrichtung haben, damit die Mutter so viel Platz hat, die Welpen getrennt zu säugen und bequem von einer Seite zur anderen wechseln kann. Was aus der Wurfbox raus gehört, sind diese Liegeschalen, die stören nur. Alles ebenerdig und nur durch eine einschiebbare niedrige Mittelwand werden die Welpen-Gruppen sinnvoll getrennt. Sie werden es sowieso sofort akzeptieren, was da der Mensch macht, weil es für sie die einzige sinnvolle Lösung ist für solche Würfe. Bei 2 bisherigen laienhaften Versuchen haben die Mütter die Separierung der Welpen akzeptiert . In einem Wurf hatte die Mutter durch ihren Körper die Trennung aufrecht erhalten wollen, hatte es aber auch nur für 48 Stunden geschafft. Hier müssen Erfahrungen gesammelt werden.

Video

http://www.youtube.com/watch?v=OYSpOC67dnA&;feature=youtu.be">L Wurf am 24.04.2012